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Info-Label für Heizgeräte

Ist die Heizung schon etwas älter, kann es sein, dass sie zu viel Energie verbraucht oder auch nicht mehr auf dem neuesten Stand der Technik ist. Der TÜV Rheinland hat es sich nun zur Aufgabe gemacht, den Verbraucher über seine Heiztechnik aufzuklären bzw. in die Richtung einer Neuanschaffung zu bewegen. Zu diesem Zweck gibt es ein Info-Label und Prüfungen der Neugeräte.

 

Der Verbraucher kann enorm sparen

Dass man durch eine neue Heizung viel sparen kann, sagt der TÜV Rheinland. Mario Reimbold ist Spezialist für Heizanlagen bei TÜV Rheinland. Er sagt: „Wären die Geräte auf dem neuesten technischen Stand, ließen sich viel Energie, Heizkosten und klimaschädliche Emissionen sparen.“ Er weiß, dass eine Heizungsanlage in deutschen Haushalten im Schnitt 17,6 Jahre alt ist und hält das für zu viel. In einem Drittel der Haushalte sind die Heizungen sogar schon älter als 20 Jahre. Diese Modelle sind mit Sicherheit austauschreif.  

Das Effizienzlabel für Heizungsaltanlagen

Das so genannte Effizienzlabel für Heizungsaltanlagen wird seit Januar dieses Jahres auf Geräte geklebt, die ein Alter von 15 Jahren erreicht haben. Dieses Label sorgt für Aufklärung beim Verbraucher und soll eine Motivation sein, sich für eine neue Heizung zu entscheiden. Auf dem Label aufgedruckt ist eine bunte Skala, die viele schon vom Kühlschrank oder der Waschmaschine kennen. Diese gibt Aufschluss über die Effizienzklasse des Altgerätes, die von G (niedrig) bis A++(sehr hoch) reicht. Außerdem gibt es auf dem Label einen QR-Code, über den der Verbraucher Zugang zu Informationen rund ums Energiesparen hat. Mario Reimbold erklärt dazu die Praxis: „Das Label ist für Verbraucher kostenlos und wird von Installateuren, Schornsteinfegern und Energieberatern vergeben.“ Er sagt außerdem, dass das Label ab 2017 als Pflichthandlung vom Schornsteinfeger angebracht werden muss.

Die Effizienzklassen

Neue Heizgeräte tragen dieses Label ohnehin schon. Hier informiert der Hersteller über wichtige Parameter, wie die Effizienzklasse, die Nennleistung sowie die Geräuschentwicklung. Auch hier hat der TÜV Rheinland ein Auge drauf und kontrolliert, ob diese Angaben auch wirklich der Realität entsprechen. Mit Hilfe der Skala kann der Verbraucher verschiedene Geräte miteinander vergleichen. Es wird aber auch festgestellt, dass es verwirrend sein kann, das Label richtig zu deuten. „Oft ist nicht transparent, was ein mit A und ein mit A++ gekennzeichnetes Gerät genau unterscheidet", sagt Mario Reimbold. Daher ist eine Neuordnung der Effizienzklassen in Planung, nach der die sparsamsten Geräte höchstens ein B bekommen. Das lässt Spielraum für weitere Entwicklungen.

Für alle Unentschlossenen sagt der Experte übrigens: „Selbst Heizgeräte der niedrigen Effizienzklassen arbeiten sparsamer als viele vergleichbare Altgeräte vergangener Jahrzehnte." Tatsache ist, dass alle europaweit gehandelten Geräte seit 2009 der EU-Ökodesign-Richtlinie entsprechen müssen. Hier sind beispielsweise Grenzwerte für den CO2- und Rauchgas-Ausstoß festgelegt, denen eine alte Heizung in den meisten Fällen nicht mehr genügen kann.