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forbi
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Beitragvon forbi » 12.06.2007 20:39 Uhr

Hallo!
In unserer Eigentumsanlage (4-gesch. MfH mit 12 Parteien) aus 1973 soll die zentrale Ölheizung erneuert werden.

Bei den eingehenden Kostenvoranschlägen und Tipps gehen die Expertenmeinungen auseinander. Wen wundert's :lol:

Die Meisten empfehlen "wegen der Einfachheit halber" Öl-Brennwert,
einer wegen "des besseren Wirkungsgrades" Gas-Brennwert
und einer wegen "der immer noch ausreichenden Technik" eine klassische Ölheizung!

Die klassische Ölheizung wird wohl -hier im Forum als Steinzeit eingestuft- nicht in Frage kommen.

Aber, wie gravierend sind die Unterschiede zwischen Öl- und Gasbrennwert-Technik?
Wie sieht's mit der Sicherheit bei Gas aus; irgendwie errinnert man sich immer an die Tagesschaubilder einer Hausruine :roll:

Für hilfreiche Worte wäre ich sehr dankbar!
Gruß, Friedel

Voller
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Beitragvon Voller » 13.06.2007 11:40 Uhr

Hi,
ich habe in meinem EFH seit 30 Jahren Gas Zentral.
Sauber, energiesparend, Umwelverträglich!
Das einzige Problem könnte der Lieferant sein, denn den Lieferanten sowohl
für Flüssiggasbehälter als auch zentrale Installation kann man nicht beliebig aussuchen wie einen Heizöllieferanten.
Irgendwie ist das immer noch monopololistisch, auch wenn das angeblich gesetzlich ausgeschlossen sein soll.
Von der Sicherheit gibt es insbesondere bei Neuinstallation NULL bedenken.
Alle Ruinen sind Ergebnisse von Manipulationen.
Die Gasleitungen liegen eh überall und wenn ein Dussel die ausbaggert und dabei explodiert, fliegt auch das Haus mit hoch, das eine Ölheizung hat.
Du hilfst mir ... ich helfe dir!
Ich bin EDV-Profi
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Beitragvon fathomas » 13.06.2007 16:52 Uhr

hallo forbi,

für die neue heizung empfehle ich auf jeden fall eine erdgas-brennwertheizung einzubauen.
1. besserer wirkungsgrad, mind. 5 bis 8% 2.weniger schadstoffe,
3. günstigere investition, mind. 30 % 4.platzgewinn durch wegfall heizöltank.
eventuell mit solarer warmwasserbereitung verbinden.
sicherheit bei erdgas absolut gegeben, sehr viele sicherheitseinrichtungen im gashausanschluss und im brennwertgerät . flüssiggas keine so gute alternative, ca 30 bis 40 % teuerer in den heizkosten, tank notwendig.
mein rat, heizung und gebäude von einem gebäudeenergieberater energetisch untersuchen lassen.
fathomas
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Beitragvon bernhard geyer » 14.06.2007 06:46 Uhr

Den Rat von fathomas bezüglich Energieberater kann ich nur zustimmen. Jedoch Achte darauf einen unabhängigen zu bekommen (so das die Empfehlung nicht so kommt wovon dieser in seiner evtl. anderen Tätigkeit am meisten davon hat.

Als Alternative Energiequellen wären noch Holz in all seinen Arten, und Wärmepumpe. Jedoch ohne Energieberater sollte sowas nicht ausgewählt werden.
Eric Heiligenstein
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Beitragvon Eric Heiligenstein » 14.06.2007 09:27 Uhr

Hallo Forbi,

verlassen Sie doch mal die Steinzeit und anstatt in einen Gasanschluß investieren Sie in thermische Solarkollektoren !

Es gibt soviel Förderung wie mit keinem anderen System und die KWh von der Sonne sind dauerhaft kostenlos.

Gekoppelt mit einer WP bringen die das Haus sogar sicher und komfortabel durch den Winter (geeignete Dachflächen vorausgesetzt). Die WP kann auch mit den Leistungen auf einem niedrigen Temperaturniveau das die Kollektoren im Winter liefern etwas anfangen - d.h. zum ersten Mal arbeiten die thermischen Kollektoren auch im Winter heizungsunterstützend - jeden Tag - und im Sommer überhitzen sie nicht mehr.

Die thermischen Solarkollektoren ersetzen in unserem System die Tiefenbohrung, deshalb ist es genehmigungsfrei und kann praktisch überall eingesetzt werden.

Das Konzept und eine unverbindliche Vorplanung bekommen Sie unter www.******.de.

