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Schoki
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Beitragvon Schoki » 19.09.2011 21:39 Uhr

Hallo,
die Überschrift mag in diesem Forum komisch klingen, hat aber einen ernsten Hintergrund:
Mein geplanter Neubau (ca. 260 m² Wohnfläche, E70-Haus) sollte mit einer WP mit Tiefenbohrungen in der Nähe von Hamburg entstehen.
Behördliche Vorgaben erlauben max 50 m Bohrtiefe :( , und die Nachbarn haben ab 39 m eine Tonschicht :shock: .
Die erforderlichen Zusatzbohrungen (3 Stk.) würden ca. 15.000€ kosten , Kollektorkörbe wären angeblich so teuer wie alle Bohrungen zusammen.
Für Flächenkollektoren ist das Grundstück zu klein.

Bei der Luftwärmepumpe habe ich Sorgen in der kalten Jahreszeit, da ich nicht per Heizstab das Haus heizen möchte.

Daher schon die Überlegung, ob nicht eine Gas-Brennwert-Therme auch eine ökonomisch-ökologische Idee wäre, vor allem, wenn für das gesparte Geld bei der Installation Photovoltaik aus Dach kommt ...

Der Baubeginn hängt jetzt nur von der Heizungswahl ab - und da bin ich total überfragt.
Es wäre nett, wenn mir jemand helfen könnte.

Viele Güße

Schoki

bernhard geyer
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Beitragvon bernhard geyer » 19.09.2011 22:37 Uhr

Hamburg hat ein relativ mildes Klima (keine länger andauernden Kälteperioden). D.h. eine Luftwärmepumpe hat nur wenig Zeiten zu bewältigen mit schlechten COP.

Du könntest aber für das gesparte Geld der WP gleich auf Passivhausstandard gehen und z.B neben Gas auch Solarthermie vorbereiten.
Schoki
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Beitragvon Schoki » 20.09.2011 17:57 Uhr

bernhard geyer hat geschrieben:Hamburg hat ein relativ mildes Klima (keine länger andauernden Kälteperioden). D.h. eine Luftwärmepumpe hat nur wenig Zeiten zu bewältigen mit schlechten COP.

Du könntest aber für das gesparte Geld der WP gleich auf Passivhausstandard gehen und z.B neben Gas auch Solarthermie vorbereiten.
Hallo,

würde Passivhausstandard heißen, ich dämme so gut wie ein PH, nur ich erzeuge die Energie nicht selbst und habe daher kein PH ?

Wäre dies für ca. 10.000€ generell möglich ?

Ich bin eben über eine LW-WP von zubatec ( www.zubatec.de ) gesehen, die laut Eigenwerbung fast die berühmte eierlegende Wollmilchsau zu sein scheint :D . Gibt es Erfahrungen hierzu ?

Vielen Dank !

Schoki
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 20.09.2011 19:24 Uhr

Eine Gas-Brennwert-Therme kann mit kleinem Budget umgesetzt werden. Wenn diese Option möglich ist und keine Effizienzhauskriterien dem entgegen stehen, ist es eine praktikable Lösung. Eine thermische Solaranlage macht ökologisch Sinn, rechnet sich aber nach heutigen Rahmenbedingungen (Investment zu möglicher Einsparung) i.d.R. nicht.

Bezüglich Photovoltaik sollte man nichts schön rechnen, hier ist eine Wirtschaftlichkeitsberechnung in allen Punkten zu prüfen.
Photon Praxis 08/2008 - Angebot zur Lieferung einer Solarstromanlage - Aufbauvarianten und Checkliste
http://www.ecotec-energiesparhaus.de/fi ... kliste.pdf
Photon - Vordruck zur Einholung eines Angebots zum Kauf einer Photovoltaikanlage
http://www.ecotec-energiesparhaus.de/fi ... anlage.pdf

Beim Betrieb einer Wärmepumpe sind die Rahmenbedingungen zu prüfen: Niedriger Temperaturhub, Direktverdampfung mit Direktkondensation bietet auch bei Luft-/Wasser-Wärmepumpen gute Leistungszahlen und einen heizstabfreien Betrieb, Flächenheizung (beispielsweise Fußboden-/Wand-/Deckenheizung) ist unerlässlich, gut gedämmte Gebäude sind prädestiniert für Wärmepumpen, etc. ...

Gruß

Thomas Heufers


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