Erneuerbare Energie, Bauen, Haustechnik
energieportal24 Startseite Aktuelle News Tools, Onlinerechner und Newsletter Diskussionsforum forum
Erdwärme, Wärmepumpe, Erdkollektoren, Wasserwärmepumpen, Bohrungen, Sonden
Büffelpolizei
Beiträge: 4
Registriert: 15.01.2008 01:50
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon Büffelpolizei » 16.01.2008 01:53 Uhr

Hallo,

ich denke das dieses Thema hier schon oft durchgekaut wurde, ich habe aber echt nichts passendes in der Suche gefunden. Nun der Titel sagts schon, bräuchte noch ein paar tips.

Zu meiner Anlage: bj 2006 (Haus neubau)
Heizung: Wasser Wärmepumpe von Waterkotte, Grundwasserkreis mit Wärmequellenmodul + Trennwärmetauscher von der Wärmepumpe gertennt.
Heizwassernetzt: Der Rücklauf geht über einen Pufferspeicher von 200l in den Rücklauf der Wärmepumpe. Das Haus wird komplett nur mit FBH beheizt (verlegeabstand meist 7,5cm, selten 15cm) Länge der Heizkreise variiert zwischen 43m und der längste 113m. Ich habe 3 Geschosse und dementsprechend auch 3 Heizkreisverteiler.
Jeder Raum hat bei mir Raumthermostate die auf Stellmotoren in den der jeweiligen Heizkreise gehen. Bei etwa 0° außen habe ich ca. 33° VL und 27° RL Temp.

Warmwasser mache ich komplett getrennt mit einer kleinen Luftwärmepumpe von Bloomberg.

Bin eigentlich mit meinem Verbrauch soweit zufrieden. Dennoch denke ich das ein richtiger Abgleich noch etwas Sparpotenzial hat, da ich beobachtet habe das meine Raumthermostate teilweise recht oft den Heizkreis schließen. Bisher habe ich etwas nach gefühl "rumgeschraubt". Ein richtiger Abgleich wurde noch nie gemacht.

Ich würde jetzt so vorgehen: Alle stellmotoren im gesammten Haus voll öffnen (oder runter machen). Dann die Raumtemperaturen beobachten und dementsprechend die Stellschrauben der jeweiligen Heizkreise nachjustieren. Nach etwa 24 stunden würde ich dann erneut nachjustieren... solande bis jeder Raum die Richtige Temperautur hat. Wenn komplett zu warm ist würde ich dann erst mal die WP etwas kälter stellen. (Also die gewünschte Raumtemp. etwas zurück nehmen)

Das mal meine Vorstellung dazu. Hat jemand eine andere Iddee? Oder noch weitere Tips?

gruß und Danke schon mal

denkedran
Aktivität: hoch
Benutzeravatar
Beiträge: 384
Registriert: 22.06.2006 18:18
Wohnort: 85077 Manching
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon denkedran » 16.01.2008 07:01 Uhr

machtnix
EXPERTE
Aktivität:sehr hoch
Beiträge: 2110
Registriert: 29.06.2006 21:44
Lob gegeben: 3 Mal
Lob erhalten: 52 Mal
Kontotyp: Handwerk
Erfahrung: > 13 Jahre
Interessensgebiet: Sanitär-/ Heizungs-/ Klimatechnik
Land: Deutschland

Beitragvon machtnix » 16.01.2008 07:31 Uhr

nicht vergessen die Heizkurve herunter zu setzen,so das es gerade noch warm wird.Dann einen Tick höher und alles ist geritzt.
Am Besten mit einem Differenztemperturmeßgerät die Vor-und Rückläufe auf 35°C-30°C einstellen.
kältebauer
Aktivität: hoch
Benutzeravatar
Beiträge: 283
Registriert: 09.01.2008 21:07
Wohnort: rinteln/bei Hannover
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon kältebauer » 16.01.2008 21:00 Uhr

Hallo

Kurze Frage warum ist der Pufferspeicher im Rücklauf?
Gruss Dirk
machtnix
EXPERTE
Aktivität:sehr hoch
Beiträge: 2110
Registriert: 29.06.2006 21:44
Lob gegeben: 3 Mal
Lob erhalten: 52 Mal
Kontotyp: Handwerk
Erfahrung: > 13 Jahre
Interessensgebiet: Sanitär-/ Heizungs-/ Klimatechnik
Land: Deutschland

Beitragvon machtnix » 16.01.2008 22:23 Uhr

Ja und wo geht der Vorlauf hin?

