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schimmelgutachter
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Beitragvon schimmelgutachter » 08.07.2011 21:32 Uhr

Hallo,
mir fiel auf, dass ein Thema, sobald jemand auch nur einen Gedanken an eine Infrarot-Strahlungsheizung verschwendet, sofort gesperrt wird.
Das beweist, dass hier in diesem Forum starke wirtschaftliche Interessen im Vordergrund stehen.
Dazu kann ich nur sagen: "Leute, lasst Euch nicht für dumm verkaufen" !

Lest doch mal den nachfolgend erwähnten Forschungsbericht der TU Kaiserslautern dazu, dann erledigen sich weitere Kommentare von selbst.

Forschungprojekt

„Beispielhafte Vergleichsmessung zwischen Infrarotstrahlungsheizung und
Gasheizung im Altbaubereich“


Projektleitung:
Dr.-Ing. Peter Kosack
Graduate School CVT
Arbeitkreis Ökologisches Bauen
TU Kaiserslautern
Gottlieb-Daimler-Sraße 42
67663 Kaiserslautern

Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 09.07.2011 11:00 Uhr

@ schimmelgutachter - Infrarotheizungen werden von Ewiggestrigen angepriesen. Es ist eine Umweltsauerei, wenn man hochwertige Energie über eine direktelektrische Stromheizung nutzt.

Auch ist die Behauptung, dass die Gebäudedämmung per se problematisch ist, wenig zielführend. Wir müssen unseren Energiebedarf absenken, wenn wir nicht nur über unsere, sondern auch über die Zukunft zukünftiger Generationen nachdenken. Das Reduzieren des Energieverbrauchs im Gebäudebereich geht halt eben in erster Linie über die Dämmung der Gebäudehülle. Alles Andere ist Verdummbeutelung!

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon schimmelgutachter » 09.07.2011 17:49 Uhr

Die TU Kaiserslautern hat in einer Untersuchung festgestellt, dass der Energieverbrauch einer Gasheizung das 2,5 fache gegenüber einer Infrarot-Heizung mit Dunkelstrahlern beträgt. Der CO2 Ausstoß ist ebenfalls geringer und der Strom kann zum größten Teil über eine zugeschaltete Photovoltaikanlage erzeugt werden.
Dagegen ist alles andere Augenwischerei. Und da müssen wir endlich mal umdenken und nicht hergehen, die fossilen Brennstoffe vergeuden.
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Beitragvon schimmelgutachter » 09.07.2011 18:01 Uhr

Zitat Heufers : Reduzieren des Energieverbrauchs im Gebäudebereich geht halt eben in erster Linie über die Dämmung der Gebäudehülle. Alles Andere ist Verdummbeutelung!

Genau, den Energieverbrauch absenken, das ist das Thema.
Die Erhöhung der Oberflächentemperatur einer Außenwand um 4° C, mit Infrarotheizung kein Problem, bewirkt eine um 50% verbesserte Dämmung, und das ganz ohne den Brandbeschleuniger Styropor !!
Die Investitionskosten betragen nur einen Bruchteil gegenüber der Gebäudedämmung.
Und dann muss das Ganze ja noch bezahlt werden.
Beispiel: Dämmung von 280 m² Wandfläche inkl. Verbreiterung der Fensterbänke
kostet aktuell 34.000 Euro.
Der Vermieter legt die Kosten anteilig auf die Mieter um, die dann für eine 80 m² Wohnung im Monat rd 80 Euro mehr bezahlen dürfen. Die Heizkosten sollen sich laut Berechnung um 35% reduzieren (was ich noch bezweifle, aber lassen wir das mal so stehen), was eine monatliche Ersparnis für den Mieter von rd. 70 Euro bedeuten würde.
Wenn dann im nächsten oder übernächsten Jahr die Energiepreise wieder anziehen, dann legt der Mieter drauf. Es macht einfach keinen Sinn, dieser Dämmwahnsinn.
Und habts Ihr mal ein Haus mit WDVS brennen sehen ? Da kommt keiner mehr raus, da läuft das geschmolzene Dämm-Material wie brennendes Pech (im Mittelalter von den Burgmauern zur Abwehr der Angreifer gschüttet) die Wände runter.
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Beitragvon schimmelgutachter » 09.07.2011 18:26 Uhr

Strahlungsheizungen nutzen das älteste Prinzip der Wärmeübertragung, nämlich die Wärmestrahlung.



Wie bei der Sonne oder dem Kachelofen (s. Bild) wird die Wärme als langwellige Strahlung ausgesandt.



Die Strahlungsenergie, die auf Oberflächen auftrifft, wird von diesen absorbiert und in Wärme umgewandelt. Das heißt, die Wärme entsteht erst dann, wenn die Strahlung von einer Oberfläche aufgenommen wird.



Die Raumluft wird durch die Strahlung direkt nicht aufgeheizt. Das unnötige direkte Aufheizen der Raumluft wie bei anderen Systemen spart eine ganze Menge Energie ein.


Das Planksche Strahlungsgesetz ist seit 1900 bekannt. Es beschreibt die Wärmestrahlung als elektromagnetische Welle, wie den Strom, die Röntgenstrahlung und das Licht. Damit ist es ein Teil der Quantenphysik.



Mit den Methoden der Thermodynamik (Wärmelehre) kann Strahlung somit nicht behandelt werden. Das wird aber gemacht.



