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BAFA-Zuschuss für austauschpflichtige Kessel

Derzeit gibt es bei uns im Land ungefähr zwei bis drei Millionen Heizungen, die schon älter sind als 30 Jahre. Das jedenfalls schätzen die Experten der Branche. Diese veralteten Heizungen haben viele Nachteile, so belasten sie das Klima und sind unnötig teuer.

Nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) gibt es hierzulande ein Betriebsverbot für Heizungen, die schon älter als 30 Jahre sind. Allerdings gelten hierbei einige Ausnahmen, wie zum Beispiel für:
•    Niedertemperatur-Heizkessel und Brennwertkessel
•    Heizungen mit einer Nennleistung von weniger als vier oder mehr als 400 Kilowatt
•    Heizungen in Gebäuden mit weniger als drei Wohneinheiten und Selbstnutzung

Bisher war es nun so, dass es für Hauseigentümer, die diese Frist überschritten haben, keine Bundesfördermittel für den Einbau einer neuen Heizung gibt. Das hat sich jedoch geändert, denn seit diesem Jahr gibt es Zuschüsse auch für austauschpflichtige Ü-30-Kessel. Darauf weist das vom Umweltministerium Baden-Württemberg geförderte Informationsprogramm Zukunft Altbau hin.

Diese Förderbedingung hat sich mit der Einführung der „Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)“ am 1. Januar 2021 geändert. Jetzt gibt es attraktive Zuschüsse für den Tausch der alten Heizung gegen ein klimafreundliches Modell. Die Höhe der jeweiligen Förderung hängt dann von der Art der neuen Heizung ab:
•    Eine Gasheizung, die für die Einbindung erneuerbarer Energien vorbereitet ist, wird mit 20 Prozent gefördert.
•    Gas-Hybridheizungen und Solarthermieanlagen werden mit 30 Prozent der Investitionssumme gefördert.
•    Eine Wärmepumpe, eine Biomassenanlage oder eine Erneuerbare-Energien- Hybridheizung wird mit 35 Prozent der Investitionskosten gefördert.

Darüber hinaus gewährt das BAFA eine Austauschprämie in Höhe von zehn Prozentpunkten, wenn Hauseigentümer ihre Ölheizung ersetzen. „Der Umstieg auf nachhaltiges Heizen wird so stark gefördert wie nie“, sagt Frank Hettler und rät gleichzeitig davon ab, mit dem Kesseltausch bis zum Betriebsverbot zu warten: „Bereits ab einem Alter von 20 Jahren kann sich der Wechsel zu einem modernen Wärmeerzeuger lohnen.“

Der Austausch alter Heizungen wird im Rahmen der BEG-Einzelmaßnahmen bezuschusst. Informationen dazu gibt es auf: www.bafa.de