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amron
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Beitragvon amron » 22.11.2008 22:08 Uhr

Hallo!
Wer kann mir sagen, ob sich der Einbau eines wassergeführten Kaminofens rechnet. Wir planen einen Neubau, Südhanglage, UG ist im Süden frei, darin befinden sich Kinderzimmer und Arbeitszimmer. Im EG werden wir einen Kaminofen hinstellen, der uns die Raumluft heizen soll. Bislang haben wir damit gute Erfahrungen gemacht und können mehr oder weniger unser gesamtes Haus damit heizen. Im neuen Haus wird das aber nicht möglich sein, da im UG kein Kaminofen gestellt werden kann. Der Flur ist zu schmal und in einem Kinderzimmer macht es wenig Sinn. Wir werden überall FB Heizung haben, die Hauptheizung wird eine WP Luft/Wasser sein. Diese wollen wir nun auch im Keller entlasten und denken an den Einbau eines wassergeführten Kaminofens. Ernüchternd war, dass sich eine Unterstützung durch Solar nicht rechnet. Bevor wir nun solch einen Ofen kaufen, hätte ich gerne einen Rat dahingehend, ob sich diese Investition überhaupt lohnt, wie groß dieser Kaminofen dann dimensioniert sein müsste (EG 115 qm, UG 95 qm Wohnfläche). Was kommen denn noch als Zustzkosten auf uns zu (Wärmetauscher und noch mehr?) Danke vorab für Euren Rat.
Norma

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Beitragvon wilbur245 » 23.11.2008 11:41 Uhr

wwwww
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amron
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Beitragvon amron » 23.11.2008 20:07 Uhr

Danke für den Hinweis. Grundsätzlich möchte ich aber gerne wissen, ob sich diese Wasserführung überhaupt rechnet, wenn ja, wie groß der Ofen sein muss. Kannst Du mir da Näheres sagen? Gruß Norma
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 23.11.2008 21:16 Uhr

Ein wassergeführter Kaminofen oder auch Pelletofen sind in der beschriebenen Situation - Hauptheizung mittels Wärmepumpe etc. - aller Wahrscheinlichkeit nach nicht empfehlenswert. Zu hohe Kosten für die Zusatzinvestition, für Wartung und Kehrung etc.. Sehr schlechte Amortisation auf Grund der seltenen Nutzung. Ökonomisch ein eindeutiges Nein.

Warum soll den eine Holzheizung zum Einsatz kommen?
Geht es um den Primärenergiewert für die Wärmeschutzberechnung?
Was ist denn für ein Gebäudeenergiestandard geplant?

Die zusätzlichen Kosten in eine Holzheizung kann man in diesem Fall sicherlich besser in energiesparende Dämmung investieren oder in eine Frischluft-Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung mit hohem Rückgewinnungsgrad (~ 90%).

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon Texer » 24.11.2008 11:46 Uhr

HAllo zusammen,

also ich spiele auch schon einige Zeit mit dem Gedanken mir einen Ofen mit wasserführung als Heizungsersatz anzuschaffen, aber wenn ich das hier lese, lohnt sich die anschaffung wohl nicht wirklich !

Habe mir vor ca. einem Jahr ne Solaranlage gekauft, und somit meine Heizung von ca. April - Oktober ausgeschaltet, und meinen Warmwasserbedarf mit Solar gedeckt ! Jetzt meine Überlegung einen Kaminofen mit wasserführung für die kältere Jahreszeit ( Wohnraum ca. 130 qm alles recht offen gehalten) könnte genau über der jetzigen Heizung stehen (zwecks Verrohrung)um so gut es geht die Gaskosten einzusparen.

Kann ich das komplette Haus damit versorgen ?
Pelletsofen hab ich mir auch schon überlegt, aber mein Kaminkehrer meinte das der Abgasweg zu weit wäre, und ich nur einen "normalen" Ofen anschliessen kann !

Habe momentan ein Angebot 8,5kw Ofen mit Anschluß und nem zusätzlichen 750L Boiler (400L bereits vorhanden) für 8.800 € !

Jedoch meinte mein Kaminkehrer bräuchte ehr sowas um die 14,9 KW.

Danke für eure Tips.

Gruß Steffen
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Beitragvon Thomas Heufers » 24.11.2008 12:05 Uhr

Texer hat geschrieben:...also ich spiele auch schon einige Zeit mit dem Gedanken mir einen Ofen mit wasserführung als Heizungsersatz anzuschaffen, aber wenn ich das hier lese, lohnt sich die anschaffung wohl nicht wirklich !
In Deinem Fall sieht die Sache durchaus ander aus. Du hast keine Wärmepumpe, die den eigentlichen Bedarf deckt.

Man sollte sich aber folgende Fragen stellen.
Was kostet mich der Festmeter Holz, wenn er fertig geliefert wird. Habe ich eine Möglichkeit selber Holz aufzubereiten? Dies ist günstiger und rechtfertigt eher den Einbau einer Holzheizung.
Mit jeder Erweiterung des Systems wird es komplexer, die Technik muss eingebunden werden und funktionieren, die Wartungskosten steigen, der Schornsteinfeger hält auch die Hand auf etc..

Gruß

Thomas Heufers


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Beitragvon Texer » 24.11.2008 12:29 Uhr

Hallo Thomas,

wenn ich mir meine Gaskosten (monatlich 306.- Euro) ansehe (tendenz steigend, obwohl Rohöl billiger geworden ist PARADOX, naja egal) dürfte sich mein "Bauvorhaben" doch rechnen ?

