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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Super Idee lässt sich aber leider nicht verwirklichen weil zuviele Kollegen die Preistreiberei mitmachen um zu überleben. Ist zwar Irrwitz aber Realität

Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Angebot - Preise - Verbraucher
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Die Medien zeigen ständig, daß Handwerker die Abzocker der Nation sind und die Verbraucherverbände fördern diese Meinung seit Jahrzehnten.
Ehe ich rote Zahlen mache, lege ich mich lieber in die Sonne.

Auf 3 bis 5 Angebote sollte ein Auftrag erfolgen. Derzeit sind es 10 bis 20 Angebote, um nur einen Auftrag zu erhalten.

Inzwischen lehne ich bei einigen ab, überhaupt ein Angebot abzugeben und etwas überspitzt zur Verdeutlichung sind dies im wesentlichen zwei Kriterien. die mich veranlassen, kein Angebot abzugeben:

1. Eine Ausschreibung, die als Präambel mehr als 10 Seiten juristisch verklausulierte Paragraphen enthält.
(mir liegen Ausschreibungen mit mehr als 20 Seiten "Kleingedrucktem" vor).

2. Wenn der potentielle Kunde schon mehr als drei mögliche Lieferanten bundesweit angefragt hat und teilweise mit Herstellerpreisen verhandelt.


Handwerk ist eine Dienstleistung und ist als solche auch zu bezahlen. Viele Handwerker meinen jedoch auch noch am Material verdienen zu können und dazu kommentiere ich: die Baumärkte haben im Jahr 2001 knapp 100 Milliarden DM Umsatz gemacht und das weil diese oft Material preiswerter als der Großhandel verkaufen !

Keine Aufträge haben wir durch folgende Werbemaßnahmen bekommen: Anzeigen in der lokalen und überregionalen Presse, durch Messestände, durch "Zusammenarbeit" mit Werbeagenturen und viele andere konventionelle Werbemaßnahmen.
Aufträge erhalten wir zu 90% durch "Mund-zu-Mund" Werbung von unseren Kunden und durch ständige Bereitschaft auch für Kleinstaufträge, die wir teils nicht berechnen, sondern den Kunden als Werbemaßnahme erkären.

Eine Abrechnung bis zu 50Euro kommt teurer, als der Verzicht aufs Geld, weil Schreibkram bis zur Buchführung ... Finanzamt solche Beträge wegschlucken. Und Anzeigen in der Lokalpresse sind noch teurer...

Die Gelben Seiten und das Grüne Buch bringen weitere Aufträge und zwar weil wir uns richtig eintragen und unser eigener Name erst an zweiter Stelle steht und nicht wie bei 99,9% an erster Stelle.
Wer unter unserem Namen sucht, kennt uns sowieso.
Wer einen Elektriker sucht schaut unter Elektro nach und da stehen wir alleine (noch).
Wer kalt sitzt guckt unter Heizung nach usw.
Übertragen gilt das fürs Internet. Eine Homepage unter unserem Namen bringt keinen einzigen Auftrag. Einträge in entsprechenden "Branchenservern" haben wenig Aufträge gebracht und eine Menge Anfragen, weil offensichtlich gerade Surfer besonders viele Angebote einholen.
Da Surfer z.T. etwas naiv sind, haben wir häufig sogar in den Kopfzeilen alle email-Adressen (bis über 50) die zum Angebot aufgefordert wurden.

Seitenlang könnte ich hier fortsetzen, wie man zu Aufträgen kommt und trotz meines Wissens muß ich um jeden Auftrag kämpfen. Es reicht nicht am Telefon zu sitzen und auf Aufträge zu warten oder auch nur zu hoffen, daß eine eigene Homepage auch nur einen einzigen neuen Kunden bringt.

Das gegenseitige Unterbieten, um Aufträge um jeden Preis zu erhalten hat eine Folge:
im Jahr 2001 sind ca. 31.000 Handwerksbetriebe in diesem unseren Lande in Konkurs gegangen oder in neuer Sprachregelung : haben Insolvenz beantragt.

Wenn Großfirmen für Preisdumping noch staatliche Unterstützung erhalten und damit auch Handwerker und andere Mittelstandsbetriebe ruinieren so ist das die Politik aller Parteien.
Wieso bekam Holzmann staatliche Unterstützung, wenn sich jetzt immer noch zeigt, daß Milliarden Verluste "eingefahren" werden ?
Wieviele Mittelstandsunternehmen bekamen staatliche Unterstützung, um mit Niegrigstpreisen Aufträge zu bekommen ?

