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dan512
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Beitragvon dan512 » 21.07.2008 09:23 Uhr

Hallo an alle!

Ich bin neu hier im Forum, und habe die letzten Wochen fleissig mitgelesen, und jetzt dröhnt mir die Birne :D.

Meine Freundin und ich fangen im Herbst an mit bauen.

Es wird eine Doppelhaushälfte.

Das Grundstück ist leicht ansteigend, so dass das Erdgeschoss rückseitig teilweise im Erdrreich liegt. Dort liegen aber nur die "Nicht-Wohnräume", dazu komemn dann noch 1. und 2. Obergeschoss.

Grundfläche ist ca. 9 x 11,5m

Wohnfläche ca. 165m2

Am Anfang für 2 Bewohner, später für zusätzlich 1-2 Kinder.

Das Grundstück ist ca. 700m2 gross

Wir wollen kein Passiv- oder Super-Niedrigenergiehaus sondern ein zeitgemässes, energiebewusstes Haus mit Wohlfühlcharakter.

Wände: Poroton T09-Ziegel, entweder in 36cm mit Normalfassade oder in 30cm mit Bayosan Comfort Plus Wärmedämmfassade. Bin da noch am Preise + Isolationswerte am vergleichen.

Dach wird Zinkstehfalz (ist so in der Baugehmigung vorgeschrieben) mit ca. 300mm Isolierung

Den konkreten Heizbedarf muss ich noch ermittlen (lassen).

Wir haben uns für Heizung und WW-Aufbereitung per monovalenter Wärmepumpe entschieden.

Nur fische ich noch immer im Trüben welche Wärmequelle wir am besten nutzen sollen.

Grundwasser fällt weg da das nicht genehmigt wird.

Sole mit Erdsonde (evt. CO2) oder Kollektor als Direktverdampfer bleiben dann wohl noch aktuell.

Wo sind die konkreten Vor- und Nachteile der beiden (bzw- 3) Systeme.

Direktverdampfer wird ja von vielen hier empfohlen, nach Recherchen im Internet scheint er ja eine höhere JAZ zu garantieren (habe einige Statistiken auf unabhängigen Seiten mit Angaben von durchschnittlich 4,6 gefunden) als die Erdsonde klassisch und ähnlich einer CO2-Sonde.

Ein Erdkollektor scheint mir auch vom Einbau einfacher (=günstiger). Wo liegen die sonstigen Vor- und Nachteile (evt. Eisbildung, Bodenabsenkungen, eingeschränkte Nutzbarkeit des darüber liegenden Grundstückes ???) dieses Sytems.

Wie gross liegen denn ungefähr die Preisunterschiede für das Komplettsystem bis zur Wärmepumpe (da wir die ja so oder so brauchen) zwischen normaler Erdsonde, CO2-Sonde + Direktverdampfer?

Häztte die Erdsonde nicht den Vorteil, dass sie einmal installiert, zu keinen Problemen mehr führen kann (ausser techn. Defekt)?

Was spricht für CO2-Sonde statt Direktverdampfer?

Was gibt es sonst zu beachten?

Viele Fragen auf einen Haufen, ich weiss. Wäre froh wenn mir jemand weiterhrelfen könnte.

Vielen Dank und schöne Grüsse aus Luxemburg!

Daniel

machtnix
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Beitragvon machtnix » 21.07.2008 09:29 Uhr

Wenn du aus Luxemburg kommst,dann wende dich an diesen Kollegen: http://www.kaelte-bleser.de/

Der hat schon einige Anlagen dort gebaut.
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Beitragvon transformer » 21.07.2008 13:41 Uhr

Hallo dan512,

Du hast es selbst schon erkannt: Vom Wirkungsgrad betrachtet nehmen sich die CO2-Sonde und DV nicht viel, es geht mehr um den praktischen Nutzen.

