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katrin11de
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Beitragvon katrin11de » 08.07.2008 11:39 Uhr

Hallo an alle Wissenden und Unwissenden,

ich hoffe hier auf Hilfe.
Wir haben eine Wärmepumpe von Ochsner. Es handelt sich um eine Direktverdampferanlage GMDW15.

Wir haben bereits den Antrag auf Förderung gestellt. Haben aber noch ein Ergänzungsschreiben zugeschickt bekommen. Das Problem, unser Heizungsbauer hat den COP-Wert eingetragen und nicht die berechnete Jahresarbeitszahl. Diesen Wert und die Berechnung dazu möchte die Bafa jetzt noch vorgelegt bekommen.

Und hier kommt schon meine Frage:
Wer berechnet diese Jahresarbeitszahl?
Die Heizungsfirma, Firma Ochsner oder die Planer Firma?
Die Planer Firma verweist auf den Heizungsbauer. Der Heizungsbauer ist nicht in der Lage, die Jahresarbeitszahl zu berechnen und wendet sich an den Außendienst von Ochsner. Und dieser lässt auf sich warten….

Desweitern konnte ich seit Wochen keine definitive Aussage darüber erhalten, was für ein Wärmemengenzähler eingebaut werden muss.
Wer hat hier Erfahrung und Ahnung?
Die Planer-Firma meint ein QN2,5 m3/h könnte ausreichend sein, mit einem QN3,5m3/h wären wir auf der sicheren Seite. Der Heizungsbauer hat wieder keine Ahnung und erkundigt sich bei Ochsner. Die Firma Ochsner gibt ihm die Auskunft, dass ein QN6,0m3/h eingebaut werden muss. Die Planer-Firma meint ein QN6,0m3/h wäre viel zu groß! Wer hat nun Recht?
Ich möchte auf der einen Seite natürlich keine Fehlerquelle einbauen (zu kleiner Wärmemengenzähler), aber auf der anderen Seite auch keinen überdimensionierten Wärmemengenzähler einbauen lassen. Natürlich ist es auch eine Kostensache für uns. Der große Wärmemengenzähler soll knappe 750 Euro + zusätzlich Einbau kosten. Da bräuchte ich keine Förderung mehr beantragen.
Wie bekommt man die tatsächliche Durchflussmenge heraus? Wer weiß das?
In den technischen Unterlagen habe ich folgenden Wert gefunden: Wärmeträger-Volumenstrom = 2,6m3/h . Ich weiß aber nicht, ob das diese ausschlaggebende Durchflussmenge ist.

Bekannte von uns haben eine Vaillant-Wärmepumpe. Bei der es wohl nicht nötig ist, einen Wärmemengenzähler einzubauen, da die Anlage die Wärmemenge digital anzeigt. Auch brauchte dort keine separate Berechnung der Jahresarbeitszahl vorgelegt werden.
Liegt das bei uns an der Direktverdampferanlage?
Weiß jemand, ob wir – also unsere Ochsner Wärmepumpe - vielleicht auch so eine digitale Erfassung der Wärmemenge hat – sozusagen einen eingebauten Wärmemengenzähler?

Vielen Dank schon mal....

machtnix
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Beitragvon machtnix » 08.07.2008 15:02 Uhr

Die JAZ gibt eigentlich der Hersteller vor.Die WP hat nicht der Heizungsbauer gebaut sondern die Firma Ochsner.

Nun zur Größe des Wärmemengenzählers.in meinen Unterlagen hat die WP eine Leistung von 15200Watt bei E0/W35.(Erdreich 0°C/Wasservorlauftemperatur 35°C).