Meine feste Meinung:

Der Arbeitgeber zahlt 100% für einen Arbeitsplatz.
Dem Arbeitnehmer bleiben etwa 30% davon als reale Kaufkraft, eher weniger.
Der Staat erhält ca. 70% durch Steuern und Abgaben der arbeitenden Bevölkerung.
Würde die Kaufkraft der arbeitenden Bevölkerung um 20% gesteigert, durch Verzicht/drastische Reduzierung der Abgaben, würde die gesamte Kaufkraft um 60% gesteigert und damit die Inlandskonjunktur, insbesondere die des Mittelstandes, entsprechend angekurbelt.
Der Staat bekäme mittelfristig statt 70% an Abgaben etwa 2 bis 3mal 40% und käme auch aus seiner defizitären Lage heraus.
Die Naivität des Finanzmisters ist,daß er bei der Kuh, die er melkt, auch noch das Futter drastisch reduziert und sich wundert, daß "noch" kräftige Kühe auf fremde Weiden gehen das soll heißen, daß Firmen arbeitsträchtige Tätigkeiten ins Ausland verlagern.

Kaufkraft verhilft zu Aufträgen; Aufträge von Zahlungsunfähigen erzeugen Pleiten.

Computer (Hard- und Software) sind ein Werkzeug und keineswegs Problemlöser.
Gerne vergleiche ich den Computer mit dem Auto:

das Auto hilft mir Entfernungen schrumpfen zu lassen, auch mit schwerem Material und viel Werkzeug beladen.
Es erweitert meinen Horizont und meinen Wirkungskreis.
Das Auto muß ich jedoch lenken, steuern; ICH muß dem Auto den Weg vorgeben unter Beachtung aller möglichen und unmöglichen Gesetze.
Wenn ich mich nur ins Auto hineinsetze, bringt es mich nie automatisch zum Kunden, sondern ich muß es zum Kunden steuern.

Der Computer erweitert meinen Horizont bezüglich Marketing, Büroarbeiten, Datenbanken usw.
ICH muß dem Computer sagen, was er suchen soll, was er berechnen soll usw.
Es reicht nicht, eine Homepage zu plazieren und auf Aufträge und andere Wunder zu warten.

ICH muß den Einholer eines Angebotes ausfragen, einschätzen usw., da hilft keine künstliche Intelligenz oder eine Datei über faule Kunden, Lieferanten, Hersteller.

Soweit ein paar Gedankensplitter; etwas konfus, aber eine schlüssige Abhandlung würde ein Buch füllen.

MfG Udo Rostek
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Auf die Anregung des Kollegen aus Österreich hin kann ich nur den Kopf schütteln: Trotz Beschwichtigung wäre der Vorschlag glasklar der Versuch der Preisabsprache organisiert über das Internet in großem Stil. Nach herrschender Rechtssprechung auch im Nachbarland Östereich ist das gleichbedeutend mit organisierter Kriminalität und wird mit Freiheitsstrafen nicht unter 5 Jahren geandet. Außerdem sollten sich alle, die solche und ähnliche Gedanken mit sich herumtragen, Folgendes bedenken: Wettbewerb ist die treibende Kraft einer Marktwirtschaft. Dass sich dieses System trotz mancherlei Schwächen als das einzig tragfähige Wirtschaftssystem weltweit erwiesen hat, kommt nicht von ungefähr. Nur durch die Markwirtschaft, zu der eben auch der Wettbwerb gehört, wurde der Wohlstand geschaffen, dessen wir uns alle erfreuen. Und wer den Wettbewerb scheut,und nicht zurecht kommt, hat entweder das falsche Produkt oder eine schlechte Leistung oder schafft nicht effizient genug.

Mann kann nicht die Vorteile eines Systems nutzen, und die vemeintlichen Nachteile auf andere (den Kunden) abwälzen
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Es ist zum wahnsinnig werden.
Bei jeder öffentlichen Submission erhalten die Firmen aus den "neuen" Bundesländern den Zuschlag.

Werde in Zukunft keine Angebote mehr ausfüllen.
Beispiel Schulhaus Umbau:
es wurden 23 Angebote abgegeben, alle Firmen aus der Umgebung lagen bei ca. 150.000 Euro
Dann der Hammer.
Platz 1.2.3. Firmen aus dem Osten
Der niedrigste um 50.000 Euro niedriger!!!!
Platz 2 und 3 waren ähnlich billig.

Wie geht das???

