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Dampfkesselsystem für Lippstädter Hartschaum

Das Unternehmen Lippstädter Hartschaumverarbeitung GmbH mit Sitz in Nordrhein-Westfalen produziert Polystyrol-Hartschaum für zahlreiche Einsatzgebiete. Die Produkte werden zur Wärmedämmung, zur Trittschalldämmung oder für Verpackungszwecke genutzt. Das Material, welches hier entsteht, zeichnet sich dadurch aus, dass es durch seine wärmedämmenden Eigenschaften Heizenergie in Gebäuden sparen kann. Außerdem ist es besonders langlebig und nach der Nutzung voll recyclebar.

Der „CSB“-Kessel von Bosch bildet mit Economiser, Steuerung und Brenner eine Einheit. Bild: Bosch Industriekessel

In den hier ablaufenden Herstellungsprozessen legt das Unternehmen besonders viel Wert auf einen bedachten Umgang mit Energie und Ressourcen. Deshalb wird hier auch der Bosch-Dampfkessel vom Typ „CSB“ für die Verarbeitung des Polystyrols genutzt. André Flügel aus dem Bereich QS-Technik bei Lippstädter Hartschaum, sagt: „Der Kessel hat von Anfang an einen richtig guten Eindruck gemacht. Baugröße, Wirtschaftlichkeit und auch das Preis-Leistungsverhältnis stimmten.“ Bosch war bei der Entwicklung des Gerätes besonders auf eine platzsparende Bauweise und auf Konstruktionselemente für hohe Effizienz bedacht.

Ausgelegt ist der Kessel auf eine Nennleistung von 2000 kg/h bei maximal 13 bar. Er ist im Außenbereich in einem Container vor der Produktionshalle am Standort Anröchte (bei Lippstadt) untergebracht. Am Kessel selbst finden sich Economiser, die Steuerung sowie der Erdgasbrenner. Das Ganze wurde aufeinander abgestimmt und schon im Bosch-Werk montiert. Daher ergab sich auch ein geringer Installationsaufwand vor Ort.

Beim Bosch-Dampfkessel vom Typ „CSB“ sind spezielle helixförmige Wärmeübertragerrohre eingebaut, die notwendig sind, um den Effizienzstandards zu entsprechen. Bosch als Hersteller sagt: „Diese ermöglichen eine hocheffiziente Wärmeübertragung und eine reduzierte Abgastemperatur.“ Kombiniert mit dem Economiser erzielt der Dampfkessel einen Wirkungsgrad von gut 95 %, was in etwa 6% mehr sind als beim Vorgänger-Kessel. Die Ergebnisse dessen sind ein reduzierter Brennstoffverbrauch und weniger CO2-Emissionen.

Außerdem hat das Gerät einen groß ausgelegten Dampfraum und eine Dampftrocknungseinrichtung. Die Zufuhr von Wasserdampf ist hier im Werk besonders wichtig, weil damit das Polystyrol-Granulat aufgebläht und im zweiten Schritt Platten, Formteile und Blöcke hergestellt werden. Die Steuerung des Kessels ist vom Typ „CSC“, die automatisch die Leistung und das Wasserniveau im Kessel reguliert. Außerdem sind über ein Touchdisplay jederzeit alle Parameter einsehbar.  

Bosch hebt besonders die ausziehbare Wendekammer hervor: „Ohne Einsätze in der Abgasführung vereinfacht das die Zugänglichkeit für Wartungsmaßnahmen und Reinigung erheblich.“ Eine Inneninspektion ist ohne großen Aufwand durchführbar. Bei der Wendekammer selbst kommt ein spezielles Isolierkonzept zum Einsatz, dessen Oberfläche im Betrieb nur wenig wärmer als die Umgebungstemperatur wird. Bosch fügt hier noch ergänzend hinzu: „Das trägt ebenfalls zum hohen Gesamtwirkungsgrad bei.“ Speziell für die Langlebigkeit der Anlage besitzt der Kessel weitere Module. Eines davon ist die Teilentgasung „WSM-T“. Dieses Modul dient dazu, korrosiv wirkende Bestandteile im Speisewasser mittels Wärme zu lösen.

Die Bosch-Kundendiensttechnikerin Martina Reisinger hat das Unternehmen tatkräftig bei der optimalen Anlageneinstellung und bei der exakten, notwendigen chemischen Dosierung unterstützt. Durch eine Auswertung der Wasseranalysen und durch Feinjustierungen laufen nun der thermische Entgasungsprozess und die Zugabe von Dosiermitteln vollautomatisch. Installiert wurde die Anlage inklusive der Teilentgasung „WSM-T“ durch das Installationsunternehmen Seidenstücker.

Insgesamt ist die Lippstädter Hartschaumverarbeitung GmbH überzeugt vom Kesselsystem „CSB“. So sagt der Geschäftsführer, Albert Wroblewski-Sperl: „Wasserdampf ist ein Hauptbestandteil in unserer Produktion. Mit dem neuen Kessel läuft der Prozess jetzt noch energiesparender und umweltfreundlicher.“