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igi2001
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Beitragvon igi2001 » 20.12.2008 21:18 Uhr

Hallo,
Ich möchte in meinem Neubau eine WP Sole/Wasser mit einer Tiefenbohrung einsetzen. Die Wärmeübertragung läuft über 220 qm FBH. Dazu ist ein WW-Speicher mit 300l vorgesehen.
Des Weiteren möchte ich einzelne Heizkreise/Räume über Stellventile steuern, da diese nicht immer benutzt werden. Im diesem Zusammenhang habe ich mir gedacht, dass ich mit einem Pufferspeicher 300 l einen besseren hydraulischen Ausgleich erreichen kann und zweitens die Ein-und Ausschalthäufigkeit der WP verringern kann. Dieses würde vor allem für die Übergangszeiten (Herbst/Frühjahr) zutreffen.

Macht ein Einsatz eines Pufferspeicher in dieser Konstellation sinn?

Gruß
Igor Peter

Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 21.12.2008 11:21 Uhr

Das ist immer eine Frage des Wärmepumpenherstellers, der das System anbietet und der individuellen Gegebenheiten, ob mit oder ohne Puffer.
In unserem Fall wird die Wärme direkt in den Heizkreis übergeben, steuerungstechnisch ist das Problem der Taktdauer über den Brauchwasserspeicher gelöst.
Es gibt auch modulierende Wärmepumpen, die den Einsatz des Puffers definitiv überflüssig machen.

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon transformer » 22.12.2008 21:49 Uhr

@igi2001

Massives Haus und FBH machen einen Puffer definitv kontraproduktiv. In diesem Fall, weg damit. Die Masse ist der Puffer.

300 l für Warmwasser? Bei 2 Personen vielleicht.
Sole-Sonden? Nur wenn keine der besseren Alternativen in Frage kommt. Direktverdampfer, CO2-Sonde, Grundwasser, Luft - kommt auf die Umstände an. Info dazu gibt´s bei http://www.klima-innovativ.de
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Beitragvon roro » 23.12.2008 07:40 Uhr

Beim Pufferspeicher muss ich mich transformer anschließen. Ist an sich ein Nachteil bei einer FBH und normalerweise nicht notwendig.

Wir haben auch einen 300l WW-Speicher und dieser leicht locker für 4 Personen, wobei wir eher sparsam im Verbrauch sind.
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Beitragvon Piwi » 29.12.2008 12:40 Uhr

Hallo igi2001,

habe das gleiche Thema von kurzer Zeit auch angesprochen.

Habe bei mir eine Erdwärmepumpe (2 x 90m), 400l WW Speicher und 200l Pufferspeicher für meine 200qm FBH im KFW60 Massivhaus!

Ich bin auch am überlegen, ob ich den Pufferspeicher mal überbrücke und dann teste. Es kann mir aber niemand genau sagen, ob genügend "Volumen" dafür da ist. Mein Heizungsbauer begibt sich natürlich mit dem Pufferspeicher auf die sichere Seite!

Gruß
PL
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Beitragvon fdl1409 » 29.12.2008 13:28 Uhr

Wer in einem Neubau mit FBH einen Puffer braucht hat was falsch gemacht.
Selbst wenn man einen Teil der Kreise regeln will kommt man ohne Puffer aus. Wichtig ist eine sorgfältige hydraulische Auslegung - Kreise nicht zu lang und Rohre nicht zu dünn.
Genauso wichtig: Wärmepumpe eher knapp dimensionieren. Bei der Wohnfläche äußerstenfalls eine 8 kW WP, bei einem KfW40 sogar nur 6 kW.
Puffer ist schädlich und unnötig, sollte man nur da einbauen wo unvermeidlich, z.B. Luftwärmepumpe mit Radiatorheizung.

Grüße
Frank

wiesenthaler
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Beitragvon wiesenthaler » 29.12.2008 22:46 Uhr

Kann fdl1409 nur zustimmen. Obwohl wir nur KfW 80 und keinen Massivbau haben, werden die 238 m² FBH ohne Puffer direkt von der WP beheizt.

Es sind drei Heizkreise per ERR auf ca. 17°C Raumtemperatur gedrosselt, beim Rest sind die Heizkreise dauerhaft offen. Der Estrich im EG ist so dick, dass er genug Wärme puffert. Selbst heute bei -4 °C AT ist die Raumtemperatur während der mittäglichen Sperrzeit (1h) nur um 0,3 °C abgesunken.

Wir wollten die Anlage ohne Puffer, weil im Haustechnikraum dafür eh kein Platz war und dank diverser Foren im Internet konnte ich die Taktzeit im Laufe der zurückliegenden 2 Jahre wesentlich verlängern.

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