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babba46
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Beitragvon babba46 » 18.12.2008 18:12 Uhr

Hallo,
ich habe ein Haus Baujahr 1952, 240 qm Wohnfläche,24er Aussenwand, Dach mit 8 cm Glaswolle gedämmt, Heizung von 1996 -Buderus Gusskessel 21 kw, Verbrauch 2800l im Jahr,
7,8 qm Röhrenkollektor und 400 l WW-Speicher.
Es sind nur Heizkörper vorhanden.
Probeweise habe ich meine 4000er Steuerung auf 55 Grad runtergestellt und keine Nachtabsenkung.
Es wird überall gleichmäßig ca. 22 Grad warm.
Wie sinnvoll ist die Umstellung auf Luftwärmepummpe und welche Marke ist zu empfehlen?
Auf eure Antworten freue ich mich jetzt
schon.
Freundliche Grüße aus der Pfalz,
Volker.
Volker Paul

Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 18.12.2008 21:18 Uhr

Unter diesen Bedingungen ist eine Wärmepumpe nicht zu empfehlen.

Planungshilfe - Wärmepumpen-Checkliste
http://energie-effizientes-haus.de/Daten/WM-BW-Checkheft-Waermepumpe.pdf

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon GMil » 19.12.2008 14:26 Uhr

Hallo Volker,

mit einer aktuellen Hochtemperatur-WP ist das Haus technisch problemlos zu beheizen, allerdings muß man sich darüber im klaren sein, daß unter diesen Umständen keine Traum-COP-Werte zu erzielen sind.

Dennoch würde ich heutzutage auf jede Art von Fossilheizung verzichten, speziell auf Öl oder Gas. Diese Rohstoffe sind m.E. zu wertvoll, als daß man sie einfach verbrennen sollte. Natürlich sollte die finanzielle Seite auch stimmen.

Würde man von den aktuellen Öl- und Strompreisen als Norm der nächsten 20 Jahre ausgehen (= mittlere Lebenserwartung der WP) , wäre eine WP wirtschaftlich nicht sinnvoll einsetzbar. Für meine L/W-WP (Golden Energy Thermodyn+) habe ich z. B. 67 ct/l Öl als Break-even-Punkt errechnet. Ist das Öl billiger, rentiert sie sich nicht. Ähnlich kann man sich für jede andere WP diesen Punkt errechnen, abhängig vom Anschaffungspreis und vom Verbrauchsvorteil.

Die einfachste und kostenmäßig überschaubarste Variante ist die Luft-Wasser-WP. Hier erfolgt lediglich der Austausch des Ölers durch die WP oder die Inhouse-Teile davon, Tiefbohrungen mit deen Risiken oder umfassende Grabeaktionen im Grundstück entfallen; die Anschaffungskosten sind niedriger als bei anderen Varianten. Dafür ist der Wirkungsgrad geringer, speziell bei sehr tiefen Temperaturen, und diese WPn sind wegen ihrer großen Lüfter i.d.R. etwas lauter als andere.

Auf jeden Fall würde ich eine modulierende WP nehmen, und auch die Ausführung als Split-Anlage bewährt sich durch gute Platzverteilung, Frostfestigkeit, einfache Kondensatentsorgung etc.

Leider sind die deutschen Hersteller erst dabei, den Technologievorsprung der Fernostgeräte (Vollinverterausführung mit Permamotoren, elektronischen Exp.-Ventilen, Zwischeneinspritzung etc. etc.) aufzuholen. Man sollte also genau hinsehen, was man für sein Geld bekommt.
Gruß

Gerhard
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Beitragvon Thomas Heufers » 19.12.2008 15:02 Uhr

Als schnelle kostengünstige Maßnahmen schlage ich vor, die Klimaströme im Haus (Abdichtungen vom Keller nach oben und Abdichtungen zum Dach) zu überprüfen und zu eliminieren, die Kellerdecke gegen Erdgeschoss zu dämmen(5 % Einsparung), Einstellung der Heizkurve und des Fußpunktes (http://energie-effizientes-haus.de/html/fusspunkt___heizkurve.html( , lückenloses Dämmen der Warmrohre(Vor- und Rücklauf), Absenkung der Warmwassertemperatur für das Brauchwasser, etc..

Für eine persönliche Beratung, empfehle ich den Besuch der Verbraucherzentrale. Mach dort einen Termin! Ein Energieberatung kostet in den Räumlichkeiten der Verbraucherzentrale nur 5 Euro, an den Beratungskosten sollte es nicht scheitern.

Gruß

Thomas Heufers


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