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Schymi
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Beitragvon Schymi » 15.02.2021 18:31 Uhr

Hallo

ich wohne seit 18 Monaten in einem Reihenendhaus aus dem Jahr 1967.
Wohnfläche beträgt ca. 120 qm plus ca. 40 qm Kellerräume die auch beheizt werden.
Momentan haben wir eine Niedertemperatur Vissmann Ölheizung 21 kW (29 Jahre alt).
Überall sind Heizkörper verbaut und in Wohnzimmer steht ein großer Kacheloffen, mit dem wir bis auf Gäste-WC das Erdgeschoss (ca.60 qm) im Winter beheizen.

Die Energiekennzahl liegt laut Energieberater bei 100 kWh/m2 pro Jahr.
Das Dach wurde gedämmt und die Fenster sind doppelt verglast.
Ich habe auch letzte Woche die Vorlauftemperatur knapp unter 60 Grand gesenkt um auszuprobieren, ob die Räume alle warm genug werden was auch auf jeden Fall funktionierte.

Auf dem Flachdach habe ich eine PV-Anlage mit 7,8 kWp.

Ein Gasanschluss liegt nicht im Haus, also müsste ich noch bei der Stadtwerke beantragen und kostet 2300€.
Der Energieberater riet uns zu eine Luft Wasser Wärmepumpe (von Vaillant mit 75° Vorlauftemperatur).

Was meinst ihr dazu und habt ihr Tipps und eventuel Empfehlungen für mich welche Wärmepumpe passen würde?

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Beitragvon rosebud » 15.02.2021 19:59 Uhr

Da hat man Ihnen einen Bären aufgebunden: Luft-Wasser-Wärmepumpen mit annehmbaren Arbeitszahlen liefern Wasser mit maximal 40 °C. Was darüber hinausgeht, wird haupstächlich elektrisch erwärmt. Wärmepumpen dieses Typs strecken die Waffen unter -5 °C AußenT°.
Vergessen Sie es.
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Beitragvon energieprojekt » 15.02.2021 20:08 Uhr

Hallo Schymi,
willkommen hier bei EP24.de

Nun der Ölkessel hat mit 29 Jahren sicherlich schon seinen Zenit überschritten und ein Wechsel auf was neues ist gerade bei den derzeitigen Förderprogrammen und den niedrigen Zinsen nicht die schlechteste Entscheidung.

Aber gehen wir mal etwas an die Sache ran, leider hast du uns nicht verraten wie hoch dein jährlicher Ölverbrauch ist, wie die Warmwasserbereitung erfolgt wie viele Personen das Haus bewohnen

Deswegen glaube ich mal dem Energieberater, demnach hättest du einen Energieverbrauch von 16.000 KWh/ a (dies entspricht 1.600 l Heizöl wobei hier der Anlagenverlust nicht berücksichtigt wurde).
Das wäre für eine Wärmepumpe nicht der schlechteste Wert allerdings nicht bei den Vorlauftemperaturen....
Las die mal von Vaillant den COP bei VL-60 und AT--15/ -7/ 0 / +5 und +10 nennen.
Dann gehst du her nimmst deine 16.000 KWh multipliziert mit dem Strompreis (ca 27ct/KWh ?) und teilst das durch den COP.
Dann hast du einen ungefähren Anhalt was du an Heizkosten hast.
Dies ist nicht ganz genau aber immerhin ein Anhalt.
Ich befürchte das du bei -15°C und 60° oder noch höhere VL-Temperatur hast einen COP bekommst der nicht viel über 2 liegt, dann kostet dich die KWh Wärme ca 13 ct also das doppelte deines Öls !!!. Und wenn dich dann noch ein E-Heizstab unterstützt wird es richtig teuer......
75°C Vorlauftemperatur ist nicht unbedingt das was eine Wärmepumpe gerne zur Verfügung stellt.
Deine PV-Anlage hilft dir hier leider auch nicht viel weiter, du produzierst diesen Strom ggf für ca 7 ct allerdings sehr wenig davon im Winter wenn du den Strom benötigst.....

