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Tappi
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Beitragvon Tappi » 20.07.2008 18:39 Uhr

Hallo,

ich mache zur Zeit Überlegungen meine Ölheizung gegen eine Wärmepumpe auszutauschen
Es gibt ja auf verschiedenen Seiten der Hersteller verschieden Rechner.
Beim jetzigen Ölpreis von 0,98c sollen Einsparungen um die 60% bei Luft/ Wasser,und bis zu 75% bei Sole/Wasser möglich sein

Sind Einsparungen in diese Höhe erreichbar?

Es geht um ein EFH Bj.94 150m/2 Heizkörper in allen Räumen,Fußbodenheizung unten komplett,oben nur Bad. Die FB ist ein separater Heizkreis und wird über einen elektrischen Mischer gesteuert.

und angeschlossene Wohnung Bj.2004 Heizkörper komplett,FB über RTL Thermostate auch alle Räume, ca 50m/2

Warmwasseraufbereitung nur für das EFH und 2 Personen ist im Verbrauch mitgerechnet
Durchschnittlicher Ölverbrauch des EFH über 10 Jahre 1840l pro Jahr,der Wohnung 380l pro Jahr
In den letzten 3 Jahren also 2220l im Durchschnitt

Aufgrund der niedrigeren Investitionskosten habe ich erstmal eine Luft/Wasser Pumpe im Auge
Von Golden Energy habe ich einen ungefähren Anschaffungspreis von 22000.- für eine 12KW Pumpe bekommen.Das erscheint mir um einiges zu hoch.

Ich habe im Internet Wärmepumpen von namhaften Herstellern gefunden die bei 10KW alle so um die 12000.- liegen.Dabei ist schon die Steuerung und auch ein Speicher.Der Anschluß sollte ohne Probleme an die vorhandene Anlage möglich sein.

Ich bin der Meinung das ich mit 15000.- hinkommen sollte.Liege ich dabei falsch??
Betonsockel und Graben von der Wärmepumpe zum Haus könnte ich in Eigenleistung erbringen

Was wäre eure Empfehlung?
Liege ich mit 15000.- falsch ?
Bei Sole/Wasser würde ich von mind.22000.- ausgehen

Gibt es große Unterschiede bei der Leistungsausbeute bei den verschiedenen Herstellern?

Ich weiß auch noch nicht so recht an wen ich mich für ein Angebot wenden soll.An meinen Heizungsbauer? Hat zumindest Heizungsbau oder ähnliches studiert

linde62
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Beitragvon linde62 » 20.07.2008 19:27 Uhr

Moin moin,

habe aktuelles Angebot von Golden Energy für 12,5 KW LWP über 14.800€ Brutto ohne Einbau.

mathias
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 20.07.2008 19:50 Uhr

Der Ersatz einer Ölheizung durch eine Wärmepumpe sollte wohl überlegt sein. Eigentlich kommt man nicht an einer energetischen Verbesserung der Gebäudehülle vorbei.
Bitte lass Dir Vergleichsrechnungen von den Wärmepumpen-Anbietern vorlegen und frag doch einfach 'mal, ob sie Dir das schriftlich und explizit für Deinen Fall bestätigen können.
Wärmepumpen benötigen ein niedrige Vorlauftemperatur, und daran scheitert es im ungedämmten Altbau.
Eine Flächenheizung (Fußboden-, Wand oder Deckenheizung) ist für den energieeffizienten Einsatz einer Wärmepumpe unabdingbar.

Wärmepumpen-Checkliste - Empfehlungen für Planung, Ausführung und Betrieb
http://energie-effizientes-haus.de/Daten/Planung,%20Durchfuehrung,%20Betrieb%20von%20Wae rmepumpen-Heizungsanlagen.pdf

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon GMil » 20.07.2008 22:47 Uhr

Thomas Heufers hat geschrieben:.....Wärmepumpen benötigen ein niedrige Vorlauftemperatur, und daran scheitert es im ungedämmten Altbau..........
Gruß

Thomas Heufers


Das stimmt so nicht mehr, seit die Mod-Split-Anlagen am Markt sind. Golden Energy ist hier ein Beispiel. Allerdings würde ich im ungedämmten Altbau mit Radiatorenheizung (bei mir sind es sogar nur Radiatoren, ohne FBH) nicht mit einer Einsparquote von 60 % rechnen, sondern nur mit 45 - 50 % + Kaminkehrer-Ersparnis + Wartungsvertrags-Ersparnis. L/W-WPn benötigen im Ggs. zu Ölheizungen keinerlei Wartung; jeder Vertrag wäre rausgeworfenes Geld.

