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Nachweis über lüftungstechnischen Infektionsschutz bei RLT-Anlagen

„Raumlufttechnische Anlagen in Zeiten von COVID-19“ ist eine Informationsschrift des VDMA. Hierin wird leicht verständlich gezeigt, wie für eine RLT-Anlage der Luftvolumenstrom errechnet werden kann, so dass der jeweilige Raum den Coronaschutzvorgaben entsprechend mit keimfreier Zuluft versorgt wird. Als Berechnungswert für die Keimbelastung und damit für das Infektionsrisiko wird der CO2-Gehalt genommen.

Der VDMA zeigt, wie sich lüftungstechnischer Hygieneschutz durchführen und nachweisen lässt. Bild: VDMA

Diesbezüglich gelten 800 bis 1000 ppm CO2 als Zielwert. Das ist nur berechenbar, wenn sich erstens nur die erlaubte Anzahl Personen im Raum befinden und sich diese zweitens auch an die Abstands- und Hygieneregeln halten. Das entsprechende Verfahren zur Berechnung wurde vom Fachverband Gebäude-Klima (FGK) in seinem Status Report 52 vorgestellt. Die Kriterien für Raumluftqualität und Lüftungsraten sind dem Entwurf der DIN EN 16798-1:2015-07 entnommen.

Das in der Informationsschrift beschriebene Verfahren zeigt ein vereinfachtes Vorgehen zur Umsetzung von Coronaschutzvorgaben in Räumen mithilfe von RLT-Anlagenparametern auf. Sollte die vorhandene Anlage technisch nicht ausreichen, so kann man der Informationsschrift auch passende Alternativen entnehmen. Dazu gehören Maßnahmen, wie die Raumlufttechnik zu ergänzen, die zulässige Personenzahl zu verringern oder das Nutzungskonzept des Raums anzupassen.

Nutzt man RLT-Anlagen, dann ist man gegenüber dem normalen Fensterlüften klar im Vorteil, weil die Anlagen unablässig keimreduzierte Zuluft liefern. Das Verfahren, das jetzt in der Informationsschrift beschrieben wurde, kann genutzt werden, um den Beitrag der Lüftungstechnik zu einem individuellen Hygieneschutzkonzept für jeden Raum zu dokumentieren. Die VDMA-Informationsschrift und der FGK-Statusreport 52 können jeweils kostenfrei heruntergeladen werden.