Sie die zu blöd zum rechnen oder wir?
Ich habe mit +10% auf Materialeinkauf gerechnet!
Wo liegt der Fehler??
Kann mir dás einer erklären?
Bekommen die die Ware geschenkt?
Da stimmt doch was nicht.
Bin ich blöd oder die anderen?
Gute Nacht
SHK Betriebe
Gruß Thomas Verba

gleicher Eintrag im Kummerkasten, weil es zum heulen ist.
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Hallo,

solange die Leistung vergleichbar ist, kauft der Kunde/öffentl. Hand,.. beim billigsten Anbieter.
Ist doch normal, oder?
Nur wer besonderes und nichts Vergleichbares(*)
(*kann auch die Leistung sein und nicht nur das Produkt) liefert, hat die Möglichkeit sich von den Kampfpreisen einiger Anbieter zu lösen.
Wer das nicht einsehen will, den wird es in den nächsten Jahren nicht mehr geben. Zumindestens nicht als selbstständigen Unternehmer.

Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

gleiche Antwort auch im Forum "Kummerkasten"
Doppelt hält besser...


Hallo Thomas,

auch im Raum münchen haben wir das gleiche Problem.
Bei öffentlichen Ausschreibungen sind die Kollegas aus den neuen Bundesländern um bis zu 30% billiger als die Firmen aus der Gegend.

Durch eine Fernsehsendung bin ich dahinter gekommen warum das so ist.
Hoffe ich kann es richtig erklären.

Also ein SHK Betreib meldet dem Arbeitsamt sein Interesse für Monteure, aber er kann, weil es ihm so schlecht geht nur die übliche Hälfte vom Lohn zahlen.

Er kann pro Stunde nur 5 Euro aufbringen..
Kein Problem sagt das Arbeitsamt und legt "Lohnkostenzuschuß" von 5 Euro drauf.

Diese Firma findet nun tatsächlich Monteure die für 5 EU/Std. arbeiten, die anderen 5 EU steckt er in die Tasche.
So einfach ist das.

Hat auch lange gedauert, bis ich es verstanden habe. Der Staat macht also die Preise kaputt.
Es ist zwar Lohndumping verboten, doch solange es Mitarbeiter gibt, die darauf eingehen, wird es so weiter laufen.

Die armen Jungs sind bis zu 700 Kilometer für eine Baustelle unterwegs, schlafen zu viert in kleinen Zimmern und fahren oft nur alle 14 Tage heim.

Mein Rat, unbedingt den Privatsektor ausbauen, bei öffentlichen Baustellen bist weg vom Fenster.
Alle Ausschreibungen im Staatsanzeiger kannst vergessen.

Beispiel Finanzgericht München Dezember 2001
Auftragssumme ca. 400.000 DM

Platz 1-4 neue Bundesländer alle um die
320.000 DM , Firmen aus der Gegend um die 350.000 DM bis 410.00 DM
Mitgemacht haben 24 Firmen...

Daran wird sich so schnell nichts ändern.
Darum pflege Deine Stammkunden und es gilt noch immer: Auch Kleinvieh macht Mist...

Man muss noch eingestehen, diese Firmen arbeiten auch nicht schlechter, nur eben durch Zuschuß billiger.

Prost Deutschland!

Schon lustig, der Staat schaut wer es am billigsten macht und vorher wird die Arbeit bereits bezahlt.
Hoffe ich habe es richtig erklärt, vielleicht kann uns ja ein Kollege aus den neuen Bundesländern aufklären ob ich jetzt Schwachsinn verzapft habe?

In diesem Sinne..
es gibt trotzdem noch viel zu tun, packen wir es an.

Gruß aus München von
Richard Häusler
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Hallo an alle, manchmal frage ich mich - betrifft Privatkundschaft - ob die Handwerksmeister auch gute Verkäufer sind und ihren teuereren Preis der Kundschaft glaubhaft verkaufen können. Ihnen erklären, warum das eine teuerer ist wie das andere und dass Qualität ihren Preis hat?
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Ja, hin und wieder soll es vorkommen, dass Betriebsinhaber dazu in der Lage sind. Wie man das erreicht? Entweder ist man ein verkäuferisches Naturtalent, oder man hat sich hart selber dorthin gearbeitet, unterstützt durch viele schlechte und wenige gute Verkaufstrainings, und wenn man dann endlich kapiert hat, dass man selber was an sich tun muß, dann klappt es vielleicht ...

Keine Hilfe in dieser Hinsicht bietet die Ausbildung sowie die Kremien, die eigentlich für eine solche Unterstützung da sein sollten ...

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