Gruß

Eric
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Beitragvon fathomas » 14.06.2007 17:23 Uhr

hallo forbi,

und nun nochmal ganz sachlich an die moderniesierung herangehen.
also das gebäude ist bj 73 mit 12 wohnungen wohl ca 70 bis 80 m² / wohnung
das sind wohl ca 100 bis 130 kw heizlast. damit eignet sich nicht jedes gebäude für eine wp gekoppelt mit solar. die investitionskosten werden dementsprechent hoch, dass sich eine wirtschaftlich nicht darstellen lässt, es sei denn, ein verkäufer rechnet mit seinen zahlen dir etwas anderes vor. nichts gegen solar oder wp wo's auch passt. diese investionskosten würde ich lieber in die gebäuedämmung ev. Fensterernuerung dachdämmung usw investieren, dann kommt man vom hohen wärmebedarf herunter und die heizkosten halten sich auch in der zukunft im rahmen.
übrigens die "steinzeitheizung" erdgas-brennwert hat 98 % wirkunsgrad und wird ca 400 000 mal pro Jahr eingebaut. wp ca 30 000 bis 40 0000 stück/ jahr.
förderung erdgas gibt's bestimmt auch vom versorger und wenn ihr ein niedrigenergiehaus daraus macht zuschüsse von der kfw-bank .
über all das kann eigentlich nur ein unabhängiger gebäudeenergieberater rat geben.
gruß fathomas

fathomas
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Beitragvon TheK » 14.06.2007 17:27 Uhr

Mit Steinzeit war wohl Öl _ohne_ Brennwert gemeint (ja, einige Leute meinen, auch sowas wäre noch zeitgemäß...). Ich würde aber auch sagen: Gas-Brennwert und weiteres Geld in Dämmung stecken - evtl. auch erstmnal dämmen, dann neue Heizung - von wann is die?
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Beitragvon Eric Heiligenstein » 14.06.2007 17:46 Uhr

Hallo Fathomas,

sicher geben Sie ihre Empfehlung nach bestem Wissen. Allerdings habe ich Zweifel das Sie wirklich nachgerechnet haben.

Bisher haben sich nur sehr wenig Menschen mit WP/Solar/Niedertemperaturspeicher in der Größenordnung wirklich auseinandergesetzt, noch weniger haben die Erfahrungswerte um den Nutzen zu berechnen.

Nach unseren Erfahrungen ist so ein System mit 50% solarem Deckungsgrad und ergänzend der WP energetisch vollkommen unschlagbar (auch bei 40% Deckungsgrad). Schauen Sie doch mal bei www.seysol.de wieviel Leistung man mit dieser Kombination "vom Dach" holt. Die Kollektoren werden viel wirksamer genutzt als in bisherigen Systemen.

Die etwas höhere Anfangsinvestition hat man in der Regel gerade bei diesen Größenordnungen viel schneller drin als bei einem Einfamilienhaus. Die dauerhaft kostenlosen KWh von der Sonne bringen das Geld dann sehr schnell wieder rein !

Die möglichen Förderungen sind ebenfalls sehr hoch, das BAFA hat gerade ein Sonderprogramm für Mehrfamilienhäuser mit mehr als 3 Wohneinheiten und großen Solarflächen (>40 qm) laufen.

Das Ganze ist auch noch äußerst langlebig und wartungsfreundlich weil die WP viel weniger Betriebsstunden läuft und die Kollektoren nie überhitzen.

Es ist eben nur noch relativ unbekannt.

Gruß

Eric
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Beitragvon machtnix » 14.06.2007 20:11 Uhr

Hallo forbi,
wie immer sollte man das natürlich wirtschaftlich betrachten.

Wenn die Öltanks sowieso schon vorhanden sind und diese auch noch in Ordnung sind,(vielleicht mal prüfen lassen),dann würde ich wohl wieder eine Ölheizung empfehlen.Ob es denn tatsächlich Brennwert sein muß,laß ich mal dahingestellt,lobenswert wäre es natürlich schon.

Allerdings muß man in dieser Größenordnung schon suchen.
Mein Vorschlag wäre es einen normalen Heizwertkessel zu nehmen und diesen über einen Abgaswärmetauscher zu fahren.
www.carbonizer.de oder von Schraeder den HydroCube,http://www.schraeder.com/produkte/HydroCube_AWT/HydroCube_AWT.html

Nur mal so ein Gedanke.

Falls der Öltank eventuell nicht mehr durch die Prüfung kommt,sollte man eventuell auch einmal über eine Pelletsheizung nachdenken.

Gas wäre wohl das einfachste,hier wrde ich aber mal bei meinem örtlichen Gasversorger nachfragen was der Gasanschluß ins Haus kostet.
Folgekosten nicht vergssen,Zählermiete!

Im übrigen gibt es auch bei www.vollbrennwerttechnik.de sehr gute Informationen.

Auch Zuschüsse in NRW mal abfragen,www.förderdata.de

Viel Erfolg!
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Beitragvon machtnix » 14.06.2007 20:14 Uhr

Hallo forbi,

vielleicht auch nochmal diese Seiten lesen und nachdenken und dann entscheiden:
http://www.peakoil.de/

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