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Mobile Heizungen im Überblick

Mobile Elektroheizungen sind vielseitig einsetzbar. Sie kommen immer dann zur Verwendung, wenn die Heizung ausfallen sollte, wenn ein Rohbau beheizt werden muss oder wenn der Estrich schneller trocknen soll. Mobile E-Heizungen sind, wenn sie mit grünem Strom versorgt werden, sogar äußerst ökologisch. Durch diese Geräte sind mehr Flexibilität und eine höhere Wirtschaftlichkeit garantiert. Im Grunde können sie überall und zu jeder Zeit eingesetzt werden, zu Sinn und Effizienz gibt es kompetente Beratungen bei den Anbietern.

Die besonders für den Einsatz zur Baubeheizung und Estrichtrocknung in kleineren Gebäuden konzipierte mobile Elektroheizzentrale von Hotmobil trägt die Modellbezeichnung „Hotboy“. (Hotmobil)

Es gibt aber auch Unterschiede bei den mobilen Elektroheizungen. Je nach Art der Wärmeerzeugung und der Leistung lassen sie sich einteilen in: Heizzentralen, Warmluftheizungen und Elektroheizgeräte. Es gibt mobile Heizzentralen und Warmluftheizungen, die mit zusätzlichem Kessel und Regeltechnik ausgestattet sind und mit Brennstoffen wie Öl, Gas oder Pellets betrieben werden und es gibt ebenso Geräte mit einer Heizleistung bis etwa 40 kW, die ausschließlich mit Strom heizen. Ein großer Vorteil liegt darin, dass man die elektrisch betriebenen Geräte auch im Innenbereich aufstellen kann. Sie sind schnell und einfach aufstellbar und daher zügig nutzbar, der Temperaturbereich liegt je nach Hersteller und Modell zwischen 20 und 90 °C.

Warmluftheizer zum Beispiel versorgen die zu wärmenden Räume mit thermischer Energie. Sie sind in transportablen Boxen oder Containern installiert und flexibel einsetzbar. Betrieben werden sie mit fossilen Brennstoffen oder aber auch rein elektrisch. Bei den elektrischen Varianten saugt meist ein Ventilator die Raumluft an, die dann über einen Heizwiderstand erwärmt und anschließend wieder an den Raum abgegeben wird. Fossil betriebene Warmluftgeräte können eine Leistung von bis zu 100 kW aufbringen, Elektroheizgeräte etwa 40 kW. Geräte mit hoher Leistung benötigen einen 400-V-Anschluss, bei kleineren Heizlüftern reicht oft eine konventionelle Steckdose (230 V) aus.

Ein beliebter Einsatzzweck der mobilen Heizgeräte ist die Estrichaufheizung bei Fußbodenheizungen, wenn z. B. der Heizkessel noch nicht installiert ist. Gemäß der DIN EN 1264-4 sind ein Belegreifheizen und Funktionsheizen über mehrere Tage notwendig, ansonsten kann der Estrich Schaden nehmen. Hier kommen Elektroheizzentralen mit entsprechend vorinstallierten Heizprogrammen zum Einsatz. Neben dem normgerechten Heizen übernehmen sie nämlich auch die Dokumentation des Temperaturverlaufs.

Nachfolgend sind einige Geräte, die am Markt erhältlich sind, als Beispiele aufgeführt:

1. „yellow line“ von Mobiheat
Die gelbe Produktlinie von Mobiheat umfasst mobile Elektroheizkessel, -heizmobile und -heizkessel bis 40 kW in verschiedenen Ausführungen, um dem jeweiligen Zweck entsprechen zu können. Die Elektroheizmobile sind hier für die Estrichtrocknung geeignet. Zum Service des Herstellers gehören die Anlieferung und Abholung, eine Lieferzeit innerhalb 48 Stunden nach Bestelleingang sowie die taggenaue Abrechnung nach Ablauf der Wochengrundmiete. Ebenso gibt es bei Mobiheat mobile Elektrolufterhitzer von 3 bis 19 kW für Zwecke wie Bau-, Raum- oder Zeltbeheizung. Die Geräte verfügen über eine Temperaturregelung, möglich ist zudem der Anschluss an einen externen Raumthermostat. Die Geräte von Mobiheat kann der Kunde mieten oder kaufen. Infos: www.mobiheat.de

