Zum Inhalt springen

Änderungen beim Energieausweis

Das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG) ist zum 1. November in Kraft getreten und bringt einige Änderungen mit sich. Auch in Punkto Energieausweis gibt es Neuigkeiten.

Susanne Frey ist Produktmanagerin bei Minol und sie sagt zum Thema Energieausweis: „Eine wichtige Botschaft für alle Beteiligten ist, dass es weiterhin zwei Varianten des Energieausweises gibt: Beim Bedarfsausweis wird nach der Datenaufnahme in einer Vor-Ort-Begehung der Energiebedarf der Immobilie berechnet. Der Verbrauchsausweis beruht auf dem tatsächlichen Energieverbrauch und ist kostengünstiger – dazu werden unter anderem die Heizkostenabrechnungen ausgewertet.“

Für Bestandsgebäude gibt es eine Übergangsfrist bis zum 1. Mai 2021. Danach gibt es geltende Änderungen für verbrauchsbasierte Energieausweise für Wohngebäude. Diese sehen wie folgt aus:

1.    Wenn der Immobilieneigentümer die Daten zur Verfügung stellt, dann muss er auch dafür geradestehen, dass diese richtig sind. Der Aussteller des Ausweises muss diese Daten dann wiederum prüfen und darf sie nicht verwenden, wenn Zweifel an deren Richtigkeit bestehen.
2.    Für den verbrauchsbasierten Energieausweis waren bisher nur Daten notwendig. Jetzt kommen eine Begehung oder eine Fotoanalyse dazu. Die Fotos ersetzen eine Begehung aber nur, wenn sie zur energetischen Beurteilung geeignet sind.
3.    Alle Sanierungsstände müssen jetzt detailliert angegeben werden.
4.    Eine Verpflichtung besteht für den Punkt der Treibhausgas-Emissionen, die jetzt genannt werden müssen.
5.    Sind Klimaanlagen vorhanden, die inspektionspflichtig sind, so muss das angegeben werden und das Fälligkeitsdatum der nächsten Inspektion muss ebenso genannt sein.

Um zukünftig aus dem Primärenergieverbrauch die CO2-Emissionen ableiten zu können, muss man den CO2-Ausstoß des Heizmediums kennen. Susanne Frey sagt: „Das ist bei Öl und Gas recht einfach, bei Nah- und Fernwärme kommt es aber darauf an, wie diese produziert wurde. Der Energiemix lässt sich durch Rechnungen oder Bescheinigungen des Energieversorgers nachweisen.“

Bis zum Ablauf der genannten Übergangsfrist dürfen Energieausweise noch nach den bisherigen Regeln der EnEV erstellt werden. Aus dem Hause Minol gibt es mit der Produktvariante „Digital“ das Angebot, Energieausweise für weitere zehn Jahre zu erneuern. Dabei fallen Kosten in Höhe von 53,60€ an für einen Verbrauchsausweis für Liegenschaften mit weniger als fünf Wohneinheiten.

Weitere Informationen gibt es hier: www.minol.de/energieausweis