Das Angebot mit den 22 k€ für die GE 12,5 kW kann ich nicht nachvollziehen. Da GE m.W. Festpreise fürs Material hat (in diesem Fall knapp 15 k€ für die 12,5 kW-Anlage), an die sich alle Vertreiber halten müssen, wären das dann mehr als 7.000 € für die Montage, und das kann ich mir nun wirklich nicht vorstellen.

Ic habe vor knapp einem Jahr exakt dieses Modell von GE bezogen, und man nannte mir 2000 - 3000 € als Montage-Richtpreis bei normalen Einbauverhältnissen. (Meine Montage läßt sich nicht vergleichen, weil ich noch meine alte Ölheizung zusätzlich an den GE-Puffer angeschlossen haben wollte).
Gruß

Gerhard
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Beitragvon Tappi » 21.07.2008 21:44 Uhr

es handelt sich noch nicht um ein Angebot

GE hat noch keinen richtigen Vertrieb.Ich hatte nur nach einen ungefähren Preis gefragt.Es war auch noch niemand hier vor Ort und hat sich die örtlichen Gegebenheiten angeschaut

Besteht ein Unterschied zwischen GE und z.B. Buderus ? Kann GE mehr Wärme mit weniger Strom erzeugen?

Wie ist es mit einer Luft/Wasser Pumpe für Innenaufstellung.Ist das empfehlenswert? Wo bleibt die Abluft und welche Temperatur hat sie?

Eine zusätzliche Wärmedämmung der Außenwände kommt nicht in Frage.Wandaufbau ist jetzt 24er Poroton,12cm Isolierung 040,1-1,5cm Luftschicht und 11,5er Kalksandsteinverblender.Dachschrägen haben schon 20cm Dämmung,Spitzboden auch komplett isoliert mit 16cm,oder waren es 18cm, 035
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Beitragvon GMil » 21.07.2008 23:48 Uhr

Tappi hat geschrieben:......GE hat noch keinen richtigen Vertrieb........


Soweit ich weiß, hat GE etliche Vertriebspartner. Meiner war z. B. vor einem knappen Jahr die ENSOLUWA, die europaweit agiert, und hier im Dorf gibt es noch einen zweiten, der bevorzugt die Umgebung bedient. Der hat mir auch die Kosten genannt, die ich hier gepostet habe. Die Bruttokosten für das 12,5 kW-Modell liegen demnach SICHER unter 15 k€ (ohne Montage).

Zum Thema Wirkungsgrad ("mehr Wärme aus weniger Strom"): eine Mod-Split-Anlage wird auf jeden Fall dann bessere Werte liefern, wenn es draußen so kalt ist, daß die Constant-Speed-Anlage den Heizstab benutzen muß (modell- und konfigurationsabhängig schon ab +2 bis -5°C). Ob Die Mod-Split auch sonst besser ist, hängt von den einzelnen Modellen ab.

Geräte für Innenaufstellung benötigen sehr große Luftkanäle für Zu- und Abluft (Minimum 30 cm Durchmesser, bei manchen Modellen auch 60 x 60 cm Vierkant), idealerweise an gegenüberliegenden Hausseiten! Das ist i.d.R. aufwendig und unpraktisch, daher sollte man es vermeiden, wo es möglich ist. Nur bei extremer Lärmempfindlichkeit der Nachbarschaft etc. könnte man über Innengeräte nachdenken, deren Montage doch erheblich aufwendiger und teurer ist.

Die ausgeblasene Luft ist zwar nur 2 - 4 °C kühler als die angesaugte, aber die Luftmengen sind das Problem: eine 12,5 kW - Anlage saugt schon mal 4 bis 5 Millionen Liter Luft pro Stunde durch (!!). Ein Ansaugen aus dem -oder Abblasen in den- Innenraum würde extreme Zugluft erzeugen.

