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Große Pläne bei VW

Nach dem leidigen Diesel-Thema haben manche Automobilhersteller sicherlich an ihrem Image zu arbeiten. VW jedenfalls lässt sich nicht unterkriegen und hat große Pläne. Es gibt Zukunftsstrategien, die unlängst vorgestellt wurden und dazu gehört die Offensive auf dem Markt der Elektromobilität.

Der Volkswagenkonzern hat erkannt, dass sich die Zukunft im Bereich E-Auto abspielt, denn Tesla macht große Gewinne und BMW und Daimler sind in die Forschungen vertieft. Darüber hinaus fordern auch Politik und Verbraucher, dass sich am Elektromarkt endlich etwas tut. Da kann sich VW jetzt nicht länger raushalten und präsentierte die Zukunftsstrategie „TRANSFORM 2025+“. Die anderen Automobilhersteller hatten bisher die Nase vorn, was E-Autos angeht, aber das will VW jetzt ändern. VW-Markenchef Herbert Diess hat dazu ganz klare Zukunftsvisionen und spricht davon, bis 2025 „Weltmarktführer bei der E-Mobilität“ werden. Da sollten wir alle einmal gespannt sein.

Die Pläne bei VW

Weltmarktführer bis zum Jahr 2025 – das bedeutet für VW, dass dann jährlich eine Million Elektroautos unter die Leute gebracht werden. Das sind große Zahlen, wenn man bedenkt, dass VW im letzten Jahr nur 1600 Fahrzeuge, die ausschließlich elektrisch betrieben werden, verkauft hat. Jetzt aber sollen E-Autos, analog zur neuen Strategie, zum „Markenkern“ zählen und darüber hinaus „das neue Markenzeichen von Volkswagen“ werden. Für die Finanzierung dieser Pläne sollen einige andere Modelle gestrichen werden. Daraus sollen sich dann freie Investitionsmittel in Höhe von 2,5 Milliarden Euro ergeben, die zur Entwicklung der neun Elektro- und Hybridmodelle bis 2020 genutzt werden sollen.

Weitere Veränderungen bei VW

Aber es geht noch weiter mit den Zukunftsplänen bei VW, denn der Konzern will umbauen, und zwar in dem Maße, dass aus VW bis 2030 der größte Automobilhersteller weltweit wird. Der VW-Markenchef Diess sagt dazu, dass VW sich „in den kommenden Jahren grundlegend verändern“ werde. Zu den Veränderungen gehören deutliche Kostensenkungen, weniger Modelle, weniger Fertigungsplattformen, weniger Motorenvarianten und eine einfachere und günstigere Produktion.

Der Aktienmarkt

Es sind bisher nur Pläne, von denen VW redet, daher hat die VW-Aktie seit Bekanntwerden der Pläne  kaum reagiert. Auch sind wohl keine Kursveränderungen in Sicht, so präsentiert eine Aktienanalyse der NordLB eine Studie. Der Analyst Frank Schwope stuft die neuen Strategien von VW als angemessen ein, gerade im Hinblick auf die Schwierigkeiten der jüngsten Vergangenheit. Er sagt dazu, dass der Umbau „notwendig und geeignet sei, um den finanziellen Folgen des Diesel-Skandals entgegenzuwirken.“ Er sieht außerdem das Aktien-Kursziel bei 120 Euro und stuft die Aktie auf „Halten“ ein. Wir dürfen gespannt sein!