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ubbi
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Beitragvon ubbi » 15.10.2012 16:06 Uhr

Hallo zusammen,

ich wohne in einer Zwei-Zimmer-Altbauwohnung im Erdgeschoss. Ich heize mit Öl und einer in der Wohnung befindlichen Therme. In meinem Flur hängt eine Kontrollstelle mit Thermostat für die Heizung, an der ich sehr viele Einstellungen vornehmen kann, u.a. verschiedene Temperaturen zu Tages- und Nachtzeiten etc.


Folgende Probleme habe ich zurzeit:

  • Da es sich um einen Altbau mit hohen Decken und vielen Außenwenden sowie Keller unterhalb handelt, kühlt die Wohnung sehr schnell aus.
  • Gleichzeitig bekomme ich die einzelnen Räume nie auf ein gleiches Temperaturniveau, wenn ich das Thermostat im Flur auf eine bestimmte Temperatur einstelle. So ist das Bad, welches an eine Außenwand und an das Treppenhaus angrenzt, fast immer eiskalt.

Meinen Fragen:

    1) Grundsätzlich: Wie heiß sollte ich die Theme für meine Heizung einstellen? Diese steht zurzeit auf 55°C. Gibt es dort einen empfohlenen Wert zum Energiesparen?

    2) Macht es Sinn, die Wohnung mittels Thermostat dauerhaft auf eine bestimmte Temperatur zu beheizen (z.B. 21°C) oder sollte ich immer nur heizen, wenn die Wohnung wieder sehr kalt ist? Dabei hätte ich zwei Möglichkeiten:

    2.1) Ich stelle das Thermostat auf den gewünschten Wert und drehe die Heizkörper in der Wohnung immer wieder auf und zu, wenn es soweit ist.

    2.2) Oder ich lasse die Heizkörper die ganze Zeit aufgedreht, stelle jedoch das Thermostat auf einen niedrigen Wert (z.B. 17°C --> Theme geht aus), wenn die Wohnung warm genug ist und auf einen höheren Wert (21°C --> Therme geht an), wenn mir kalt wird.


Welche Lösung würdet ihr mir empfehlen?

Ich hoffe auf Hilfe! Vielen Dank schon einmal im Voraus!
ubbi

Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 15.10.2012 20:26 Uhr

Hallo!

Ich gehe davon aus, dass es zu der eingebauten Therme eine Bedienungsanleitung gibt. Bitte schlage dort nach Heizkurve oder Fußpunkt nach!
Wichtig ist die Einstellung der Heizung über die anlagespezifische Heizkurve. Damit erreicht man einen selbständigen anlagegeführten Heizbetrieb.
Vorteil ist einerseits die optimale ausgesteuerte Temperaturlinie für den Heizungsbetrieb. Optimale Temperaturlinie bedeutet, dass die Therme die Vorlauftemperatur liefert, die für die Beheizung mindestens erfoderlich ist, also nicht zu hoch.
Ein weiterer Vorteil ist andererseits ein aufmerksamkeitsfreier Heizbetrieb. Bei richtig eingestellter Heizkurve ist dann die Temperaturanpassung an den Thermostaten vollkommen überflüssig, da die Heizungsanlage dies witterungsabhängig selbst anpasst.


Ständige Einstellungen an Heizkörper- oder Raumthermostaten sind immer ein Zeichen für einen nicht effizienten Betrieb der Heizungsanlage!

In folgender Info ist hierzu alles Wesentliche beschrieben.

Optimales Einstellen der Heizung - Fusspunkt und Heizkurve
http://www.ecotec-energiesparhaus.de/fileadmin/pdf/Optimales-Einstellen-der-Heizung.pdf< /a>

Gruß

Thomas Heufers

ubbi
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Beitragvon ubbi » 16.10.2012 14:04 Uhr

Hallo,

erst einmal möchte ich mich für die ausführliche Antwort bedanken. Ich habe mir nun einmal die Bedienungsanleitung herausgesucht. Leider konnte ich darin nichts darüber finden. EIne Online-Version habe ich auch gefunden:

http://www.viessmann.de/web/germany/tdi ... 81_368.pdf

Hast du vielleicht einen Tipp für mich?

Danke im Voraus!
ubbi[/url]
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Beitragvon Heimwerker » 16.10.2012 17:06 Uhr

Grundsätzlich ist die passende Vorlauftemperatur der Heizungsanlage entscheidend, um Kosten zu senken und Energie zu sparen. Diese Vorlauftemperatur kann bei älteren Heizungen mittels Kesselregler passend eingestellt werden. Moderne Modelle reduzieren die Heiztemperatur dahingegen meist von allein. Des Weiteren ist es bei einigen Heizungssystemen sogar denkbar, durch den Regler die Aufheizphasen, die Laufzeit des Brenners sowie die Umwälzpumpe zu steuern.
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Beitragvon Thomas Heufers » 16.10.2012 20:33 Uhr

ubbi hat geschrieben:
Hast du vielleicht einen Tipp für mich?
Aus der Bedienungsanleitung werde ich auch nicht schlau. Vielleicht gibt es noch einen Tipp vom Hersteller!

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon Heimwerker » 17.10.2012 14:37 Uhr

Der Hersteller wird dir mit Sicherheit weiterhelfen können. Also nicht nur einen Versuch wert.

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Beitragvon machtnix » 19.10.2012 19:46 Uhr

Zunächst einmal solltest du dich mal mit dem Thema Heizkurve auseinandersezten.
Es ist durchaus sinnvoll die Wohnung zu beheizen.Wenn du es nciht machst,sind die Wände und Wohnung kalt.Man schmeißt die Therem an und dann benötigt man erstmal eine gewisse Wiederaufheizzeit damit es einigermaßen behaglich ist.
Wenn du also heizt sind die Wände zumindest schonmal warm und somit verkürzt sich die Weideraufheizzeit.
Solltest du allerdings in einer Altbauwohnung mit Einfachverglasung wohnen dann zieh besser aus.
Die Thermostate sollten schon auf einen bestimmten Wert eingestellt werden damit immer die gleiche Leistung/Wärme vorhanden ist.
Stichwort: Hydraulischer Abgleich.

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