Gruß

Gerhard
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Beitragvon Michael R. » 22.07.2008 07:53 Uhr

GMil hat geschrieben:
Die ausgeblasene Luft ist zwar nur 2 - 4 °C kühler als die angesaugte, aber die Luftmengen sind das Problem: eine 12,5 kW - Anlage saugt schon mal 4 bis 5 Millionen Liter Luft pro Stunde durch (!!). Ein Ansaugen aus dem -oder Abblasen in den- Innenraum würde extreme Zugluft erzeugen.


... und im Winter kalte Luft durchs Haus jagen ist auch nicht so der Bringer, selbst wenn die Rohre gedämmt sind.
Gruß Michael
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Beitragvon GMil » 22.07.2008 23:39 Uhr

Michael R. hat geschrieben:...... und im Winter kalte Luft durchs Haus jagen ist auch nicht so der Bringer, selbst wenn die Rohre gedämmt sind.


Sehr richtig. Eine L/W-WP gehört ins Freie, am besten im Form einer Split-Anlage. Die Vorteile liegen auf der Hand: weniger Platzbedarf im Haus, weniger Lärm im Keller, keine Riesen-Mauerdurchbrüche, Luftkanäle etc., nur die KM-Rohre und das Kabel gehen durch die Wand nach draußen, perfekter Frostschutz, weil das Heizwasser im Keller bleibt usw. usw.
Gruß

Gerhard
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Beitragvon Tappi » 27.07.2008 18:40 Uhr

ich habe jetzt diese Sole/Wasser Pumpe gesehen:

Buderus Logatherm WPS K 10,6KW Kompressor Mitsubishi Scroll
incl.Pufferspeicher200l,Steuerung,185l Trinkwasser (kommt mir klein vor)

Das Gerät soll 7000.- kosten

Wenn ich dann noch die Bohrung rechne mit 8-10000.-.?? Ist nur eine Schätzung von mir
Weiß nicht warum das so teuer sein soll.Geht das auch billiger?

Dazu käme noch das aufstellen und die ganzen Anschlüsse

Für die Sole/Wasser Pumpen gibt es ja die doppelte Förderung,wenn ich das alles ausrechne komme ich vielleicht auf den gleichen Stand wie mit der Luft/Wasser Pumpe

Ich habe mir jetzt erstmal ein Buch bestellt.ABC der Wärmepumpen.Ich möchte nicht ganz dumm dastehen wenn mir ein Fachmann etwas erzählt :roll:
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Beitragvon uwendel » 28.07.2008 14:34 Uhr

Hallo,

die Luft Wasser Wärmepumpen die von den Namhaften Heizungs-Herstellern auf dem Markt sind, sind durchweg zu teuer und haben keinen sehr guten COP (Wirkungsgrad)

Kurz zum technischen Hintergrund:

Diese WP's besitzen einen Kältekreislauf mit einem Kompressor, der lediglich ein / aus geregelt ist. Das bedeutet immer 100% oder 0% Heizleistung.
Deutlich bessere COP-Werte bieten Wärmepumpen mit einem Inverter-geregelten Verdichter. Hie gibt es COP's von bois zu 5,8 !!!

Ich empfehle hier immer eine WP einzusetzen die eine größere Nennleistung hat als benötigt wird, da der COP im Teillastbereich deutlich besser ist als bei Vollast.

Ich rate deshalb von den Typen der Heizungshersteller ab, da diese sehr gute Heizungen bauen können, wogegen es sich bei einer Wärmepumpe um eine Kälteanlage handelt, was ein komplett anderes Gewerk ist.

Die Spezialisten kommen hier aus dem Bereich Kälte und Klimatechnik.

Die Preise hier liegen im Bereich von 6.000 EUR für eine 15 bis 18 kW Anlage. (zzgl. MwSt)

Schaut mal bei einem der 3 deutschen Marktführer (z.B. www.vialto.de) vorbei, mit diesen Anlagen seit Ihr bestens bedient.

Wir müssen Energie sparen, koste es was es wolle ... sooo ein quatsch!!!
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