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amron
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Beitragvon amron » 25.11.2008 20:01 Uhr

Danke für den Link. Habe gleich eine Anfrage geschickt. Je mehr ich davon höre, desto weniger kann ich glauben, dass sich diese Investition lohnt. Habe nur Bedenken, dass wir später mit der WP das böse Erwachen haben werden, dass z.B. der Heizstab ständig angeht oder so ungute Dinge. Dann wäre ich froh, einen zweiten Heiz- und Warmwasserbereiter im Haus zu haben. Wir waren kürzlich bei einem recht kompetenten Heizungsbauer, der uns erklärte, wann ein Pufferspeicher nötig ist und wann nicht. Er erzählte solche Horrorgeschichten von WP, die ständig hoch fuhr, um dann wieder auszugehen... weil eben kein Pufferspeicher da war. Ich war an dem Tag krank, habe also nicht alles verstanden und war auch völlig überfordert von dieser ganzen Technik. Ich würde gerne etwas Gutes tun, sprich für die Umwelt UND für meinen Geldbeutel. Deshalb gleich noch zwei Fragen bzgl. Dämmung.
1. Lohnt sich eine Aufsparrendämmung, wenn ja, wie dick muss die sein und wo liegt der Preis dafür?
2. Wie sieht es mit dreifach verglasten Fenstern aus? Nur im Norden oder besser überall? Auch hier: Amortisiert sich das irgendwann einmal?
Ich möchte aber auf keinen Fall so ein komplett in Plastik verpacktes Haus haben, das dann elektrisch belüftet werden muss, um atmen zu können. Wir bauen mit 30er Ytongsteinen, auf dem Dach sind Tonziegel. Das sind laut Architekt schon zwei sehr gute Materialien hinschtlich Dämmung. Allerdings ist im Standardprogramm nur eine Zwischensparrendämmung drin, die würden wir gerne verbessern.
Danke für die tollen Infos.
Norma

Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 25.11.2008 20:24 Uhr

Wärmepumpe? Ja oder Nein. Hat Dein Heizungsbauer schonmal eine Wärmepumpe eingebaut und hat er auch die Heizlastberechnung oder den Wärmeschutznachweis für Dein geplantes Haus gelesen. Lass mich raten. Du kannst alle Fragen mit Nein beantworten.

Aufsparrendämmung? Das ist eigentlich ein Frage des Beliebens. Man kann bei der Aufsparrendämmung die Sparren sichtbar ausführen, das ist eine schöne Optik. Andererseits verschenkt man den Raum zwischen den Sparren, in dem man gut Dämmung einbringen kann. Aufsparren ist in der Regel teurer.

3-fach-Verglasung? Der Preisunterschied ist mittlerweile nicht mehr so groß, also sollte man heute der 3-fach-Verglasung im Neubaubereich den Vorzug geben.

Wenn Du vor die Ytong-Wand Perimeter-Dämmung aufbringst, kommt das der Plastiktüte schon ziemlich nahe.
Tondachziegel haben keinen Einfluss auf die Dämmung. Es geht bei Tondachziegeln vielmehr um geringere Wasseraufnahme und geringeren Algenbefall der Dacheindeckung.


Dämmung? Sämtliche oberirdischen Bauteile (Dach und Wand) sollten mindestens einen U-Wert unter 0,15 W/m²K haben. Nur so lässt sich der Energiebedarf von Anfang eingrenzen. Gegen Erdreich ist ein Wert von unter 0,2 W/m²K anzustreben.

Gruß

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Beitragvon amron » 25.11.2008 20:46 Uhr

