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Vereinfachte Wärmepumpenförderung

Die Wärmepumpenförderung ist zu Beginn dieses Jahres vereinfacht worden, das Marktanreizprogramm (MAP) ist durch die Bundesförderung energieeffiziente Gebäude (BEG) abgelöst worden.

Damit wurden die Förderrichtlinien für Wärmepumpenheizungen an die entsprechenden europäischen Vorgaben angeglichen. Im Ergebnis ergibt sich ein vereinfachtes Verfahren, was sowohl die Planer als auch die Fachhandwerker freut.

Gleich geblieben ist die Tatsache, dass auch weiterhin der Einbau ausreichend effizienter Wärmepumpen-Heizungsanlagen in Bestandsgebäuden gefördert wird. Was sich aber geändert hat, ist, dass nun nicht mehr die für jede Anlage individuell zu ermittelnde Jahresarbeitszahl (JAZ) ausschlaggebend ist, sondern die jahreszeitbedingte Raumheizungseffizienz – der ETAs-Wert. Dieser ETAs-Wert muss auch nicht für jede Anlage neu berechnet werden, denn er wird einmalig vom Hersteller für ein bestimmtes Gerät ermittelt und an das Bundesamt für Ausfuhrkontrolle (BAFA) gemeldet.

Das Bundesamt prüft dann die Angaben und setzt die Wärmepumpe auf seine Liste der förderfähigen Anlagen. Daraus ergibt sich auch der Fakt, dass eine Förderung also zum Beispiel nicht mehr vom Standort der Anlage abhängig ist.

Der so genannte ETAs-Wert kommt ursprünglich aus der europäischen Ökodesign-Richtlinie und ist vielen geläufig als ErP-Richtlinie („Energy related Products“, „energieverbrauchsrelevante Produkte“), aus der die bekannten ErP-Label (Effizienzlabel) resultieren. Im Bereich der Wärmepumpen gilt nun, dass die Geräte durch ein nach ISO 17025 akkreditiertes Prüfinstitut getestet worden sein müssen. Bei den Testungen ergeben sich definierte Normpunkte und Messwerte, die wiederum die Grundlage zur Berechnung der ETAs bilden.

Die ETAs sind auch Grundlage für die Erlangung der unterschiedlichen ErP-Label. Hier muss aber festgestellt werden, dass die Vorgaben der Förderung und der Effizienzklassen leider nicht deckungsgleich sind. Es lässt sich aber sagen, dass jede Wärmepumpe für wassergeführte Verteilsysteme mit A++-oder A+++-Einstufungen im Heizungsbereich für 35 und 55°C Vorlauftemperatur förderfähig ist. Liegt eine A+-Einstufung vor, dann kann sie förderfähig sein, der ETAs-Grenzwert liegt im mittleren bis oberen Bereich des dafür vorgegebenen ETAs-Korridors der Effizienzklasse.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass niemand den ETAs-Wert einer Wärmepumpe kennen muss, weder der Planer noch der Endkunde. Wenn die Wärmepumpe auf der BAFA-Liste steht, dann ist sie förderfähig. Dabei sind Gegebenheiten wie der Einsatzort oder andere individuelle Bedingungen egal.