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machtnix
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Beitragvon machtnix » 14.07.2009 15:32 Uhr

@Wärmefux,
wenn die Wärmepumpe angelaufen ist dann läuft die immer auf Vollast,das heißt sie entzieht dem Erdreich immer volle Pulle die Energie.

Wenn ich also die WP eine Nummer größer wähle,so habe ich die heizlast fürs haus eher bereit gestellt,die Wärmepumpe kann also ruhig mal abschalten.Das Erdreich kann sich regenerieren.
Die kleine oder exakt ausgerechnete WP läuft dagegen ständig,also kann es sein das am Ende der Heizsaison so gegen März/April der Boden gefroren ist und die WP keine Entzugsleistung mehr.

Daher auch mein Vorschlag mit den regionalen Gegebenheiten,im Ruhrgebiet bei -5°C mag die exakt ausgelegte WP durchuas passend sein,bei uns in Bayern bei -16°C ode dieses Jahr sogar -26°C ist mir doch eine etwas größere WP lieber.

@GMil,
wer heute noch bohrt und Geld in Löcher versenkt dem kann man eh nicht mehr helfen.In 90% der Fälle kommt wohl auch ohne teure Bohrungen aus.In den seltensten Fällen geht es dann wirklich nciht anders.

Da ich keine Sole-WP verbaue kann ich meine Kollektoren auch nicht größer auslegen.Bei der Direktverdampfung sollte man die Ölrückführung beachten,daher gilt immer die Herstellerangaben auf's genaueste
zu beachten.

Oswald
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Beitragvon Oswald » 14.07.2009 16:56 Uhr

hallo...

Ich weis nicht was das "gepeile" soll?
Einem m³ Boden kann je nach Material nur eine bestimmte Menge Energie in Form von Wärme entzogen werden.
Auch die Kälteanlagenbauer gehen im Grossen und Ganzen NICHT auf den Boden näher ein sondern nehmen einen Durchschnittswert für die Energiemenge je m³. Dann wird nochmal vereinfacht und ein Wert je m² ermittelt, da in der Regel eh nur in EINER Ebene verlegt wird.

Im Prinzip wäre es also rein physikalisch völlig egal ob ich (zum Vergleich) 1 m³ Wasser die maximale Wärme rasch oder sehr langsam abnehme. Die Menge der Energie bleibt immer rechnerisch die gleiche.
Der Entzug der Wärme findet leider nicht in dem gesamten Raum gleichmässig verteilt statt sondern "nur" an den Stellen der Leitungen.
Es entsteht also ein Temperaturgefälle zwischen der unmittelbaren Umgebung der Leitungen und dem "weiteren" Umfeld im Boden.
Durch dieses Gefälle zwischen "energiereichem" und "energiearmen" Boden "versucht sich" die Energie gleichmässig "zu verteilen" und es "fliesst" Wärme zu den kalten Leitungen hin.
Die Geschwindigkeit mit der das geschieht hängt von der Bodenbeschaffenheit und dem Wärmeleitungskoeffizienten des umgebenden Bodens ab.
(Deswegen haben ErdKörbe im Grundwasser einen grossen Vorteil, weil Wasser nämlich die Energie SEHR schnell zu den Leitungen transportieren kann und der Ausgleich so SEHR schnell statt findet)

Nehme ich dem Boden also schneller Energie ab als von Aussen "nachfliessen" kann, dann wird die Entzugsleistung irgendwann rapide absinken.
Dabei ist es dann völlig egal, ob diese "zu hohe" Entzugsleistung von einer 6kW WP oder von einer 24kW WP mit mehr Pausen erreicht wurde!!!
Mehr als "leer lutschen" kann man nämlich den Boden nicht!

DAS kann man problemlos mit entsprechender Dimensionierung der Sonde oder der Kollektoren verhindern.

Physik gilt für Kälteanlagenbauer genauso wie für Heizungsbauer, Ingenieure, Kunden und Laien.

Grüsschen Oswald

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