Hallo Thomas!
Ein unabhängiger Energieberater riet uns, anstatt einer Folie über den Sparren, unter den Ziegeln eine 35 mm starke Holzfaserplatte einzubauen. Das ist wohl keine Aufsparrendämmung, sorry, aber dennoch: Ist dies sinnvoll?
Und wo wir schon dabei sind: Leider ist es nicht möglich, eine reine Bodenplatte zu bauen, da das Haus im Süden frei am Hang steht. Hier wird ein Streifenfundament gemacht. Der Energieberater meinte nämlich, wir sollten eine 25er Bodenplatte wählen, die mit 6 cm Styrodur o.ä. unterlegt ist. Das macht unser Architekt nicht, er traut dem "Zeug" nicht, ob es auf Jahre und Jahrzehnte stabil bleibt. Nun haben wir gerade für die Räume im Keller (Kinder- und Arbeitszimmer) Bedenken, ob wir die mit einer Wärmpumpe warm bekommen, bzw. ob wir hier nicht Strom wie blöd in den Boden pumpen werden. Deshalb die ganze Überlegung mit wassergeführtem Kaminofen. Die Fenster hatten wir nur nach Norden hin dreifachverglast geplant, wir müssen mal nachfragen, was es mehr ausmachen würde, alles damit auszuführen.
Macht Freude, so schnell Antworten zu bekommen :-)
Gruß Norma
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Beitragvon amron » 25.11.2008 20:58 Uhr

Nochmal Thomas!
Ja, der Heizungsbauer hat schon WPs eingebaut, aber dieses Haus ist bislang in seiner äußeren Form etwa 700 mal gebaut worden, unseres wird das erste mit einer Wärmepumpe sein. Da das Haus noch in der Planung ist, gerade was Investitionen in Richtung Energie sparen anbelangt, kann auch noch niemand eine Heizlastberechnung anstellen. Natürlich hoffe ich, dass unser Heizungsbauer letztendlich gute Arbeit machen wird. Stutzig macht mich nur, dass wir vom Architekten und evtl. eben von diesem Heizungsbauer eine WP von Viessmann Vitocal 300 A in Kombination mit einem 1000 Liter Kombispeicher PLUS Röhrenkollektoren zur Heizungsunterstützung angeraten bekommen. Diese rechnen sich doch aber gar nicht bei einer WP, von daher bin ich noch etwas skeptisch, ob der Mann wirklich weiß, was er tut. By the way: Was ist besser: die o.g. WP oder ein Splitgerät von Ochsner oder Bartl? Wieder nur Geschmacksache und Frage des Geldbeutels oder tatsächlich Unterschiede hinschtlich Leistung, evtl. Verzicht auf Pufferspeicher usw. ? Puh, ich schweife ab, nehme aber gerne alle Ratschläge und Meinungen mit.
Danke Norma
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Beitragvon Thomas Heufers » 25.11.2008 21:23 Uhr

Gut Ratschlag des Energieberaters. Die Holzfaserdämmplatte bietet eine guten sommerlichen Hitzeschutz, es wird im Sommer nämlich ganz schön warm unter der Dacheindeckung. Zusätzlich fungiert die Holzfaserplatte als winterlicher Wärmeschutz. Die Holzfaserplatten als Unterdachhaut werden mit Nut und Feder verlegt, sind begehbar, wind- und flugschneedicht. Heutzutage sollte nicht anderes gemacht werden.

Der Hinweis des Architekten ist vernünftig. Unterhalb der Bodenplatte kann man sich meines Erachtens die Dämmung sparen, besser ist die Dämmung grundsätzlich oberhalb der Bodenplatte einzusetzen, das spart auch Kosten bei der Konstruktion der Bodenplatte. Unter dem Estrich kann man auch Polyurethan-Dämmung nehmen, wegen des besseren Dämmwerts. Und wenn man dann noch einen U-Wert von unter 0,2 W/m²K erreicht, ist es umso besser.
Es gibt aber auch Dämmstoffe die unterhalb der Sohle/Bodenplatte zum Einsatz kommen können und Ihre dämmenden Eigenschaft nicht verlieren. Nur werden die aus Kostengründen selten eingesetzt.

I.d.R. kann man den Keller nicht so gut dämmen, aber durch das umliegende Erdreich kommt auch nicht die Intensität an Kälte an die Wandungen. Lass eine Heizlastberechnung von neutraler Stelle ausführen.
Link zum Thema Kellerdämmung http://www.foamglas.de/download/anwendung/Foamglas_TR4_1.pdf

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon Thomas Heufers » 25.11.2008 21:36 Uhr

Bezüglich der Heizungsfrage muss ein Wärmeschutznachweis (Energieeinsparnachweis) und eine Heizlastberechnung her.

Gruß

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Beitragvon amron » 26.11.2008 20:39 Uhr

Hallo Thomas!
Danke für die vielen Infos und Adressen, ich werde mich schlau machen. Bis dahin alles Gute
Gruß Norma

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