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notsomuch
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Beitragvon notsomuch » 22.03.2021 15:01 Uhr

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Hallo,

ich bin bei meiner Recherche auf dieses Forum gestoßen und hoffe sehr auf eine Antwort für ein energietechnisches greenhorn. :wink:

In meiner Mietwohnung wurde ein neuer Durchlauferhitzer der Firma Vaillant eingebaut - Modell "electronicVED pro" (VED 21/7B).

Mir liegt zwar die Betriebsanleitung vor, sie beantwortet mir aber leider aufgrund nur rudimentärer Kenntnisse nicht die anstehenden Fragen:

1. Man kann das Gerät entweder auf 35°C oder 55°C einstellen.
Ist es richtig, dass sich die angegebene Leistung von 21 kW auf die 55°C-Einstellung bezieht?

Ich möchte gerne - möglichst genau - wissen, welchen Verbrauch man bei der 35°C-Einstellung hat!

Wenn mir das jemand beantworten würde, würde ich mich riesig freuen - und bitte für einen Laien verständlich! :oops:

Super wäre eine Angabe des Verbrauchs pro Stunde!


2. Zudem gibt es noch das Energielabel, auf dem ein Verbrauch von 470 kWh/Jahr angegeben ist.

Was wurde dabei zugrunde gelegt??
Wieder die 55°C - und welche Zeit?

Vielen Dank im voraus!
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energieprojekt
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Beitragvon energieprojekt » 22.03.2021 15:31 Uhr

Hallo notsomuch,
willkommen hier auf Energieportal24.de.
So einfach sind die Fragen nicht zu beantworten.
Einfacher ist die zweite.
hier werden irgendwelche theoretischen Werte angenommen welche mit der Realität wenig zu tun haben.
Zum einen wird niemand dauerhaft 55C° nutzen also demnach beimischen was Energievernichtung relativ nah kommt.
Dann wird ein angenommenes Nutzerverhalten selten etwas mit der Realität zu tun haben (Vergleichbar mit Verbrauchsangaben bei den KFZ-Herstellern).

Zu deiner ersten Frage, hierzu müsste man wissen mit welcher Leistung der Durchlauferhitzer läuft.
Dann hast du noch eine andere wichtige Größe und zwar die Eingangstemperatur. Je niedriger diese ist umso mehr Energie muss zugeführt werden um die gewünschte Zieltemperatur zu erreichen.
Ohne belastbare Angaben kann man auch kein Ergebnis erwarten.

Und ja die 55°C beziehen sich auf 21 KW

gruß udo von http://www.energieprojekt.biz
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Beitragvon notsomuch » 22.03.2021 15:48 Uhr

energieprojekt hat geschrieben:Zu deiner ersten Frage, hierzu müsste man wissen mit welcher Leistung der Durchlauferhitzer läuft.


Vielen Dank Udo für deine schnelle Antwort!

Wenn du mir jetzt bitte etwas auf die Sprünge helfen könntest...?
Was ist mit "Leistung, mit der der DE läuft..." gemeint? :oops:
Ich stelle natürlich gerne alles an Infos zur Verfügung - ich muß es nur verstehen.

Mit "Eingangstemperatur" meinst du die Wassertemperatur, bevor sie erhitzt wird?
Gerne eine Durchschnittstemperatur...wie hoch wird sie jetzt wohl zirka sein? Und im Hochsommer sicherlich etwas höher... :D
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Beitragvon energieprojekt » 22.03.2021 17:19 Uhr

Hallo Notsomuch,
ich versuche es einfach zu erklären.
Also da dein Durchlauferhitzer ja mit einer Dreistufenschaltung ausgestattet ist wir er im Teillastbereich auch nicht mit 21 KW arbeiten.
Um nun den Stromverbrauch zu ermitteln müsste man wissen wie hoch die Leistung in der jeweiligen Stufe ist.
Die Eingangstemperatur kann je nach Bauzustand und Einspeisepunkt irgendwo zw 6 und 12 °C liegen.
Wenn du eine Zieltemperatur von 35°C wünschst liegt die Erhöhung demnach bei 23 bis 29 Kelvin.

