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GMil
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Beitragvon GMil » 01.04.2009 22:18 Uhr

Hallo Martin,

der sog. hydraulische Abgleich, der heute für jede Art von Heizung vorgeschrieben ist, kann so ausgeführt werden, daß die HK z.B. mit 55/35 °C betrieben werden. Über ein 4-Wege-Ventil oder (am komfortabelsten) einen Baunach-Mischer wird dann dafür gesorgt, daß die FBH die richtige VT bekommt, sei es durch Heraufmischen (Zumischen von WP-Heizwasser) oder Herabmischen (Zumischen von FBH-RL-Wasser).

Die FBH braucht i.d.R. einen höheren Massenstrom als die HK, sodaß ein Mischen stets erforderlich ist.
Gruß

Gerhard

roro
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Beitragvon roro » 02.04.2009 08:39 Uhr

39235 kWh für 147 qm lässt darauf schließen, dass Du entweder massiv in die Dämmung investieren musst oder dass Du extreme Verluste bei der Heizung hast.
denkedran
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Beitragvon denkedran » 02.04.2009 08:42 Uhr

Hallo Fox

Deine Frage:
Weiterhin würde mich interessieren, worin der Vorteil der Direktverdampfung liegt?

zunächst benötigt die Direktverdampfung keine weitere Antriebsenergie etwa für Solepumpen. Weiter liegt die Verdampfung um etwa 5k höher, als bei Soleanlagen. Der Verdampfer ist nicht in der WP, sondern liegt direkt im Erdreich.
Dadurch entfällt eine Zwischentauscherstufe.
Sehr gute Ergebnisse liefert die Direktverdampfung und Direktkondensation im Fußboden.
Ist bei www.geothermie.net gut dargestellt.

Wärmepumpen mit zwei unterschiedlichen Temperaturausgängen, gibt es auch bei unseren Kollegen. es sind Betriebsergebnisse an den bereits zahlreichen Anlagen jederzeit möglich.
Ich darf hier keine Reklame machen.

Gruß Denkedran
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Beitragvon breeze » 02.04.2009 13:19 Uhr

roro hat geschrieben:39235 kWh für 147 qm lässt darauf schließen, dass Du entweder massiv in die Dämmung investieren musst oder dass Du extreme Verluste bei der Heizung hast.


Hallo,
ich weiß ja nicht inwiefern die Dämmung des Hauses gut / schlecht ist, da ich mit den 2 o.g. k-Werten nichts anfangen kann. Bei extremen Verlusten bei der Heizung, müsste man mal herausfinden, wo diese entstehen. Möglicher Grund für Verluste sind meiner Meinung nach die Fenster des Hauses, da diese nicht, manche zumindest, mehr ganz dicht schließen.
Außerdem ist unser Dachstuhl nicht gedämmt, allerdings ist vom 1. OG zum Dachboden eine Dämmung vorhanden, geht trotzdem viel Energie über den ungedämmten Dachstuhl verloren?


denkedran:
kannst du mir mal per PN ein Bsp. für eine solche Wärmepumpe geben?


Eins verstehe ich derzeit noch nicht so recht, ich habe ja selbst schon darüber nachgedacht, dass eine WP und Solarthermie im Sommer gut sind und im Winter nicht. Warum wird das bei Vielen für Gut befunden und als das sogenannte "Plus an Energie" angepriesen?
Irgendwo muss das doch auch Vorteile haben?

Gruß,
Martin
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Beitragvon roro » 02.04.2009 16:56 Uhr

Du hast einen Verbrauch von über 250 kWh /(qm a).
Neubauten erreichen hier einen Wert von kleiner 60 kWh/(qm a). Durch Dämmung sollte man eigentlich auch bei einem Altbau auf unter 100 kWh/(qm a) kommen.

Was bei Dir sinnvoll ist, kann man aus der Ferne recht schwer beurteilen, dass sollte sich ein Energieberater anschauen.
IMHO würde ich aber vorher in die Dämmung investieren bevor ich mich um eine WP umsehe.

Bei diesem Verbrauch (wenn nicht eine schlecht arbeitende Heizung schuld ist), wirst Du auch eine WP mit ca. 20 kW Leistung benötigen.

