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Was ändert sich mit der CO2-Abgabe ab nächstes Jahr?

Die CO2-Abgabe ist für jeden ein Begriff. Aber was verbirgt sich dahinter und mit welchen Veränderungen muss der Einzelne rechnen? Fakt ist, dass Anfang kommenden Jahres ein CO2-Preis auf fossile Energieträger erhoben wird. Daraus ergibt sich, dass Kraftstoffe und wahrscheinlich auch Gas und Heizöl für die Wärmeversorgung teurer werden. Als Eigenheimbesitzer ist man diesbezüglich vielleicht etwas verunsichert und stellt sich einige Fragen.

Das Institut für Wärme und Mobilität (IWO) gibt nachfolgend Antworten auf solche Fragen.

Worum geht es genau?

Auf fossile Energieträger wie Gas, Flüssiggas und Heizöl, aber auch auf fossile Kraftstoffe wie Benzin und Diesel wird ab 1. Januar 2021 eine zusätzliche Abgabe – die sogenannte CO2-Bepreisung –  erhoben. Der Hintergrund ist, dass fossile Energieträger und Kraftstoffe weniger verbraucht werden sollen, denn sie verursachen Treibhausgasemissionen.

Wie hoch wird diese Abgabe sein?

Grundsätzlich wird auf alle fossilen Energieträger der CO2-Preis erhoben. Für das Jahr 2021 beträgt dieser 25 Euro pro Tonne CO2.  Das bedeutet eine Preiserhöhung für Kraftstoffe wie Benzin rund 7 Cent pro Liter und für Diesel rund 8 Cent. Beim Heizöl werden ungefähr 8 Cent pro Liter erhoben und das entspricht etwa 0,75 Cent pro Kilowattstunde. Bei Flüssiggas sind es ca. 0,65 Cent und bei Erdgas 0,55 Cent.

Wie entwickeln sich jetzt die Heizkosten des Einzelnen?

Grundsätzlich müssen die sogenannten Inverkehrbringer von Kraft- und Brennstoffen die CO2-Abgabe entrichten. Das sind, einfach ausgedrückt, die Hersteller. Damit ergeben sich Preissteigerungen ab dem 01. Januar, die durchaus im Rahmen der üblichen Preisschwankungen liegen. Heizölverbraucher haben in den letzten Jahren immer solche Schwankungen abgepasst, um ihren Vorrat zu erhöhen. Das können sie auch jetzt tun. Allerdings wird es so sein, dass die CO2-Bepreisung in den kommenden Jahren weiter steigt und da empfiehlt es sich schon, einmal über Maßnahmen zur Verbrauchsminderung nachzudenken.

Was kann ich als Hauseigentümer jetzt tun?

Das erste, was ein Hauseigentümer tun kann, ist Energie zu sparen. Dazu gehören Maßnahmen, wie das Auto mal stehen zu lassen, bewusstes Heizen und richtiges Lüften. Ist die Brennwerttechnik schon älter, sollte der Hauseigentümer beginnen, eine Modernisierung zu planen.

Gibt es weitere sinnvolle Maßnahmen?

Eine wirkungsvolle Möglichkeit ist die Gebäudedämmung. Mit der richtigen Dämmung von Dach, Fassaden und Kellerdecken wird der Energiebedarf des Hauses gesenkt. Das bietet sich besonders dann an, wenn ohnehin renoviert werden soll. Möglich ist es auch, eine moderne Brennwertheizung mit einer Solaranlage zu einer Hybridheizung zu erweitern. Das spart in jedem Fall Brennstoff und Emissionen.

Wie sieht es denn mit klimaschonenden Kraft- und Brennstoffen aus?

Fakt ist, dass auch herkömmliche Gebäude mit Ölheizung heute schon eine klimafreundliche Perspektive haben. Langfristig werden nämlich auch die eingesetzten flüssigen Brennstoffe erneuerbar werden. Adrian Willig, Geschäftsführer des IWO, sagt zu diesem Thema: „An erneuerbaren flüssigen Energieträgern wird mit Hochdruck gearbeitet, in vielen Demonstrationsprojekten werden sie bereits heute völlig problemlos in aktueller Heiztechnik eingesetzt.“