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hanawugi
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Beitragvon hanawugi » 08.02.2021 16:11 Uhr

Hallo! Wir haben in unserem Haus das Problem, dass wir trotz gleicher Thermostateinstellung in jedem Raum eine andere Temperatur haben. Also, der Raumthermostat steht auf 4 (1 - 6 gibt es), im Schlafzimmer hat es 22 Grad, im Arbeitszimmer 19 Grad, im Flur 21 Grad. Man kann die Heizung quasi nicht über die Thermostate regeln. Dazu kommt, dass, wenn das Wetter draußen wärmer wird - ich spreche hier von -7 statt -15 Grad - die Temperatur in den Zimmern sinkt statt gleichzubleiben. Das geht schon seit Jahren so. Der Heizungsbauer lässt uns im Regen stehen, gibt nur Tipps, die aber nicht helfen. Zum Vorbeikommen hat er keine Zeit. Also versuchen wir, das Problem selber zu lösen, kommen aber nicht weiter.
Hier einige Daten: (Bilder sind angefügt)
Holzhaus in Holzrahmenbauweise, 3 bewohnte Stockwerke
Heizung: Windhager Pelletsheizung BioWin 2
Zwei Heizkreise: einer für die Fußbodenheizung, einer für Heizkörper (sind ausschließlich in den Bädern und sind hier vorerst nicht relevant)
Stellantriebe von Heimeier

Was wir probiert haben:
- Stellantriebe (ich bin mir nicht sicher, ob die so heißen. Es sind die weißen Teile gemeint, die beim Stockverteiler an den einzelnen Rohren zu den Räumen hängen und die Verbindung zu den Thermostaten in den Räumen herstellen) getestet. Haben alle Strom und werden warm, wenn sie angefahren werden.
- Vorlauftemperatur erhöht. Es wurde überall wärmer auf Stufe 3, aber immer noch ungleich in jedem Zimmer.
- den Durchlauf an den einzelnen Rohren zu den Zimmern verstellt. Dadurch verändert sich die Temperatur in den Zimmern, ist aber immer noch ungleich.

Kann uns jemand helfen???

20210203_084933.jpg
Stellantriebe
20210203_084933.jpg (76.88 KiB) 1583-mal betrachtet

20210201_091232.png
BioWin2
20210201_091232.png (150.27 KiB) 1583-mal betrachtet

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Einstellungen
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Beitragvon energieprojekt » 08.02.2021 16:58 Uhr

Grüße dich Hanawugi,
willkommen hier im Forum.
Ich möchte mal versuchen dir aus der Ferne ein paat Tipps zu geben um eine Lösung für dein Problem zu finden.
Also deine Raumthermostate sicnd nur als "Schätzeisen" zu betrachten.
Wenn du unterschiedliche Temperaturen in den Räumen hast kann es daran liegen das die Wärmeverteilung (Fußbodenheizung) unterschiedlich groß ist.
Wenn die Wärmeabgabe und Wärmebedarf unterschiedlich sind wird es natürlich auch beim Ergebnis (Raumtemperatur) so sein.
Wenn die Raumtemperatur bei fallenden Aussentemperaturen sinkt statt steigt könnte es im unglücklichsten Fall auch daran liegen das der Mischermotor falsch angesteuert wird...
falls er richtig läuft kannst du die Vorlauftemperatur anpassen (Heizkurve verstellen)
Was du probieren kannst ist einfach mal den Mischer auf Handbetrieb stellen und schauen was dann passiert,
evtl ist auch die Pumpe nicht richtig eingestellt, hier kannst du auch mal versuchen die Leistung anzuheben und linear einzustellen.
Wenn die Temperatur immer unterschiedlich ist solltest du den hydraulischen Abgleich prüfen bzw vornehmen lassen.
je nachdem wie alt das system ist kann auch das System verschlammt sein hier hilft dann reinigen und Wasser nach VDI 2035.
Klingt jetzt alles schwierig ist aber machbar
Gruß Udo von www.energieprojekt.biz
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Beitragvon rosebud » 08.02.2021 18:53 Uhr

Herzlich willkommen im exklusiven Club der per hydraulischen Abgleich Geleimten. Nichts ist überflüssiger als ein HA, wenn eine RTR installiert ist, denn die hydraulische Abwürgerei per Fummelei an Strangulierventilen ist nichts als Kaffesatzleserei. Mein Vorschlag: Alle Strangulierventile komplett öffnen und die RTR ihre Arbeit machen lassen. Nicht vergessen, die VorlaufT° der Heizung auf mindestens 45 °C zu stellen.
Dann wird es überall schön konstant warm.
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Beitragvon energieprojekt » 09.02.2021 10:22 Uhr

Hallo rosebud,
ich bitte darum hier keine unrichtigen Angaben oder Vorschläge zu machen. Bei Ihrer Anlage können Sie gerne so vorgehen, aber bitte nicht andere dazu verleiten.
Hier mal ein Auszug aus der VOB :
Die VOB/C - DIN 18380 Absatz 3.5.1 sagt zudem aus, dass der hydraulische Abgleich so vorzunehmen ist, dass bei bestimmungsgemäßem Betrieb alle Wärmeverbraucher entsprechend ihres Wärmebedarfs mit Heizwasser versorgt werden. Das gilt auch nach einer Raumtemperaturabsenkung oder Betriebspause der Heizungsanlage.

Es ist zwar kein Gesetz aber im Ernstfall werden sich Richter und Gutachter darauf beziehen !

Udo von http://www.energieprojekt.biz
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Beitragvon rosebud » 09.02.2021 12:12 Uhr

Was heißt "entsprechend ihres Wärmebedarfs"? Der Wärmebedarf ist gedeckt, wenn die gewünschte RaumT° beim Aufheizen erreicht ist und gehalten wird. Ob die gewünschte T° erreicht ist, erkennt zuallererst der T°fühler, der im jeweiligen Raum installiert ist und die für den Raum individuell installierte ERR mit Meßwerten versorgt, die dann den Durchfluß an Heizmedium bedarfsgemäß anpaßt.
Auf einem anderen Blatt steht, ob und wie man den T°sollwert des jeweiligen Raumes nach oben begrenzt. Durch Strangulieren des Wasserdurchflusses (manche Leute nennen es "hydraulischer Abgleich") beraubt man sich der Möglichkeit, schnell auf Änderungen des Wärmebedarfes zu reagieren, z.B. nach einer Nachtabsenkung. Begrenzt man den Sollwert jedoch nach oben im Regler, steht die volle Leistung zur Verfügung und wird auch genutzt, bis sich die gewünschte T° eingestellt hat.
Seit bald 30 Jahren verdiene ich meinen Lebensunterhalt damit, Steuerungen für raumlufttechnische Anlagen zu programmieren. Da kann man schon mitreden. Herr Udo, ich denke, wir sollten mal telefonieren, damit das Ganze nicht in eine endlose Schreiberei ausartet. Das Ergebnis posten wir hier.

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