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Beitragvon Duc-Surf » 25.04.2021 21:20 Uhr

Hallo zusammen,

Wir haben einen kleinen Bach, (mit Wasserrecht) der durch unser Grundstück fließt. Den Bach kann ich mühelos anstauen und kann mindestens ein KG Rohr DN 100 füllen um die Kraft zu nutzen.
Da es relativ viel Wasser aber nur wenig Fallhöhe ( 0,5m ) gibt, favorisiere ich das Wasserwirbelkraftwerk.

Ich möchte die Wasserkfraft lediglich dazu nutzen, um unsere Heizung elektrisch zu unterstützen ( Stab-Eöektroerhitzer im Pufferspeicher ).

Wie lege ich das Kraftwerk richtig aus? Die tatsächliche Wassermenge kann ich leicht messen. Allerdings weiss ich diverse andere relevanten Größen noch nicht.
Wie berechne ich den Durchmesser des "Gefäßes"? Wie tief muss das Gefäß sein?
Welche Abflussöffnung ist notwendig?

Vielen Dank für eure Tips und Anregungen!

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Beitragvon energieprojekt » 26.04.2021 06:30 Uhr

Guten Morgen Surf Duc,
Der Ablauf kommt erst so ziemlich an letzter Stelle.
Zuerst solltest du mal die Grundlagen ermitteln.
Um überhaupt einen Betrieb zu ermöglichen brauchst du relativ große Mengen (500-1000 l/s), gibt dies dein "kleiner Bach" her ?
Dann stellt sich die Frage ob sich der Aufwand für aufstauen und Erdarbeiten bei einem relativ geringen Wirkungsgrad lohnt (das wäre aber nur der wirtschaftliche Aspekt).
Welche Strommenge strebst du denn an ?
Ausserdem solltest du im Vorfeld schauen ob du eine Genehmigung zur Stromerzeugung bekommst, dies ist nicht automatisch der Fall auch wenn du die Wasserrechte hast.
Ansonsten empfehle ich dir diese Seite:
http://www.wasserwirbel-kraftwerk.de/
Gruß Udo von www.energieprojekt.biz
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Beitragvon Duc-Surf » 26.04.2021 18:15 Uhr

Hallo und danke für die schnelle Antwort.

Das anstauen ist ohne Erdarbeiten möglich. Der Bach fließt zwischen zwei hohe Mauern, an denen bereits Stahlschienen angebracht sind, durch unser Grundstück. Ich kann für Testzwecke dort einfach starke Holzbretter einlegen und das Wasser in ein Rohr leiten.
Wenn alles funktioniert würde ich das natürlich massiver ausführen.

Die Leistungsabgabe / Herstellung ist für mich zweitrangig. Ob nun 500w oder 3kW spielt eine unwesentliche Rolle. Ich möchte nur die "vorbeifließende" Energie etwas nutzen und unsere Ölheizung elektrisch unterstützen. Wenn ich also die Anlage mit geringen Kosten / Aufwand bauen kann, dann sind für mich auch 500w in Ordnung.

Wie groß meinst, müsste solch ein Kraftwerk sein um die 500w zu erreichen?
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Beitragvon rosebud » 27.04.2021 08:18 Uhr

Ein wenig Physik: 500 W sind rund 50 kgm/s, also 50 l Wasser pro Sekunde bei einer Fallhöhe von 1 m. Bei 50 cm Fallhöhe sind 100 l/s nötig, das sind 360 m3/h. Nimmt man einen Wirkungsgrad der Turbine von zwei Drittel an, kommen wir auf 540 m3/h.
Ein Rohr DN100 ist nach BREEAM nur bis zu 33 m3/h zu empfehlen, da dann der Druckverlust höher wird als 1 cmWS/m.
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Beitragvon energieprojekt » 29.04.2021 07:03 Uhr

ein paar technisch/ physikalische Grundlagen hat dir ja rosebud schon gegeben.
Was die Auslegung betrifft wirst du merken das sich die Natur leider nicht immer an den Berechnungen hält da diese nicht statisch ist....
Dann einfach mal schauen wie es mit den jahreszeitlichen Wassermengen aussieht.
Ich nehme an das du tendenziell mehr Energie in Herbst/Winter brauchst, wie sieht es da mit der Wasserversorgung aus ?

Mit deinem 100er Rohr wirst du nicht hinkommen, also hier schon größer wählen.

Und nur so am Rande vielleicht bekommst du die 500/1000 Watt nicht günstiger mit anderen "Naturnahen" Energieerzeugungsanlagen hin ?

udo von www.energieprojekt.biz
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Beitragvon Duc-Surf » 29.04.2021 20:01 Uhr

Hallo,

Danke für eure Tips und Hinweise.
Die Wassermenge werde ich wohl nicht erreichen können. Für eine Peltonturbine habe ich zu wenig Fallhöhe.
Anbei mal ein Foto von der Umgebung damit ihr die Ausgangssituation kennt.... habt ihr andere Ideen die Wasserkraft zu nutzen?

Die von Udo angesprochene Wind - oder Sonneenergie können wir ausschließen da wir in einem recht schattigen Tal wohnen.

Viele Grüße


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