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TorbWinter
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Beitragvon TorbWinter » 10.02.2021 10:52 Uhr

Guten Tag, wir sind gegenwärtig in der Ausführungsphase unseres EFH (Stadtvilla 200qm Wohnfläche) . Leider ist das Vertrauen zu den Generalunternehmen sowie den Fachbetrieb, welches nach gegenwärtigen Stand die Bosch Junkers Supraeco STM-80 1 installieren soll, aufgebraucht. Ich wollte hier gerne eure Meinung ersuchen ob diese EWP richtig gewählt wurde oder ob man hier auf ein effizienteres Model umschwenken sollte. Ich verfolge das Ziel die Heiz- sowie Stromkosten auf ein minimum zu halten. Es wird auch eine Photovoltaikanlage mit 8,64 KWp und 10 KWh Stromspeicher verbaut werden. Der Wärmeschutznachweis liegt mir auch vor. Aus diesen habe ich, zur besseren Beurteilung zwei Bilder den Beitrag beigefügt.
Als Laie fehlt mir leider jegliches Verständnis in dieser Sache, sodass ich über die Einen oder Andere Empfehlung sehr Dankbar bin.


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rosebud
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Beitragvon rosebud » 10.02.2021 11:52 Uhr

Es gehört verflixt viel Mut dazu zu behaupten, mit einem 8-kW-Wärmepümpchen eine Stadtvilla mit 200 m2 Wfl in Norddeutschland im Winter zu beheizen und Brauchwasser zu besorgen. Gehen Sie davon aus, daß mindestens 50% mehr Leistung, besser das Doppelte, nötig sind, wenn ein wenig Reserve vorhanden sein soll. Unter zwei Bohrungen à 150 m Tiefe wird es ebenfalls nicht laufen.

Hier im Forum tummeln sich massenhaft WP- und Energiebedarfs-Fachleute, die sich garantiert melden werden. Die wissen gewiß auch besser den verklausulierten Zahlenwust in den geposteten Berechnungen zu interpretieren.
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Beitragvon energieprojekt » 10.02.2021 16:22 Uhr

Hallo Torbwinter,
willkommen hier auf EP.24.de
Also zuerst GU sind meist nicht die beste Lösung, viele machen einen Festpreis und versuchen dann ihren Gewinn zu optimieren indem sie die ausführenden Unternehmen im Preis drücken, aber das nur am Rande.
Nun zu deinem "Häuschen",
hier muss als erstes eine vernünftige und fundierte Heizlastberechnung her. In der müssen die tatsächlichen Gegebenheiten berücksichtigt werden und nicht irgendwelche theoretischen Annahmen. Darufhin sollte die Anlage ausgelegt werden und nicht zu klein und dann mit dem Zusatz "der Heizstab wird es schon richten"......
Natürlich wird die ausgelobte WP dein Gebäude beheizen, die Frage ist nur wie und zu welchen Kosten.........
Ich kann dir nur empfehlen hier einen Fachmann zur Seite zu holen...

Dies sollte im ersten Schritt ein Energieanlagenplaner (TGA-Planer) sein der die notwendihen Berechnungen macht und das System auslegt.
Der Wärmepumpenspezialist kommt erst danach und setzt dann das geplante um.

Gruß Udo von www.energieprojekt.biz
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Beitragvon TorbWinter » 10.02.2021 16:37 Uhr

Danke erstmal für die Richtung! Ja, die Sache mit den GU... das nächste BV wird anders.

Der berechnete Wert bei Transmissionswärmeverlust ist 0,19 W/m²K
Kann man hier grob sagen/schreiben ob die EWP wirtschaftlich ist?
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Beitragvon energieprojekt » 10.02.2021 17:17 Uhr

der Transmissionsverlust hat in dem Falle wenig mit der wirtschaftlichkeit der WP zu tun.
Die dort angegebenen Werte zum Verbrauch möchte ich erst einmal bezweifeln.... (sind ja aber auch nur ein Teil der gesamten Unterlagen)
Udo von www.energieprojekt.biz
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Beitragvon gergen-dv » 11.02.2021 16:52 Uhr

rosebud: es gehört aber auch verflixt viel UNKENNTNIS dazu zu behaupten, dass eine 8 kW WP die 200 qm Wohnfläche NICHT beheizen könnte.
Ich habe ein Wohnhaus realisiert mit 185 qm beheizter Fläche, 9,9 kWp PV Anlage, einem Batteriespeicher von 6 kW und einer 6,62 kW-DIREKTVERDAMPFER-Wärmepumpe.
Mit dieser ungewöhnlichen Technik solltest Du Dich, Torb Winter, mal näher auseinandersetzen - es lohnt sich für Dich. Bilder kann ich Dir gerne zusenden.

Direktverdampfer bestehen aus im Garten vergrabenen Kupferrohren (in lediglich einem Meter Tiefe verlegt) und einer außen aufgestellten Wärmepumpe.

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Beitragvon gergen-dv » 11.02.2021 16:54 Uhr

Torb Winter: habe gerade gesehen, in meinem Beitrag ist die falsche E-Mail-Adresse aufgeführt. Du erreichst mich unter Gergen_Kurt@gmx.de
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Beitragvon rosebud » 11.02.2021 22:06 Uhr

Ei paß mol off, Herr Direktverdampfer Gergen. Was für T° hat das Wasser auf der Heizseite? Interessant wären auch die Drücke und T° auf der Verdampferseite. Mit 7 kW Heizleistung (oder ist dies die von der WP aufgenommene elektrische Energie?) ein Haus bei -15 °C mollig warm zu halten und zwischendurch Brauchwasser aufzuheizen - das ist fast zirkusreif. Die fehlenden 8 kW liefert die elektrische Direktheizung.
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Beitragvon energieprojekt » 12.02.2021 07:54 Uhr

Guten Morgen
@ gergen und rosebud

Ohne verlässliche Angaben ( die mir mittlerweile vorliegen) ist es, für alle die diese Daten nicht kennen, ein Glaskugellesen ob eine 8 KW-WP für dieses Objekt auseichend ist.

Gerne werde ich nach Durchsicht und Rücksprache mit TorbWinter später hier berichten.

@ gergen
wenn hier bezweifelt wird das eine 8KW-Pumpe ausreicht erstaunt es mich schon das Sie ohne irgendwelche Daten zum Gebäude und der Bodenbeschaffenheit zu dem Ergebnis kommen das die Pumpe noch einmal fast 25% kleiner ausgelegt werden kann.

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Beitragvon gergen-dv » 12.02.2021 09:56 Uhr

nur mal zur Versachlichung: ich habe von einem realisierten Objekt gesprochen. Was rosebud angeht so hab ich lediglich darauf hingewiesen, dass seine Behauptung unzutreffend ist.
Geh mal davon aus, dass ich sehrwohl den Unterschied zwischen HEIZLEISTUNG und elektrischer Aufnahme kenne ('ne elektr. Aufnahme von 7 kW wirst Du aber wohl nicht unterstellen - oder?)
Übrigens: die von mir genannte Direktverdampfer-WP liefert 'mollige Temperaturen auch bei - 15 °C AT' OHNE HEIZSTAB!!!

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