Die Formel lautet: Q=m x c x deltaT

m=(Q):(c x deltaT)
m=(15200):(1,163 x 5,0°C)=2,613m³/h

Also Wärmemengenzähler Qn3,5.
Nimmst du den hier: http://www.kamstrup.de/4694/MULTICAL%20601
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Beitragvon roro » 08.07.2008 15:33 Uhr

Nur interessehalber. Handelt es sich hier um einen Neubau oder eine Sanierung. Wie viel qm, denn eine 15kW-WP ist ja riesig.
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Beitragvon gergenerdwaerme » 08.07.2008 15:42 Uhr

sorry machtnix: die JAZ gibt der Heizi an - nicht der Hersteller! Wie soll der Hersteller wissen in welchem Verlegeabstand die FB-Heizung verlegt ist, wie z.B. die geplante VL-Temperatur ausgelegt ist, wie das Haus gedämmt ist etc. etc.
Der Hersteller hat den COP-Wert anzugeben und der Heizi errechnet die JAZ.
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Beitragvon machtnix » 08.07.2008 15:52 Uhr

Sorry Herr Gergen wir machen eh schonfast alles,aber die JAZ gibt der Wärmepumpenhersteller an:
Wärmepumpenhersteller geben in der Regel eine unter optimalen Bedingungen ermittelte Jahresarbeitszahl an.
Aus wikipedia.
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Beitragvon machtnix » 08.07.2008 16:00 Uhr

Noch was Herr Gergen,
die JAZ absolut nichts mit dem Verlegeabstand der FBH zu tun.

Zitat aus dem wundrbarem Ochsner Handbuch:
Die im Laufe einer gesamten Heizperiode gelieferte Nutzenergie im Verhältnis zu der zugeführten elektronischen Antriebsenergie ergibt die Jahresarbeitszahl ß.Weiters kann zwischen der Wärmepumpen-Arbeitszahl und der (Gesamt-)Anlagen-Arbeitszahl unterschieden werden.

katrin11de
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Beitragvon katrin11de » 09.07.2008 01:04 Uhr

Erst mal Danke für die Antworten.

Es ist ein Neubau. Wir haben knappe 200m2 auf 2 Etagen verteilt, ohne Keller, aber mit z.B. beheizbarer Garage.
Ursprünglich wurde uns vom Heizungsbauer eine 14kw-Wärmepumpe angeboten, die Ochsner aber dann wohl aus dem Programm genommen hat -> deshalb die 15kw.

@ Herr machtnix :wink:
Laut Ihrer Berechnung der Größe des Wärmemengenzählers kommen Sie auf einen Wert von 2,613m³/h .
Das würde sich ja mit der Angabe aus den technischen Unterlagen (Wärmeträger-Volumenstrom = 2,6m3/h) decken. Also scheint das doch der Vorgabewert für die Durchflussmenge zu sein!?!?
Oder spielen doch noch andere Faktoren mit rein oder aus welchem Grund gibt Ochsner dann einen Wärmemengenzähler mit QN 6,0 vor???

Muss der Wärmepumpenhersteller mir die Jahresarbeitszahl angeben bzw. berechnen oder ist das hier eine kostenpflichtige Serviceleistung?

Da ja nur noch die Berechnung der Jahresarbeitszahl fehlt und diese vom Hersteller (hoffentlich) berechnet wird, müsste doch auch der Hersteller das Antragsformular mit der geforderten Jahresarbeitszahl unterschreiben!?
Bekommt man da ein richtiges Berechnungsblatt in die Hand?

Ich frag hier so detailliert, weil das bei uns alles etwas verworren ist.
Der Antrag bzw. die Fachunternehmenserklärung wurde ja bereits vom Heizungsbauer unterschrieben. Nun habe ich diese Fachunternehmenserklärung erneut von der Bafa zugeschickt bekommen. Hier muss die berechnete Jahresarbeitszahl ergänzt werden und erneut der Heizungsbauer unterschreiben.
Wir hatten sehr viel Ärger mit dem Heizungsbauer vom falsch angeschlossenem Heizstab, der die Fußbodenheizung und nicht das Warmwasser anheizen sollte,
über den Fühler der am Speicher am Kaltwasser angeschlossen wurde, so dass unsere Wärmepumpe ständig geheizt hat
bis hin zu rückverrechneten Geldbeträgen, die er uns bis heute noch schuldig ist...
Kurzum, dieser Heizungsbauer wird uns wohl dieses Ergänzungsblatt nicht mehr unterschreiben. Nun sind wir auf der Suche nach einem neuen Heizungsmenschen, der uns den Wärmemengenzähler (in der richtigen Größe!) einbaut und uns dieses Fachunternehmenerklärung mit der berechneten Jahresarbeitszahl unterschreibt.

