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Fortschrittliche Daimler-Klimatechnik

Die Klimatechnik aus dem Hause Daimler hat jüngst Lob geerntet, und zwar vom Verkehrsausschuss im Europarlament. Es geht um die Nutzung von CO2 als sicheres Kältemittel in den Klimaanlagen der Autos, was Daimler vorangetrieben und weiter entwickelt hat.

 

Stimmen zum Thema:
Michael Cramer (Grüne), Vorsitzender des Verkehrsausschusses im Europarlament, ist voll des Lobes: „richtungsweisend für die gesamte Autoindustrie. Und obendrein macht man sich nicht von einem Monopolisten abhängig.“ Er sagt außerdem: „Sicherheit und Umweltschutz müssen Vorfahrt haben."
Michael Theurer, FDP-Europapolitiker: Er hoffe, „dass im Sinne des Klima- und Verbraucherschutzes die Umstellung möglichst rasch auch für die übrigen Modelle erfolgt und endlich auch von den anderen Herstellern vorangetrieben wird. Sichere Kühlmittel dürfen kein Privileg für die Fahrer von Luxuslimousinen sein."
Professor Ferdinand Dudenhöffer, renommierter Autoexperte: „Es war mutig von dem Unternehmen, den Konflikt mit der EU-Kommission zu wagen.“

Hintergründe der Technik

Kohlendioxid ist nicht brennbar. Das macht den Stoff um einiges sicherer als die sonst genutzte Chemikalie R1234yf. Außerdem ist CO2 umweltfreundlicher. Darüber hinaus wird R1234yf nur von den Chemiekonzernen Honeywell und Dupont verkauft. Jetzt ist die EU-Kommission aufgerufen, ihre Haltung zugunsten des bisher genutzten Stoffes zu überdenken. Die Technologie ist nämlich sicherer und ökologisch günstiger. Es steht sogar im Raum, ob das Verfahren mit R1234yf überhaupt weitergeführt wird.

Die neuen CO2-Klimaanlagen werden bereits in der S-Klasse bei Daimler eingeführt und die E-Klasse soll folgen. Michael Cramer möchte diesen Prozess gern beschleunigen. Theurer fordert zudem eine Änderung des europäischen Rechtsrahmens, „um den Herstellern mehr Zeit für die Entwicklung von CO2-gekühlten Klimaanlagen zu geben.“

Ab 1. Januar 2017 dürfen nun nur noch klimafreundliche Kältemittel eingesetzt werden. Im hause VW und auch bei BMW leibäugelt man ebenfalls mit der CO2-Kältetechnik.