Udo von www.energieprojekt.biz
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Beitragvon notsomuch » 22.03.2021 18:05 Uhr

energieprojekt hat geschrieben:Hallo Notsomuch,
ich versuche es einfach zu erklären.


Ich muß leider schreiben - Versuch misslungen, einfach ist anders. :cry:

1. Was für eine Dreistufenschaltung?

2. Was ist ein Teillastbereich?

3. Aha - Herr Kelvin? Was macht der hier?

Sorry, evtl. habe ich das Forum hier falsch aufgefasst?
Ich bin nicht davon ausgegangen, dass hier ein gewisser Fachjargon/ein bestimmter Wissensgrad Voraussetzung ist - zumal ich eingangs deutlich darauf hinwies, dass ich absoluter Laie bin.
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Beitragvon rosebud » 22.03.2021 21:01 Uhr

Frage 1: Weil das gute Stück an Drehstrom angeschlossen ist, also an drei Phasen, hat es drei voneinander unabhängige Heizelemente. Um die Leistung zu regeln mit dem Ziel, eine von EintrittsT° des Wassers und Durchfluß einigermaßen unabhängige AustrittsT° zu erhalten (z.B. 38 °C für die Dusche), werden nur soviel Heizelemente betrieben wie nötig. Entsprechend ist die Leistungsaufnahme ein Drittel, zwei Drittel oder drei Drittel der nominalen Leistung.
Ist das verständlich?
Frage 2: Teillastbereich ist, wenn der DLE mit einem oder zwei Drittel der Leistung betrieben wird. Ist das verständlich?
Frage 3: Die physikalische Maßeinheit Kelvin (benannt nach dem englischen - heute nordirischen - Physiker Lord Kelvin) wird vorrangig benutzt, um T°differenzen zu bezeichnen. Der Unterschied z.B. zwischen 20 °C und 30 °C beträgt 10 Kelvin (K). Die Maßeinheit wird auch benutzt, um T° mit dem Bezug zum absoluten Nullpunkt 0 K entsprechend -273,14 °C zu kennzeichnen. Wasser gefriert demnach bei 273 K (die Nachkommastellen lassen wir weg) und siedet bei 1 bar Luftdruck bei 373 K.
Ist das verständlich?

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Beitragvon energieprojekt » 23.03.2021 06:34 Uhr

Guten Morgen notsomuch,
ich versuche es auch noch einmal deutlicher zu machen.

Der Dreistufenschalter ist (im deinem Fall) der schwarze Drehschalter an der Vorderseite des Durchlauferhitzers. Die Funktion sollte eigentlich auch ausreichend in der Bedienungsanleitung erklärt werden (welche dir ja laut eigenen Angaben vorliegt).

Teillastbereich ist relativ einfach, du wirst nicht immer die volle Leistung abrufen eben nur einen Teil. Vielleicht am einfachsten Vergleichbar mit dem Gaspedal am Auto, auch dieses fährst du nicht ständig mit Vollgas (oder doch, aber das ist hier auch egal).

Zu deiner (etwas daneben gegriffenen) Frage nach Herrn Kelvin, einerseits von Rosebud ausreichend erklärt und zum anderen Grundwissen Physik 6 Klasse in der Schule.
Ich denke soviel "Wissensgrad" sollte man voraussetzen dürfen, zumal du ja Eingangs geschrieben hast das du es möglichst genau wissen möchtest und dazu wäre es verkehrt eine Temperaurdifferenz in °C anzugeben.
udo von energieprojekt.biz
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Beitragvon notsomuch » 23.03.2021 15:09 Uhr

Ich bin grundsätzlich dankbar, wenn mir jemand hilft - vor allem, wenn man die Personen noch nicht einmal kennt.
Es bekommt nur dann einen ziemlich faden Beigeschmack, wenn Helfende - der eine mehr, der andere weniger - dabei mehr an ihrer eigenen Profilierung interessiert sind.

@rosebud
Ja, dein Exkurs in den Drehstrom war verständlich, entsprechend natürlich auch die Beantwortung von Punkt 2.

