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GEG beschlossen

Welche neuen Bestimmungen für Ölheizungen gelten mit dem neuen Gebäudeenergiegesetz (GEG)? Im Gesetz werden geltende Verordnungen zusammengeführt und natürlich die Inhalte aus dem Klimaschutzpaket der Bundesregierung berücksichtigt. Nachfolgend erklärt das Institut für Wärme und Oeltechnik (IWO) einmal die wichtigsten Punkte.

Grundsätzlich wichtig ist zunächst, dass bereits bestehende Ölheizungen weiter betrieben werden dürfen. Sie dürfen ebenso modernisiert werden. IWO-Geschäftsführer Adrian Willig sagt: „Es gibt kein Ölheizungsverbot, lediglich eine Zusammenführung bestehender und neuer Auflagen, die Eigentümer zu berücksichtigen haben. Bis einschließlich 2025 können bestehende Heizkessel auch ohne weitere Maßnahmen gegen moderne Öl-Brennwertgeräte ausgetauscht werden.“ Ausnahme hierbei ist das Land Baden-Württemberg, hier gelten die Vorgaben des landesspezifischen Erneuerbaren Wärme-Gesetzes (EWärmeG).

Nach dem Jahr 2025 dürfen Ölheizungen nur dann eingebaut werden, wenn sie Erneuerbare Energien mit einbinden. Beispiele wären Solarthermie- oder Photovoltaikanlagen. Eine Ölheizung allein darf nicht mehr eingebaut werden, es sei denn, es ist kein Gas- oder Fernwärmenetz vorhanden und Erneuerbaren Energien können nicht anteilig eingebunden werden. Ist bereits eine Kombination aus Ölheizung und beispielsweise einer solarthermischen Anlage vorhanden, dann darf der Besitzer jederzeit einen Kesseltausch vornehmen.

Die Austauschpflicht besteht weiterhin. Öl- und Gasheizungsanlagen haben eine maximale Betriebszeit. Die Regelungen diesbezüglich legt die Energieeinsparverordnung (EnEV) fest. Diese Regelungen gelten auch weiterhin. Im Detail bedeutet das eine maximale Laufzeit von 30 Jahren. Auch die Ausnahme hierfür bleibt weiter bestehen. Demnach gilt die Austauschpflicht für Wohngebäude mit nicht mehr als zwei Wohnungen, von denen der Eigentümer eine Wohnung am 1. Februar 2002 selbst bewohnt hat, nur im Falle eines Eigentümerwechsels.