Da ist eine 100m Bohrung auf keinen Fall ausreichend, von eine LWP würde ich bei dieser Heizlast abraten (vor allem bei der benötigten VL-Temperatur) bei einem Flächenkollektor oder bei einer DV-Lösung wirst Du aich einiges an Fläche benötigen.

IMHO musst Du vorher die Heizlast und die VL-Temperatur senken.
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 03.04.2009 09:52 Uhr

fox hat geschrieben:Weiterhin würde mich interessieren, worin der Vorteil der Direktverdampfung liegt?
Ich frage mich natürlich, warum so viele auch innovative Hersteller nicht in die Direktverdampfer-Technik einsteigen.

Folgender Artikel gibt die Selbsterfahrung von Klemens Waterkotte wieder. Die Fa. Waterkotte ist bekannt als renommierter Hersteller für leistungsfähige Wärmepumpen, Waterkotte kann auf Jahrzehnte lange Erfahrung verweisen. Den Einstieg in die Direktverdampfer-Wärmepumpentechnik hat diese Firma schon hinter sich, dann hat sie aber aus besagten Gründen (Siehe PDF!) die Fortführung dieser Technik eingestellt.
http://www.billigheizen.at/sites/informationen/Artikel_Klemens_Waterkotte.pdf

Gruß

Thomas Heufers


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Beitragvon Oswald » 03.04.2009 14:10 Uhr

hallo!

Also nach dieser Lektüre werde ICH jedem von der DIrektverdampfung abraten (wenn ich gefragt werde).

Also mir war der Gedanke von "Kältemittel im Garten" eh schon immer suspekt.

Ich glaube nicht, dass es sich hier um Propaganda handelt sondern um Erfahrungswerte.

Grüsse
Oswald
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Beitragvon GMil » 03.04.2009 23:18 Uhr

Noch toller als die (nur) Direktverdampfungs-WPn sind die Direktverdampfungs- UND Direktkondensations-WPn. Die haben zwar eindeutig den besten Wirkungsgrad (Entfall jedes Wärmetauschers und jeder Umwälzpumpe etc.), aber Kältemittel bzw. Heißgas mit (anfangs) vllt. 50 °C Temperatur und 20 bar Druck im Fußboden wäre mir doch etwas zu kitzlig.
Gruß

Gerhard
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Beitragvon denkedran » 04.04.2009 07:33 Uhr

aber Kältemittel bzw. Heißgas mit (anfangs) vllt. 50 °C Temperatur und 20 bar Druck im Fußboden wäre mir doch etwas zu kitzlig.
_________________

Viel kann man dazu nicht sagen, nur etwa der Vergleich, ich will kein Auto, sondern behalte meinen Pferdewagen, da weis ich wie der funktioniert.

Die Technik der DV/ DK wird nur von Betrieben einer Handwerksgruppe installiert. Diese Berufs-Grupppe findet man unter www.vdkf.de

Gruß Denkedran
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Beitragvon Thomas Heufers » 05.04.2009 09:58 Uhr

denkedran hat geschrieben:Viel kann man dazu nicht sagen, nur etwa der Vergleich, ich will kein Auto, sondern behalte meinen Pferdewagen, da weis ich wie der funktioniert.
Dieser Vergleich ist wohl ein bisschen überzogen.
Herr Waterkotte gibt seine Erfahrungen, den technischen Hintergrund wieder und hat Fakten benannt, die zu einem Ausfall der Direktverdampfer-Technik führen können. Er hat seine Risiken abgewogen und hat die DV-Wärmepumpe aufgrund der technischen Probleme wieder aus seinem Produktangebot herausgenommen. Beide Systeme bieten den gleichen Komfort, insofern ist der Vergleich von Pferdekutsche zu Auto Nonsens. Wobei ich aber auch davon ausgehe, dass die DV-Wärmepumpe auch Ihren Mehrpreis hat, den sollte man in eine Amortisationsrechnung unter Berücksichtigung einer möglicherweise besseren Arbeitszahl miteinfließen lassen.

Gruß

Thomas Heufers


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