Es war allerdings nicht notwendig, mir etwas zu Kelvin zu erklären, nur weil @energieprojekt ihn ins Spiel brachte - zu meinem Unverständnis.(warum er das tat)

@energieprojekt
"Der Dreistufenschalter ist (im deinem Fall) der schwarze Drehschalter"
Aha, nun glaubte ich grad durch rosebud´s Erläuterung das Ding mit Drehstrom verstanden zu haben - ohne zu wissen, ob es nun 1/3 oder 2/3 Leistung für meine 35°C braucht - da kommst du mit dem angeblichen "Dreistufenschalter" auf der Vorderseite meines Gerätes um die Ecke.

Aus meiner Sicht ist es nach wie vor - und wenn überhaupt - ein "Zweistufenschalter", da zum einen NUR 2 Einstellungen möglich sind - 35°C und 55°C, zudem würde ich ihn (Vaillant auch) wohl eher Temperaturwähler nennen.

Deine abschließenden Ausführungen, insbesondere deine unverhohlene Kritik an meiner "etwas daneben gegriffenen Frage", was denn "Herr Kelvin hier macht" sind unsachlich, übergriffig und unverschämt.

"Daneben gegriffen" hast zweifelsohne nur du.

Es ist mehr als unverschämt, auf (vermeintlich) fehlendes Grundwissen 6. Klasse hinzuweisen!
Nur weil du überflüssigerweise meintest, auch noch mit Kelvin beeindrucken zu müssen, obwohl es absolut müßig
bei der Beantwortung meiner Frage war, die sich nicht um Thermodynamik oder Wärmeübertragung drehte!

Und - "... wäre es verkehrt eine Temperaturdifferenz in °C anzugeben."
Hat aber nur niemand nach gefragt!

Und nur weil ich anfänglich schrieb, dass ich gerne möglichst genau wissen würde, welchen Stromverbrauch ich bei der 35°C-Einstellung hätte, nutzt du das aus, um dich hier in unnötige, unerbetene und abschweifende Auslassungen zu ergehen, die wohl nur einer Sache dienen sollten - deinem Ego.

"Möglichst genau" war doch wohl für jeden verständlich nur auf den Stromverbrauch bezogen!

Ja, vielleicht ist meine Frage auch nicht so einfach zu beantworten, wie ich mir das vorstellte und wünschte.

Aber dann wären doch wohl nur zwei erste Antworten angebracht gewesen:
Entweder die konkrete Frage nach weiteren konkreten Infos, die ich gflls. hätte nachreichen können.
Oder die schlichte Antwort, dass es - zumindest rechnerisch - nicht zu beantworten ist.
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Beitragvon rosebud » 23.03.2021 19:11 Uhr

Der T°wahlschalter sagt der Elektronik, welche T° das Wasser am Austritt haben soll. Die Elektronik schaltet Heizelemente zu und ab, um die T° zu halten.
Der Stromverbrauch ist nur abhängig von der zu erwärmenden Wassermenge und dem T°unterschied zwischen Ein- und Austritt. Ein Beispiel: Mit einer kWh erwärmt man 21,5 l Wasser von 15 auf 55 °C. Damit kann man unter der Dusche nicht viel anfangen und muß dieselbe Menge Wasser von 15 °C beimischen, um auf 35 °C zu kommen. Man hat also 43 l Wasser.
Oder: Man erwärmt das Wasser nur auf 35 °C. Mit einer kWh erhält man ebenfalls 43 l Wasser. Der Energieaufwand ist identisch.
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Beitragvon notsomuch » 26.03.2021 10:10 Uhr

rosebud hat geschrieben:Oder: Man erwärmt das Wasser nur auf 35 °C. Mit einer kWh erhält man ebenfalls 43 l Wasser. Der Energieaufwand ist identisch.


Habe ich dich richtig verstanden, dass es bzgl. Stromverbrauch vollkommen wurst ist, ob ich den Temperaturwähler auf 35°C stehen habe und beim duschen natürlich nichts beimischen muß, oder ob ich ihn auf 55°C stehen habe und beimischen muß? :roll:
Falsch, oder?

Ach ja - der Wasserdurchlauf ist grundsätzlich auf 6l begrenzt.

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