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Emissionsgrenzwerte für ältere Kaminöfen

Seit Januar dieses Jahres gelten die strengeren Emissionsgrenzwerte für Kaminöfen, die zwischen 1985 und 1994 errichtet wurden. Neben den Kaminöfen gelten die Richtlinien auch für weitere Typen von Einzelraumfeuerstätten für feste Brennstoffe. Die erwähnten Öfen unterliegen den so genannten Übergangsregeln der Kleinfeuerungsanlagenverordnung (§ 26, Erste Bundes-Immissionsschutz-Verordnung (1. BImSchV)). Darin heißt es, dass diese Geräte nur weiterbetrieben werden dürfen, sofern sie die strengeren Anforderungen an Feinstaub- und Kohlenmonoxid-Emissionen erfüllen.

Alte Kaminöfen dürfen nur weiter betrieben werden, wenn sie strenge Anforderungen an Feinstaub- und Kohlenmonoxid-Emissionen erfüllen. Bild: FNR/Dr. Hansen

Die Grenzwerte für Schadstoffe im Rauchgas sind in der Verordnung festgelegt worden. Für Einzelraumfeuerungsanlagen für feste Brennstoffe, also u. a. Kachelöfen, Kaminöfen und Heizkamine, die vor dem 31.12.1994 errichtet wurden, gelten folgende Grenzwerte:
•    Staub: 0,15 g/m³
•    Kohlenmonoxid: 4 g/m³.

Werden diese Grenzwerte eingehalten, dann kann das durch eine Prüfbescheinigung des Herstellers oder durch die Messung eines Schornsteinfegers nachgewiesen werden. Werden die Grenzwerte nicht eingehalten und gibt es somit keinen Nachweis, dann sind bestehende Einzelraumfeuerungsanlagen außer Betrieb zu nehmen bzw. auszutauschen. Prüfen könnte man in diesen Fällen auch, ob die Nachrüstung eines Feinstaubabscheiders sinnvoll wäre.

Für Nachfolgegeräte, die zwischen dem 1. Januar 1995 und dem 21. März 2010 errichtet wurden, gibt es auch schon einen Austausch-Pflichttermin, sofern die Emissionsanforderungen nicht eingehalten werden. Sie müssen ab dem 31. Dezember 2024 die strengeren Emissionswerte einhalten oder ausgetauscht bzw. stillgelegt werden.