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goetzschaefer
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Beitragvon goetzschaefer » 06.12.2008 19:11 Uhr

Hallo

wir müssen jetzt unsere Erdsonde für unsere Sole/Wasser WP dimensionieren. Zum Einsatz kommen soll ein Gerät (nach Berechnung des Heizungsbauers) mit 10,3kW und COP=4,6.

In dem Gebiet herrscht sandiger Boden, wobei die oberen 20m nicht wasserführend sind. (Entzugsleistung auf den oberen 20m ca. 20W/m; danach ca. 60W/m)

Das Haus (Neubau) hat lt Wärmebedarfsermittlung einen Jahresprimärenergiebedarf von 59,95kwh/m²a bei 286,5m² Gebäudenutzfläche. (KfW60 Haus).

(1) Wie kann man denn mit diesen Angaben (oder ggf. noch welchen die hier fehlen), die erforderliche Länge der Erdsonde ausrechnen?

(2) ... und ist es besser dieser Sondenlänge mit nur einer Bohrung zu realisieren (insbesonder wenn das Grundstück klein ist und nur ein 10x11m Feld für die Bohrung zur Verfügung steht) oder sollten 2 Borhungen verwendet werden?

Allerbesten Dank

Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 06.12.2008 21:02 Uhr

goetzschaefer hat geschrieben:Das Haus (Neubau) hat lt Wärmebedarfsermittlung einen Jahresprimärenergiebedarf von 59,95kwh/m²a bei 286,5m² Gebäudenutzfläche. (KfW60 Haus).

Grundsätzlich würde ich den Auftrag für die Sonde auf die Entzugsleistung für die entsprechende Heizlastberechnung nach der VDI-Richtlinie 4640 festlegen.

Natürlich bleibt die Frage, warum man heute noch ein Haus nach KfW 60-Standard baut. Skeptisch werde ich immer dann, wenn der Jahresprimärenergiebedarf nur um
0,05 kWh/m² und Jahr den Sollwert unterschreitet. Sofern Du Dein Bauvorhaben noch nicht begonnen hast, solltest Du Dich vielleicht nochmal mit energiesparenderen Alternativen auseinandersetzen.
Wie sind denn die baulichen Details (Dach, Wand, Fenster, gegen Erdreich) ausgeführt?

Gruß

Thomas Heufers

Zuletzt geändert von Thomas Heufers am 07.12.2008 10:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon goetzschaefer » 06.12.2008 23:59 Uhr

Hallo Herr Heufers

das Haus ist bereits begonnen; insofern werden wir von dem KfW60 nicht mehr abrücken werden (wollen und können).

Ich würde mich dennoch sehr über einen Tipp wie man die Erdsondenlänge berechnen kann freuen.

und/oder

einen Hinweis dazu, ob man die Erdsondenlänge besser nur mir einer Bohrung realisiert oder auf 2 Bohrungen aufteilt.

Allerbesten Dank
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 07.12.2008 10:37 Uhr

Diese Thematik ist aufgrund der individuellen Geologie nur über einen Fachbetrieb zu beantworten.

Ich habe Ihnen eine persönliche Nachricht zukommen lassen.


Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon roro » 08.12.2008 12:14 Uhr

Das wird wahrscheinlich wieder einmal ein Haus, bei dem viel schön gerechnet wird, und dass nacher alles ist nur nicht energiesparend.

1.) Wie groß ist die tatsäliche Wohnfläche?
2.) Wie wurde die Heizlast bestimmt?
3.) Wie sehen die U-Werte aus?
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Beitragvon wiesenthaler » 12.12.2008 10:33 Uhr

Woher hast Du denn die Entzugswerte des Untergrundes? Wurde ein geothermal response test gemacht? Nur der kann Dir am Ende die tatsächlich zu erwartenden Entzugswerte ermitteln.

Pi mal Daumen reicht es natürlich, wenn man pro kW 15 Bohrmeter ansetzt :roll:

Normalerweise sollte die Sonde so ausgelegt sein, dass die WP 1800 Betriebsstunden im Jahr laufen kann, ohne dass die Sole längerfristig im Minusbereich verschwindet.

Bei mir sind bei 9,7 kW Nennleistung 2x 80 Meter Sonde eingebracht worden, davon 150 Meter in homogenem Porphyrgestein. Meine Solewerte bewegen sich zwischen 14 °C Ende August und 5°C im letzten März.


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