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coldy73
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Beitragvon coldy73 » 14.02.2014 10:55 Uhr

Hallo Experten und sonstige Interessierte ;-)

Wir suchen für unseren Neubau einen passenden Wärmeerzeuger. Zunächst ein paar Daten zum Haus:

-Holzständerbausweise
-2 Vollgeschosse, jeweils ca. 100m2 Wohnfläche. (238m2 Nutzfläche)
-Wärmehülle endet zwischen OG und DG, aber DG wird zusätzlich noch gedämmt ausgeführt (dies würde in der Energieberechnung nicht mit gerechnet)
-insgesamt sehr gut gedämmt mit Ht Wert <0.20 (auch ohne Berücksichtigung der zus. DG Dämmung)
-zentrale KWL mit WRG
-PV Anlage mit ca. 5kWp

Es sind zunächst 4 Personen, aber eine 5. sollte mit eingeplant werden ;-)

Es wird einen Kamin mit massivem Wärmespeicher drumherum geben (wir sind uns der mögl. Überhitzungsproblematik bewusst) , aber er ist in einem sehr grossen Raum (43+12m2) mit offener Architektur zur Diele geplant.

Wir möchten im ganzen Haus eine FBH verlegen.

Die Heizlast wird bei -14 Auslegung und 22 Grad Innentemp. bei etwa 4.5kw liegen. In diesen Fällen ist aber mit regelmässigem Einsatz des Kamins zu rechnen. Entsprechend würde ich dies als absolutes Maximum ansehen.

Aus den Erfahrungen der letzten Jahre in einem Passivhaus sehen wir das Problem eher im Sommer. Sprich, eine Kühlfunktion mit merklichem Effekt wäre nicht verkehrt.

Die Kühlung über FBH ist ja nicht problemlos aufgrund der Kondensatbildung, jedoch decke ich, dies wird durch die KWL mit entsprechend niedriger Luftfeuchtigkeit entschärft. Wir werden eine eher hohe Luftwechselrate (0.6-0.7) anstreben, da wir überwiegend auch Zuhause arbeiten und das Haus somit kaum Zeit hat "durchzuatmen".

Evtl. wäre noch ein Konvektionskühler z.B. für das Bürozimmer (im OG) oder auch zentral im OG angebracht denkbar?

Wir haben die Vaillant aroTherm VWL 85/2 ins Auge gefasst, da die Leistungsdaten zu passen scheinen, der Preis eher niedrig ist, eine Kühlfunktion enthalten ist und der Kompressor draussen verbaut ist. D.h. im Haus ist mit deutlicher weniger Geräuschentwicklung zu rechnen.

Weiterhin verspreche ich mir durch die modulierende Invertertechnik eine punktgenaue Anpassung der Leistung an den aktuellen Bedarf.

Ich kann eigentilch nur einen Minuspunkt finden. Die Geräuschentwicklung draussen ist mit 60dB vergleichsweise hoch (vergl. z.B. 46 dB beim VWL 61/3 S), jedoch erwarte ich aufgrund der Modulationseigenschaft einen überwiegend leiseren Betrieb als diesen Maximalwert (?) von 60dB.

Die Nachbarhäuser sind ausreichend weit entfernt (>10m) vom möglichen Aufstellungsort bzw. es steht ein Carport/Garage als Schalldämmung im Weg.

Wir verhält es sich mit der Warmwassererwärmung?

Ich denke ein unüblich hoher Anteil des Jahresenergieverbrauchs wird in der Wassererwärmung liegen, weil wir alle doch eher oft und viel baden/duschen und das Haus selbst wenig Heizlast verursacht.

Wie ist die allgemeine Meinung zu diesem Gerät?

Danke schonmal vorab.

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Beitragvon machtnix » 14.02.2014 20:01 Uhr

Da du dich ja anscheinend schon entschlossenhast eine Luftkiste einzubauen,dann empfehle ich dir zumindest was richtiges:
http://www.voss-waermepumpen.de/
Der Preis allerdings ist nicht niedrig und alle WP können kühlen wenn man es unbedingt haben möchte.
Ich würde allerdings niemals über FBH kühlen.
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Beitragvon coldy73 » 14.02.2014 21:28 Uhr

Vielen Dank für den Vorschlag eines Alternativ-Herstellers.

Es ist noch keine Entscheidung gefallen, ob wir eine Luft WP oder Sole WP oder etwas anderes nehmen.

Mir scheint nur unter dem Aspekt der sehr geringen Heizlast eine Sole WP nicht das ideale Investment. Es wäre wohl nur bzgl. der Geräuschentwicklung ein Vorteil, denn die möglichen besseren COP Werte im Winter wiegen die deutlich höheren Investitionskosten kaum auf. Im Sommer und der Übergangszeit sieht es bzgl. des WW schon wieder schlechter für die Sole WP aus.