Der Kaminofen würde im ersten Stock des Hauses stehen, diese damit komplett heizen !? Die durch die wasserführung gepufferte Wärme somit den rest des Hauses heizen, wenn ich jetzt rechne (da ich wenig bis keine Zeit zum Holz machen habe) Steer Buchenholz a) 80.- Euro wieviel benötigt man so nen Winter 20 Steer ?! sprich 1600 Euro Holz im Jahr hatt sich meinen Ofen lt. den heutigen Gaspreisen nach 4 Jahren amortisiert !

Oder hab ich einen denkfehler ?

Danke vorab !

Gruß Steffen
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Beitragvon Thomas Heufers » 24.11.2008 14:19 Uhr

Mir selber sind Bauern bekannt, die das Holz lieber für gutes Geld verkaufen und ihren eigenen Wärmebedarf mit ihrer Ölheizung decken. Sie bekommen so gutes Geld für das Brennholz von Ihren Kleinabnehmern, dass es sich nicht lohnt, es für den Eigenbedarf zu verbrennen.

Umgangssprachlich sagt man ja gern "Du, dummer Bauer", aber so dumm ist der Bauer nicht.
Wer heute das Brennholz unter dem Preis von Heizöl verkauft, dem ist entgangen, dass Energie ein knappes Gut ist.

Das Schöne am Holz ist seine nachwachsende Eigenschaft, weshalb man in Deutschland den Primärenergiefaktor als besondere Kennzahl positiv bewertet.

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon amron » 24.11.2008 22:31 Uhr

Hallo Thomas!
Einen Kaminofen haben wir jetzt schon im "alten" Haus und nutzen ihn täglich den ganzen Winter hindurch. Dadurch und mit zwei Solarfeldern fürs Brachwasser kommen wir auf einen monatlichen Gaspreis von z.Z. 38,- bei einem Niedrigenergiehaus (95 Jahresenergiebedarf). Im neuen Haus ist der gesamte Keller nur über die WP zu beheizen, deshalb die Überlegung mit der Wasserführung. IM OG werden wir auf alle Fälle wieder einen Kamin haben, allein schon wegen der angenehmeren Wärme als vom Boden her. Eine Berechnung brauchen wir nicht, da wir nicht mit Fördermitteln finanzieren. Aber das Haus (Bungalow mit jeweils 115qm Wohnfläche) wird etwa einen Jahresprimärenergiebedarf von 85 kw haben. Eine Belüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung kostet laut Architekt immens viel, da es so weite Wege gibt. Außerdem wird auch die von Strom betrieben, den wir teuer bezahlen, da wir nur atomfreien und damit nicht subventionierten Billigstrom benutzen. Also würde sich unter diesen Gesichtsprunkten eine Wasserführung vielleicht doch lohnen. Trotzdem die Frage: Was kommt denn an Mehrkosten auf uns zu? Abgesehen von Schornstein, den wir sowieso haben, ist der Kaminfeger teurer als bei einem "normalen" Ofen? Wegen der WP werden wir auch von vornherein einen großen Pufferkombispeicher haben (1000l), braucht der Ofen noch etwas Besonderes, um ihn daran anschließen zu können?
Gruß Norma
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Beitragvon Thomas Heufers » 25.11.2008 08:37 Uhr

amron hat geschrieben:Eine Belüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung kostet laut Architekt immens viel, da es so weite Wege gibt. Außerdem wird auch die von Strom betrieben, den wir teuer bezahlen, da wir nur atomfreien und damit nicht subventionierten Billigstrom benutzen.
Es gibts auch dezentrale, kontrollierte Frischluft-Wohnraumlüftungsanlagen mit hohem Wärmerückgewinnungsgrad (~ 90 %).
http://energie-effizientes-haus.de/Daten/inVENTer.pdf
Hier ist kein Kanalverlegeaufwand erforderlich. Vorteil hierbei ist der geringe Strömungswiderstand (höherer Strömungswiderstand = höherer Verbrauch) und die einfache Installation, nachrüstbar im Altbau und Bestandsbau. Die Energiekosten für den Luftwechsel sind imaginär, die Energieeinsparungen und die optimale Frischluftversorgung in der kalten Jahres sind unschlagbare Vorteile.
amron hat geschrieben:Also würde sich unter diesen Gesichtsprunkten eine Wasserführung vielleicht doch lohnen. Trotzdem die Frage: Was kommt denn an Mehrkosten auf uns zu? Abgesehen von Schornstein, den wir sowieso haben, ist der Kaminfeger teurer als bei einem "normalen" Ofen? Wegen der WP werden wir auch von vornherein einen großen Pufferkombispeicher haben (1000l), braucht der Ofen noch etwas Besonderes, um ihn daran anschließen zu können?
Gruß Norma
Die Mehrkosten für einen zusätzlichen wassergeführten Kaminofen guter Qualität (sauberer, rückstandsfreier Brand & hoher Wirkungsgrad) mit Pufferspeicher (700 Liter) liegen etwa bei 7 - 9.000 Euro ohne Abgasführung. Ich gehe davon aus, dass ein Schornstein vorhanden ist, ansonsten muss die Erstellung des Kamins noch dazu gerechnet werden.

Wenn die Wärmepumpe mit der Peripherie dafür ausgelegt ist, kann man sie auch ohne Pufferspeicher betreiben. Es gibt auch Wärmepumpensysteme mit einem Pufferspeicher, der Puffer dient zur Taktsenkung, da zu häufiges Takten die Lebensdauer der Wärmepumpe verkürzt. Das ist immer abhängig vom Systemlieferanten und sollte mit dem Hersteller abgestimmt sein. Speziell die Frage des Holzofens sollte mit dem Hersteller abgestimmt werden. Die werden Dir schon was dazu sagen.

Gruß

Thomas Heufers


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