Somit wird auch ersichtlich, dass DIN-Normen, sogar mit Unterstützung der Wissenschaft, mitunter nur ein Regelungsinstrument zur Durchsetzung wirtschaftlicher Interessen sind (Überbewertung der Konvektionsheizung und Unterbewertung der Strahlungsheizung).
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Beitragvon roro » 10.07.2011 15:52 Uhr

Das eine solche Sperre durchgeführt wird, wäre mir neu, denn ich habe schon öfters lange und hin und wieder auch interessante Diskussionen darüber geführt.

Ich kenne diesen "Forschungsbericht" und habe schon des öfteren auf div. Fehler hingewiesen.

1.) Wenn ein zumindest teilweise renoviertes Haus einen Energieverbrauch von 208 kWh/(qm a) hat, dann stimmt hier prinzipiell einiges nicht.

2.) Die Vergleiche der beiden Wohneinheiten ist in dieser Art nicht zulässig. Um zumindest einen sinnvollen Vergleich durchführen zu können, hätte man zumindest noch die beiden Heizungen tauschen müssen, und einen nach Gradzahltagen korrigierte Auswertung durchführen müssen. Der Vergleich von 2 unterschiedlichen Wohneinheiten ist immer problematisch.

Strahlungsheizungen nutzen das älteste Prinzip der Wärmeübertragung, nämlich die Wärmestrahlung.


Alt!? Alle 3 Arten den Wärmeübertragung sind gleich alt.

Wie bei der Sonne oder dem Kachelofen (s. Bild) wird die Wärme als langwellige Strahlung ausgesandt.


Richtig, aber irrelevant

Die Strahlungsenergie, die auf Oberflächen auftrifft, wird von diesen absorbiert und in Wärme umgewandelt. Das heißt, die Wärme entsteht erst dann, wenn die Strahlung von einer Oberfläche aufgenommen wird.


Die Energie, die bei der Wärmeübertragung durch Strahlung benötigt wird, ist aber gleich hoch wie bei jeder anderen Art der Wärmeübertragung.

Die Raumluft wird durch die Strahlung direkt nicht aufgeheizt. Das unnötige direkte Aufheizen der Raumluft wie bei anderen Systemen spart eine ganze Menge Energie ein.


Das ist an sich richtig und ermöglicht einen gewisse Ersparnis. Mehr als 20-30% gegenüber einer Radiatorenheizung ist aber nicht möglich. Bei Niedrigtemperaturheizungen (Flächenheizungen geht die Ersparnis gegen 0)


Das Planksche Strahlungsgesetz ist seit 1900 bekannt. Es beschreibt die Wärmestrahlung als elektromagnetische Welle, wie den Strom, die Röntgenstrahlung und das Licht. Damit ist es ein Teil der Quantenphysik.


Und was willst Du uns damit sagen. Diese Aussage ist an sich richtig nur für diese Art der Heizung vollkommen irrelevant. Nur bestimmte "gut klingende" Ausdrücke zu verwenden, ohne zu wissen, was diese bedeuten.


Mit den Methoden der Thermodynamik (Wärmelehre) kann Strahlung somit nicht behandelt werden. Das wird aber gemacht.


Schwachsinn. Wärmestrahlung ist Teil der Thermodynamik.

Wie schon öfters gesagt: Infrarotheizungen haben ihren Verwendungszweck und können auch in Häusern in bestimmten Bereichen sinnvoll eingesetzt werden (schnelles Wärmegefühl bei selten benutzen Räumen, ...). Die (Grund-)Heizung eines gesamtes Hauses zählt nicht dazu.

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Beitragvon schimmelgutachter » 10.07.2011 20:14 Uhr

Und wie steht es mit der Hüllflächenheizung ?
Warmluftschleider, der die Wände aufheizt, ist das eine Alternaitve ?
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Beitragvon roro » 11.07.2011 06:28 Uhr

Warmluftschleider, der die Wände aufheizt, ist das eine Alternaitve ?


Meinst Du Heizungen, die auf dem Coanda-Effekt funktionieren "sollen". (Hast Du zuviel Konrad Fischer gelesen).

Why not, wobei ich noch keine solche Heizung in Betrieb gesehen habe (IR-Heizungen doch schon einige). Wobei es auch hier auf gute Dämmung ankommt, damit das Ganze gut funktioniert und ich keine Vorteil gegenüber einer Wandheizung sehe, außer das man es leichter nachträglich einbauen kann.
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Beitragvon SunnyFrank » 26.08.2011 13:47 Uhr

wer wirklich sich in Quantenphysik und Thermodynamik auskennt weiß genau dass die zukunftsheizung einfach die IR-Strahlungsheizung sein wird und nicht die herkömmliche Konvektionshzg. Nur schade ist einfach dass es viele Anbieter auf dem Markt gibt die überhaupt keine Ahnung haben von Strahlungs- und Bauphysik, und die meinen (Knebel) sie müssten eine Studie bei Dr. Kosac kaufen um somit Ihr Produkt platzieren zu können. Strahlungsheizung bleibt nach wie vor meiner Meinung nach das beste und effektivste Heizsystem nur liegt es auch ganz deutlich an den unterschieden der versch. Hersteller und Technik und das sollte man einfach genauers beachten.

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