Und das scheint gar nicht so einfach zu sein.... :(
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Beitragvon katrin11de » 09.07.2008 01:12 Uhr

... ach noch was....
genau wie hier im Forum auch Meinungen auseinander gehen, wer nun die Jahresarbeitszahl berechnen muss oder kann oder soll, werd ich im Moment auch von einem zum anderen geschickt.....

Hätte auch nicht viel gefehlt und wir hätten die EneV vom Bauantrag noch mal abändern, überarbeiten lassen müssen. Da auch hier nach den Werten für die Berechnung gefragt wurde. Unsere EneV stimmt nicht, da wir ganz andere Materialien zum Bau verwendet haben, als was der Architekt als Berechnungsgrundlagen eingesetzt hat. (z.B. Wärmepumpe anstelle Brennwertgerät, Steine mit höherer Wärmedämmung, Hohere Wärmedämmung im Dachbereich usw... )
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Beitragvon machtnix » 09.07.2008 05:26 Uhr

Zunächst einmal wie mir scheint hat der Kollege absolut keine Ahnung von dem was da macht.Die Wärmepumpe ist ja doppelt so groß ausgelegt als nötig,der spinnt ja total.
Für 200m² im Neubau benötige ich ca.8kW,dann eventuell noch die EVU Abschaltung und Warmwasser dann bin ich aber bei 10kW und dann ist Ende der Fahnenstange.

So wie ich das sehe,bekommen die größten Deppen die schönsten Aufträge.

Also ich würde dir die Fachunternehmererklärung und den Bafa Antrag auch nicht unterschreiben.Warum auch?Habe keinen Auftrag erhalten und hätte mit der Unterschrift die ganzen Garantie- und Gewährleistungenleistungen als Anlagenersteller an der Backe der ich ja gar nicht bin.

Der Wärmepumpenhersteller muß die JAZ angeben,macht meiner auch und kost auch nix.
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Beitragvon katrin11de » 09.07.2008 06:48 Uhr

@machtnix
genau die Befürchtungen hab ich auch. Das hilft mir aber leider nicht weiter.... :cry:

Der Heizungsbauer hatte uns wie gesagt die 14kw-Anlage angeboten und die Planer-Firma kam auf eine 15kw-Anlage. Wir machen Warmwasser ebenfalls über diese Wärmepumpe und natürlich haben wir auch Abschaltzeiten. Wir haben einen 800 l Trennspeicher für 4 Personen.
Tja, was soll ich dazu sagen, von 2 verschiedenen Personen wurde mir eine fast gleichgroße Wärmepumpe angeboten. Als Laie hab ich mich drauf verlassen, dass die Größe richtig ausgelegt ist. Wir haben 7 Schlaufen + 1 Schlaufe (für Warmwasser) auf ca. 450m2 Grundstück verlegt.
Durch den falsch eingebauten Fühler haben wir wochenlang 50kw Strom am Tag verbraucht. Der Heizungsbauer hat sich nicht die Mühe gemacht, zu prüfen, woran das liegt. Er wüßte nicht woran es liegt, müsste sich "mal" bei Ochsner erkundigen, außerdem wäre der Verbrauch im ersten Jahr eh höher, wer weiß, wo die Wärme hingeht, vielleicht ist ja irgendwo was nicht richtig gedämmt....usw.
Als mein Mann dann selber mal probiert hat und den Fühler am Speicher etwas höher gesetzt hat, sieh da, plötzlich lief die Wärmepumpe nicht mehr ununterbrochen. Nun haben wir einen Verbrauch von ca. 5kw am Tag. Der Heizungsbauer meinte dazu: "Ist ja schön, dass ihr es gefunden habt!" - was soll man dazu sagen?

Das ich da Probleme hab, dass mir jemand die Fachunternehmererklärung unterschreibt, merk ich grad sehr deutlich. Sie sagen es, warum auch sollte mir jemand anderes diesen Antrag unterschreiben?
Aber was machen Leute, die den Wärmemengenzähler nachträglich einbauen lassen und der Anlagenersteller nicht mehr existiert bzw. pleite ist? Haben die dann Pech gehabt?

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