Bei ausreichender Fläche sind keine Probleme mit dem Boden bei DV zu erwarten. Der einzige Punkt ist die Nutzung, da sollte man sich vorher im klaren sein. Ein Carport, Teich o.ä. sind später auf der Kollektorfläche nicht möglich.

Defekte sind bei einem Kollektor genauso selten wie bei einer Sonde. Vom Preis her sollte aber der Kollektor ca. 6-7 tsd Euro günstiger kommen als die CO2-Sonde. Wenn Du mehr wissen willst: http://www.klima-innovativ.de
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Beitragvon dan512 » 23.07.2008 08:36 Uhr

Sonst noch jemand mit Erfahrungen / Tips?

Dan
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Beitragvon mhaede » 31.07.2008 15:22 Uhr

Hallo Dan 512,
ich habe verschieden Hersteller im Vertrieb. Für eine klassische WP empfehle ich Firma NIBE aus Schweden. Die haben auch bei Luft/Wasser bei -20°C kein Problem. Die direktverdampfer ACALOR stellen eine Luft/ direkt FBH her, die bei -30°C noch funktioniert und Brauchwasser bis 70°C ohne Zusatzheizung beistellt.
Auf die französische Sofath WP bin ich erst kürzlich gestossen und bin gerade dabei zu prüfen, ob ich die aufnehme.
Gruss,
Michael
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Beitragvon Fanatic » 31.07.2008 22:05 Uhr

Hallo Dan512

Die Fa. Beglau-Wärmepumpen würde mir noch einfallen.Die bieten auch beides an- Erdreich(Fläche)/FBH oder Luft/FBH.Alles monovalente DV/DK-Systeme mit WW-Erzeugung über Heissgasenthitzung.

Gruß Fanatic

Michael R.
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Beitragvon Michael R. » 01.08.2008 07:39 Uhr

@dan512
Wir wollen kein Passiv- oder Super-Niedrigenergiehaus sondern ein zeitgemässes, energiebewusstes Haus mit Wohlfühlcharakter.


Irgendwie negiert sich das. Zeitgemäß und energiebewußt ist KfW40 Mindeststandard. Hast du dir schonmal ein Passivhaus angeschaut? Mal mit Nutzer gesprochen? Nein, wie kommst du zu deiner Meinung das man sich darin nicht wohlfühlen kann? Wenn du in der Nähe von 16*** wohnst/bauen möchtest, kannst du gern mal ein PH anschauen, und zwar meins.

@mhaede
bei -15° einen COP besser 3 bei einer LWP? (acalor) Naja, ich bin da eher skeptisch. Wenn ich mir die sogenannten Expertenschreiben ansehen, kann ich auch nur den Kopf schütteln. Da mag ein wenig Wahres drin stehen, aber auch viel Blödsinn. (zB zum Thema Fußbodenheizung)
Zum anderen sind 52 dB (A) angegeben. 55 dB (A) sind der Grenzwert für Büroarbeitsplätze, so laut würde ich es nachts nicht in meinem Garten haben wollen, und mein Nachbar sicher auch nicht.

My 2 cents.
Gruß Michael
mhaede
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Beitragvon mhaede » 29.08.2008 11:02 Uhr

@Michael R.

"bei -15° einen COP besser 3 bei einer LWP? (acalor) Naja, ich bin da eher skeptisch."

Warum? Bei einem 1-Kreis System entfallen beide Wärmetauscher und auch beide Umwälzpumpen!
Außerdem bringt das verwendete Kältemittel (R290) einen besseren Prozeßwirkungsgrad im Vergleich zu R407 oder R410.

Zum Geräusch:
"Zum anderen sind 52 dB (A) angegeben. 55 dB (A) sind der Grenzwert für Büroarbeitsplätze"

52 db (A) an der Schallquelle sind in 10 m Entfernung 32 dB (A).
35 db (A) sind der Grenzwert für Wohngebiete nachts.
Wo ist das Problem?

Gruß
Michael

Die beste Heizenergie ist die Eingesparte.
www.haede.eu

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