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PV-Zubau 2020

Der Zubau im Bereich Photovoltaik steigt weiter an, im letzten Jahr erreichte er knapp 5 Gigawatt. In Deutschland sind nämlich im Jahr 2020 rund 184.000 neue Solarstromanlagen mit einer gesamten Leistung von rund 4,9 Gigawatt (GW) neu errichtet worden. Die Zahlen stammen aus den Daten der Bundesnetzagentur und wurden nun vom Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) bekannt gegeben.

Ende des Jahres 2020 registrierte die Bundesnetzagentur (BNetzA) insgesamt eine kumulierte Photovoltaikleistung in Höhe von 54 GW. Bild: Pixabay-schropferoval

Die neu installierte Photovoltaikleistung in Deutschland stieg damit um 27,6 % gegenüber dem Vorjahr. Markant ist hierbei die Tatsache, dass gerade Eigenheimbesitzer für einen großen Teil dieser Zahlen verantwortlich sind, die Nachfrage hier hat sich gegenüber 2019 fast verdoppelt.

Es handelt sich hier eindeutig um positive Zahlen, jedoch sind Marktforscher der Meinung, dass das nicht ausreicht, um die Klimaziele zu erreichen. Der Expertenmeinung nach wäre eine Verdoppelung bis Verdreifachung des jährlichen PV-Ausbautempos erforderlich, um eine Stromerzeugungslücke zu verhindern. Diese Lücke würde sonst in zwei bis drei Jahren auftreten und eine klimapolitisch nicht vertretbare Laufzeitverlängerung fossiler Kraftwerke erforderlich machen.

Auch die Berechnungen des Fraunhofer ISE gehen in diese Richtung. Hier hatten die Wissenschaftler Ende 2020 berechnet, dass der Ausbau der Photovoltaik in Abhängigkeit vom Verbraucherverhalten zeitnah auf jährlich rund 10 bis 15 Gigawatt beschleunigt werden müsse. Nur so rücken die neuen Klimaziele der EU in greifbare Nähe. Den Klimazielen nach soll eine CO2-Minderung von 55 % bis 2030 gegenüber 1990 erreicht werden.

Zum Ende des Jahres 2020 registrierte die Bundesnetzagentur (BNetzA) insgesamt eine kumulierte Photovoltaikleistung in Höhe von 54 GW. Die insgesamt rund zwei Millionen Solarstromanlagen erzeugten ungefähr 10,4 % des Nettostroms in Deutschland, so teilt das Fraunhofer ISE mit.