Um zu wissen wie groß dein neuer Wärmeerzeuger sein muss wirst du anhand einer Heizlastberechnung erfahren (dies ist nich der Zettel deines Energieberaters) !
Alles andere wäre zum jetzigen Zeitpunkt Glaskugellesen und fahrlässig
Gruß
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Beitragvon Schymi » 15.02.2021 20:39 Uhr

Vielen Dank für die schnelle Antworten.

Wir sind eine vierköpfige Familie, wobei meine Kinder (2) schon Erwachsen sind und werden
in den nächsten Jahren ausziehen.
Die Warmwasserbereitung läuft auch über die Ölheizung und wir verbrauchen ca. 1500 bis 1600 Liter Öl im Jahr.

Das heißt, eine Gasheizung würde bei uns mehr Sinn machen?
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Beitragvon energieprojekt » 15.02.2021 20:46 Uhr

Hallo Schymi,
pauschal kann man das leider nicht sagen aber tendenziell würde ich bei den Eckdaten meinen Kunden keine Wärmepumpe empfehlen....
Wenn du allerdings großzügig sanierst (zb Wand- oder Fußbodenheizung um die Vorlauftemperatur zu senken) kann auch eine WP passen. Ob allerdings die Mehrkosten dafür es wirtschaftlich darstellen lassen steht auf einem anderen Blatt.
Wie gesagt eine vernüftige Planung im Vorfeld macht Sinn
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Beitragvon Schymi » 16.02.2021 09:57 Uhr

Okay, vielen Dank.

Es ist doch komplizierter als ich dachte.
Eine Fußbodenheizung habe ich nicht vor zu installieren und mit der Dämmung muss man schauen, ob es sich wirtschaftlich lohnt.

Ich dachte mit eine Vorlauftemperatur unter 60° kann ich wirtschaftlich eine Wärmepumpe betreiben.
Werde jetzt abwarten was für Vorschläge mir meine zwei Heizungsbauer geben werden.

Preislich haben die schon mal angedeutet, das eine Gasheizung ohne Förderung fast auf dem Preisniveau eine Wärmepumpe inkl. Förderung sich bewegen.
(Inklusive Öltank Entsorgung und alle damit verbundene Mehrkosten.)

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Beitragvon gergen-dv » 16.02.2021 10:00 Uhr

Du brauchst eigentlich nicht auf den Ratschlag Deiner Heizis zu warten: wie hier schon von verschiedenen Foristen gesagt wurde - eine Wärmepumpe zu installieren die 60 °C Vorlauf produzieren soll ist ein Fass ohne Boden; ein Groschengrab.
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Beitragvon energieprojekt » 16.02.2021 10:17 Uhr

Hallo Schymi,
lasse dir von deinen Heizungsbauern bitte kein X für ein U vormachen.
Deine Gasheizung ist auch förderfähig allerdings fällt der Förderbetrag deutlich niedriger aus.
udo von http://www.energieprojekt.biz
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Beitragvon Schymi » 16.02.2021 10:18 Uhr

Die 60° VT habe ich letzte Woche bei -14° ausprobiert, wie schon oben erwähnt.
Ich schätze bei milden Außentemperaturen werde ich keine 60°brauchen.
Aber wenn das so ist, dann muss ich mich doch um eine Gasheizung bemühen.
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Beitragvon Schymi » 16.02.2021 10:21 Uhr

energieprojekt hat geschrieben:Hallo Schymi,
lasse dier bitte kein X für ein U vormachen.
Deine Gasheizung ist auch förderfähig allerdings fällt der Förderbetrag deutlich niedriger aus.
udo von http://www.energieprojekt.biz


Ja, aber nur in Zusammenhang mit eine Solartherme mit Heizung-Unterstützung.
Für die Solarkollektoren habe ich leider kein Platz auf dem Dach.

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