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Erdwärme, Wärmepumpe, Erdkollektoren, Wasserwärmepumpen, Bohrungen, Sonden
koblenzfan
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Beitragvon koblenzfan » 06.11.2007 20:54 Uhr

Hallo zusammen,
zunächst eine kurze Vortsellung meines "Projektes": Ich (Wir) planen für nächstes Jahr den Bau eines EFH in der Nähe von Koblenz. Da ich einige "strategische" Entscheidungen gerne vorher treffen würde, würde ich gerne hier einige Meinungen bzw. Anregungen anhören.
Als Heizung kommen für uns entweder Gas mit einem zusätzlichen Kamin (aus Gemütlichkeitsgründen) oder alternativ Erdwärme, dann komplett ohne Kamin infrage, wobei mich hier zur Erdwärme (Bohrung, Grundstück für Kollektoren ungeeignet) interessiert:
1.) Gibt es jemand aus der Nähe von Koblenz, bei dem ich mir ein "laufendes" System mal anschauen kann?
2.) Gibt es bei Hanglage irgenwelche "Besonderheiten" beim Bohren (gegenüber ebenen Flächen)
3.) (Grundsätzlich) wo und wann (ich weiss, meistens halbes Jahr nach Termin :-) wird eigentlich "gebohrt" (vor, neben, oder gar unter (dem späteren) Haus.
Vielen Dank schon mal

jojo40
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Beitragvon jojo40 » 07.11.2007 10:42 Uhr

Hallo "Koblenzfan" ...

also, bei einem Neubau solltest Du sowohl aus ökologischer als auch ökonomischer Sicht fossile Energien nicht in Betracht ziehen ... Der Preis wird in den nächsten Jahren explodieren, CO2-Ausstoß wird Geld kosten!

Versuche einfach mal dich NUR mit einer Wärmepumpe "anzufreunden" !
Ob es dann Erde/Sole, Luft oder Wasser als Wärmeträger wird, dies ist unter Berücksichtigung verschiedener (Standort-) Faktoren zu berechnen.

Es gibt in Koblenz schon viele laufende Systeme, auch die Stadt Koblenz spielt hier gut mit ... (Bohren aber nur mit geologischer Begleitung ... und das ist gut so!) In MYK sieht dies etwas anders aus.
Vielleicht schreibst du mir mal genau wo du bauen willst, event. gibt es schon eine Anlage in der Nähe ... (z.B. in Metternich auf engem Raum Luft,- Wasser- und Erdwärmeanlagen)

In Hanglage zu bohren ist nicht optimal, für das Bohrgerät sollte schon eine ebene Fläche vorhanden sein, obwohl die Bohrmasten der meisten Bohrgeräte schwenkbar sind. (Ankerbohrgeräte)

Gebohrt werden kann überall, du solltest (wahrscheinlich?) von 2 Bohrungen ausgehen (richtet sich nach der geforderten spezifischen Entzugs (Kälte) Leistung), berücksichtige aber folgendes:

Der Abstand der Bohrpunkte sollten mindestens 10% der Bohr tiefe betragen, mehr ist besser. Also bei zwei Löchern von 50 m Tiefe Abstand der Löcher min. 5 Meter, bei 80 Meter Tiefe Abstand min. 8 Meter. Dann gilt in RLP das vom Nachbargrundstück mindestens 5 Meter Abstand gehalten werden muss, dies gilt aber nicht bei Straßen.

Oft ist es besser schon vor dem Hausbau bohren zu lassen und die Bohrlöcher erst nach der Rohbauerstellung anzuschließen ... aber wie gesagt solche Dinge sollten von kompetenten Personen vor Ort geklärt werden. Es kann also nach Einhaltung der Vorschriften überall auf dem Grundstück gebohrt werden.

Bohrfirmen sollten nach DVGW 120 zertifiziert sein, Geologe ist empfehlenswert (gar nicht so teuer) , genaue Beratung vorher ein Muss! Immer mehrere Angebote einholen, wenn möglich Ausschreibungstext schon vorgeben um besser vergleichen zu können, dies kann sehr viel Geld sparen!

Melde dich einfach mal, vielleicht kann ich helfen.

Gruß JoJo
www.wsgro.de.vu/

Gespartes Wissen ist kein gespartes Geld !
der Geologe
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Beitragvon der Geologe » 07.11.2007 10:55 Uhr

Moin!

Zu 1. keine Angabe

Zu 2. wie "hängig" ist denn Hanglage :wink: ? Man sollte halt mit dem Bohrgerät die Bohransatzpunkte anfahren können, das Bohrgerät in Betriebsposition bringen können und das Bohrteam sollte einigermaßen standsicher arbeiten können. Im Zweifelsfall sagt die Bohrfirma was geht und was nicht.
P.S. Hanglange: evtl. Rutschungsgefährdet?

Zu 3. Wo: da wo das Bohrgerät hinkommt, wo Platz zum Arbeiten ist und wo das ganze Gerät hinpaßt. Bei der Lage der Bohrpunkte beachten: Mindestabstände zwischen den Sonden (meist 5-6 m) und geforderte Grenzabstände zum Nachbarn (meist 3 oder 5 m – je nach unterer Wasserbehörde).
Wann: je nachdem wann man an die geplanten Bohrpunkte am besten drankommt.
Im Zweifelsfall sollte die Anlage so rechtzeitig fertig sein, dass man damit auch nach Einzug heizen kann… :wink: Wenn wenig Platz vorhanden ist (siehe: Punkt Wo: ) kann die Bohrung(en) auch unter dem späteren Haus liegen.

Ein erster Blick in diese Karte kann auch nicht schaden:
Link zur Karte


Gruß, Thomas


PS: in welchem Ort soll denn das Häuschen stehen?
koblenzfan
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Beitragvon koblenzfan » 07.11.2007 20:18 Uhr

zunächst danke für die Antworten,

das Häuschen wird nicht in Koblenz, sondern in der Verbandsgemeinde Vallendar, genauer in Cuba (bzw. Weitersburg :-)) stehen.
Vielen Dank schon mal für die Antworten

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