Wird wohl beides auf den Puffer gehen und von da ins Netz.
Büffelpolizei
Beiträge: 4
Registriert: 15.01.2008 01:50
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon Büffelpolizei » 17.01.2008 09:37 Uhr

Hallo,

sorry erstmal das ich mich erst jetzt melden kann.

also der Pufferspeicher ist darum im Rücklauf das der wärend des Betriebs mit geladen wird und wenn dann Rücklauf soll erreicht ist, schaltet die WP ab. Wenn nun nach vielleicht 30 min. später wieder wärmebedarf besteht versucht die WP den bedarf zunächst aus dem Puffer zu decken, wenns aussreicht geht die Heizungumwälzpumpe wieder aus. Wurde mir so in einem Anlagenschema von Waterkotte empfohlen. Oder gibts änderungsempfehlungen?

Nun der Vorlauf geht nätürlich dementsprechend direkt ins Netz.

Zur heizkurve: Ich kann eine Temperatur Basis soll verstellen die momentan auf 21,2 steht, die K Steilheit auf 25,0 und die K Begrenzung auf 40,0. Die Werte sagen mir nicht allzuviel aber ich denke um die Heizkurve runter zu stellen muss ich den Wert Temperatur Basis soll langsam nach unten Korrigieren?
War meine Beschreibung wie ich den abgleich machen will soweit OK? Kann ich mal loslegen?

gruß

kältebauer
Aktivität: hoch
Benutzeravatar
Beiträge: 283
Registriert: 09.01.2008 21:07
Wohnort: rinteln/bei Hannover
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon kältebauer » 17.01.2008 20:48 Uhr

Hallo
Sorry wenn ich mich vertue, der Puffer wird über den rücklauf gespeist also mit 25-27 grad warmen Wasser, richtig!?
Du hast aber eine Vorlauftemparatur von über 35 Grad eingestellt richtig!?
So der Puffer soll dazu dienen die Pumpe zu entlasten, dabei wird das Wasser aus dem Speicher genommen, Sorry aber endweder bin ich blöd oder der Hersteller.
Wenn ich über 30 Grad Vorlauf brauche wie soll der puffer diese mit 25 Grad schaffen?????? Da springt die Pumpe doch trozdem an, meiner meinung nach ist der Puffer im Rücklauf völliger Schwachsinn, im Vorlauf wäre das ja ok aber doch nicht im Rücklauf!?!?!?

Wenn ich falsch liege korrigiert mich bitte

Gruss Dirk
machtnix
EXPERTE
Aktivität:sehr hoch
Beiträge: 2110
Registriert: 29.06.2006 21:44
Lob gegeben: 3 Mal
Lob erhalten: 52 Mal
Kontotyp: Handwerk
Erfahrung: > 13 Jahre
Interessensgebiet: Sanitär-/ Heizungs-/ Klimatechnik
Land: Deutschland

Beitragvon machtnix » 17.01.2008 21:04 Uhr

Der ganze Puffer ist Schwachsinn,denn der Puffer ist der Estrich,und das 2006.
Wenn kein Kaminofen oder Solaranlage dranhängt und später auch nicht nachgerüstet werden soll,dann schmeiß den Puffer raus.
Büffelpolizei
Beiträge: 4
Registriert: 15.01.2008 01:50
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon Büffelpolizei » 18.01.2008 08:06 Uhr

machtnix hat geschrieben:Der ganze Puffer ist Schwachsinn,denn der Puffer ist der Estrich,und das 2006.
Wenn kein Kaminofen oder Solaranlage dranhängt und später auch nicht nachgerüstet werden soll,dann schmeiß den Puffer raus.