Weiterhin würde mich interessieren, was genau an den Produkten von Voss von Vorteil ist? COP oder Haltbarkeit, Kundenservice, ...?
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Beitragvon machtnix » 15.02.2014 12:57 Uhr

Ich weiß gar nicht wer den Leuten immer diesen Blödsinn von den hohen Investitionskosten eintrichtert.
Irgend so ein Schwachmat muß wohl draußen rumlaufen und den Leuten irgendeinen Schwachsinn verzapfen.

Zunächst einmal würde eine Luftwärmepumpe deutlich teurer sein als eiine Sole-WP.
Da das Erdreich bei einem Neubau sowieso ausgehoben wird,würde sich es anbieten mit einem Erdkollektor zu arbeiten.
Wenn du den Erdkollektor in Eigenregie einbringen kannst,hast du eh schon mal den größten Brocken erschlagen.
Bei einer Direktverdampfer-WP würde ich das den Kälteklausi machen lassen.
Der Vorteil bei einer Sole-WP oder DV-WP ist einfach der bessere Wirkungsgrad,beserer COP,bessere JAZ.
Die Anlage steht im Haus,nicht draußen,also keine Lärmbelästigung der Nachbarn.

Im Sommer und der Übergangszeit sieht es bzgl. des WW schon wieder schlechter für die Sole WP aus.
Wie kommst du darauf?
Wenn der Kältklausi die Sache in die Hand nimmt,wird der WW-Speicher über die Heißgasleitung erwärmt.

Die Voss Produkte sind allerdings sehr hochpreisig,das kann ich dir jetzt schon sagen,allerdings auch das beste was man verbauen kann.
Wenn man bei Voss anruft nimmt immer noch der Chef,also Herr Voss selbst den Hörer ab.

Du kannst dich mal bei einem Kollegen erkundigen und schlau machen,vielleicht ist er ja sogar in deiner Nähe.
www.incool.de

Wenn es etwas preiswerter sein darf,Luft oder Sole-WP dann schau auch mal bei www.aermec.com vorbei.
coldy73
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Beitragvon coldy73 » 16.02.2014 11:03 Uhr

Die Vaillant aroTherm gibt es ab 3.500 EUR. Welche Sole WP gibt es für diesen Preis?
Ich bin wirklich daran interessiert, da mir eine kostengünstige Sole Lösung lieber wäre.

Zu den Erdarbeiten:

1) Der Gartenbereich würde NICHT ausgehoben werden. Das wäre komplett zusetzliche Arbeit. Natürlich könnte man den vorhandenen Bagger verwenden, jedoch Baggerstunden fallen trotzdem zusätzlich an.

2) Eigenleistung beim Erdkollektorbau. Wenn ich den üblichen Stundensatz aus meiner Branche anwende und dies kombiniere mit meiner langsameren Arbeit im Vergleich zu einem Profi, dann wird die Eigenarbeit ganz schnell unwirtschaftlich.

3) Klar ist der Wirkungsgrad besser, jedoch ist die Frage, ob er tatsächlich übers Jahr gesehen bzw. über die Jahre bis zum Austausch des Gerätes soviel besser ist, dass die zusätzlichen Investkosten (siehe 1+2) eingespart werden können. Und selbst dann stellt sich die Frage, ob dies ökonomisch und ökologisch sinnvoll ist, dieses Risiko einzugehen.

4) Die Nachbarn sind relativ weit weg (>10m im Minimum) und der Lärm im Haus ist für mich wesentlich kritischer als Lärm draussen, denn gerade im Winter (wenn die LWPs eher mal laut sein können) sind die Fenster bei Neubauten mit KWL überwiegend geschlossen und auf der Terrasse sitzt auch kaum jemand. Unsere aktuellen direkten Nachbarn haben eine LWP und wir hören sie selbst bei -10 Grad überhaupt nicht. Selbst dann nicht, wenn wir uns draussen im Garten aufhalten.

5) In den Übergangszeiten ist die Luft eine bessere Wärmequelle als die Sole, die zwar relativ konstant in ihrer Temperatur bleibt, jedoch auf einem deutlich niedrigeren Temp. Niveau.

6) Ich finde es toll, dass der Chef persönlich abnimmt. Nur ich male mal den Teufel an die Wand. Was passiert in z.B. 5 Jahren, wenn er in Rente ist. Gibt es einen ähnlich fähigen Nachfolger? Herr Voss scheint derzeit noch nicht dieser Meinung zu sein, denn sonst würde er evtl. nicht selbst antworten ?!? Siehe dazu auch die Firma König.

7) Wir bauen in Norddeutschland. Ingolstadt ist ein bisschen weit weg.

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