2. Mobile Elektrozentralen von Heizkurier
Die Elektroheizzentralen „EHZ“ von Heizkurier sind vollelektronisch und für die Estrichtrocknung genauso geeignet wie bei Heizungsstörungen bzw. -ausfällen und zur Baubeheizung. Manche Geräte haben mehrere Stromanschlüsse: 230 oder 400 V, je nach Ausführung liegt die Absicherung bei 1 x 16 A, 3 x 32 A oder 3 x 63 A. Optional sind Estrichaufheizprogramme enthalten. Des Weiteren besitzen sie eine USB-Schnittstelle zur Fehlerauslesung und zur Dokumentation der Aufheizprozesse und einen Stromverbrauchs- und Betriebsstundenzähler. Die Heizungsleistung liegt zwischen 3 und 40 kW. Aus dem Hause Heizkurier gibt es zudem fahrbare Elektrolufterhitzer bis 18 kW für die Beheizung von Räumen und Zelten oder auch von Hallen. Auch hier ist sowohl der Kauf als auch die Miete möglich. Infos: www.heizkurier.de

3. Mobile Heiz/Kühl-Kombination von Kroll Energy
Der Hersteller Kroll Energy bietet zum Beispiel die mobile Luft/Luft-Wärmepumpe „HKK40“ an, mit der aus grün produziertem Strom CO2-neutral geheizt und gekühlt werden kann. Der Einsatzbereich liegt zwischen -15 und +40 °C Außentemperatur, somit ist das Gerät das ganze Jahr hindurch einsatzfähig. Die Wärmeleistung liegt bei 48 kW, die Kälteleistung bei 39 kW. Mit einem Fühler erfasst das Gerät die Temperatur des Innenraums und regelt dann auf die eingestellte Solltemperatur. Um zwischen Heizen und Kühlen umzuschalten, bedarf es keiner manuellen Handlung. Die temperierte Luft kann über einen oder mehrere Schläuche verteilt werden. Wegen seiner kompakten Bauweise ist das Gerät flexibel einsetzbar. Infos: www.kroll.de

4. Elektroheizzentralen von Hotmobil
Die Elektroheizzentralen von Hotmobil sind für die Beheizung von Objekten wie Ein- oder kleinen Mehrfamilienhäusern geeignet und haben eine Leistung von bis zu 36 kW. Die Geräte befinden sich jeweils auf einem fahrbaren Transportgestell und können somit von nur einer Person bewegt und bedient werden. Die Betriebsdaten lassen sich mit mobilen Endgeräten überwachen. So werden auch Störungen schnell erkannt. Die Elektroheizzentrale „Hotboy Multi 36” beispielsweise verfügt über alle erforderlichen Komponenten wie Pumpen, Ausdehnungsgefäß, Stromanschluss und digitale Regelung. Optional erhältlich sind auch mobile Lufterhitzer und Warmwasserspeicher, womit dann nahezu jeder Einsatzzweck abgedeckt werden kann.

5. Elektrogeräte von Heylo
Die mobilen Elektroheizgeräte von Heylo können von den SHK-Handwerkern wahlweise gemietet oder gekauft werden. Der Elektro-Warmwasserheizer „EW 18-e“ beispielsweise hat eine Leistung von 18 kW und ist mit drei Edelstahl-Elektro-Heizstäben, einer Hocheffizienzpumpe, einem Ausdehnungsgefäß sowie Sicherheits- und Regelkomponenten ausgestattet. Außerdem hat das Gerät spezielle Estrichaufheizprogramme nach DIN EN 1264-4 (Belegreif- und Funktionsheizen) hinterlegt. Diese Programme sind aber ebenso individuell anpassbar. Aus dem Hause Heylo gibt es zudem mobile Elektroheizer, deren Leistungsbandbreite sich von 2 bis 27 kW erstreckt. Infos: www.heylo.de

6. Qio’s Elektroheizzentrale „QEZ 24PLUS”
Die mobile Elektro-Heizzentrale „QEZ 24Plus“ ist einfach über das entsprechende Panel zu bedienen. Hier können die Wunschtemperaturen eingestellt werden. Die Heizzentrale moduliert dann die Leistung zwischen 4 und 24 kW in sechs Stufen. Das hat den großen Vorteil, dass nicht mehr Energie verbraucht wird als nötig. Für eine Estrichtrocknung sind drei Programme möglich: Automatikbetrieb nach DIN EN 1264-4, ein manuell frei programmierbarer Betrieb zwischen 20 und 60 °C bei einer Dauer von bis zu 60 Tagen sowie ein Handbetrieb mit manueller Temperatureinstellung. Möglich ist es außerdem, programmierte Parameter im Vorschau-Diagramm einzusehen und zu verändern. Statusanzeigen wie „Fortschritt in Prozent“, sowie „Ist- und Soll-Temperaturen“ sind Echtzeitdaten.