Hallo,

also... die WP schaltet alle ca. 30 - 60 min. die Heizungsunwälzpumpe kurz ein um die Rücklauftemperatur zu Prüfen. Ist die zu tief geht der Kompressor in Betrieb. Sagen mir mal sie misst 25° Rücklauf, dann läuft sie so lange bis der Rücklauf 5° höher also auf 30° ist. Wenn dann wieder kälter geworden ist bezieht läuft "nur" die Heizungsumwälzpumpe und versucht die dann die !Vorlauftemperatur! um 5° anzuheben (durch den noch warmen Pufferspeicher). Gelingt ihr das in 10 min. nicht, geht der Kompressor in Betrieb und regelt dann wieder nach Rücklauftemperatur.
Ich habe schon beobachtet das dieser "Entladevorgang" vom Pufferspeicher also nur Umwälzpumpe schon funktioniert... Also sie bezieht schon eine weile Wärme aus dem Speicher und geht dann wieder aus. Ich schätze mal das mir das vielleicht 2-3 weniger Einschlatpunkte pro Tag bringt.
Ich habe auch laut dem Anlagenschema von Waterkotte ein überstömventiel vom Vorlauf direkt in den Rücklauf VOR den Pufferspeicher. Ich glaube der Sinn darin besteht das wenn alle Heizkreise zu wären das dann immer noch der Speicher geladen wird und die Umwälzpumpe nicht gegen ein geschlossenes System arbeitet. Das Ventil ist einstellbar ab welchem gegendruck es durchlässt. (federbelastet) Ich weis jetzt aber nicht genau ob ich es eher fest oder eher weich einstellen soll. Vielleicht weis jemand dazu was?

Aber zum Rauswerfen des speichers: Ich habe mir auch schon gedacht das ich mehr Verluste durch den Speicher habe als das der Vorteile bringt. Aber wie gesagt bin mir da nicht so sicher und im moment glaube ich ist mir der Aufwand das ding rauszuschmeisen noch zu groß da ja alles so recht passabel läuft. Vielleicht im Sommer mein nächstes projekt.

Ich denke das sich niemand zu meiner Beschreibung zum Abgleich negativ geäusert hat ist die Sache so OK.

gruß
stefan-mv
Aktivität: gering
Beiträge: 39
Registriert: 12.01.2006 20:20
Wohnort: Mecklenburg
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon stefan-mv » 18.01.2008 08:18 Uhr

@ kältebauer

Ein Pufferspeicher ,wenn er denn als solcher eingesetzt wird, diehnt der Erhöhung des Heizwasservolumens. Der Einbauort ist für diese Funktion nicht relevant. Da das Heizungswasser den Pufferspeicher nur in eine Richtung durchströmt, kann er theoretisch überall im Heizkreislauf sitzen.
Wird der Speicher als Weiche verwand, diehnt er der hydaulischen Trennung von WP und Heizkeislauf (es gibt je eine Pumpe für die WP und eine für den Heizkreislauf). Diese Einbaumethode ist bei einer reinen Einzelraumregelung notwendig, damit der WP-Kondensatorvolumenstrom konstant bleibt, auch wenn "Verbraucher" schließen. Der große Nachteil dieser Variante liegt in der zwangsläufig höheren Vorlauftemperatur der WP, da theoretisch nur im Idealfall (Wp-Volumenstrom <= Heizkreisvolumenstrom) die WP-Vorlauftemp. auch der Heizungsvorlauftemp. entspricht. Eine Weiche sollte auch dann eingesetzt werden, wenn weitere Heizquellen ( Solar,Wassertaschenkamin usw) eingebunden werden sollen.
Wie machtnix schon schrieb, ist bei Wp mit einer geringen Leistungsschwankungsbreite (Erdwärme, Grundwasser) ein Pufferspeicher nicht nötig, wenn eine Einzelraumregelung nicht, oder nur in einzelnen Räumen(zB Gästezimmer), erfolgt.

MfG Stefan

Zurück zu Geothermie & Wärmepumpen



Seit 2001 online, über 35.000 Beiträge
a n z e i g e n
 

  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag



Sie lesen gerade die Forendiskussion: Hilfe beim Hydraulischen Abgleich