Zum Inhalt springen

„Zeit zu starten“ wirkt

„Zeit zu starten“ – das ist eine Kampagne des ZVSHK, die bereits vor fünf Jahren ins Leben gerufen wurde. Zeit also, einmal ein Fazit zu ziehen. Und das Fazit lautet: die Kampagne wirkt!

Das ganze Projekt dient dazu, jungen Menschen die Berufe des SHK-Handwerks näher zu bringen und ihnen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz auf die Sprünge zu helfen. Schon als die Kampagne startete, setzte man auf die Wirkung digitaler Medien und hat seitdem konsequent am Ausbau des Projektes gearbeitet. Das Ergebnis sich ordentliche Klickzahlen bei Facebook, YouTube, Instagram und Google.

Schon vor fünf Jahren war klar, dass Jugendliche mit gedruckten Flyern nicht viel anfangen können, auf der anderen Seite aber immer über das Handy erreichbar sind. Diese Bedeutung der digitalen Nachwuchswerbung hat mit Corona in diesem Jahr noch einmal zugenommen. Über das Handy können Kurzfilme, die beispielsweise das Berufsbild des Anlagenmechanikers SHK, des Ofen- und Luftheizungsbauers, des Klempners oder Behälter- und Apparatebauers vorstellen, die Zielgruppe erreichen.

Zahlen zum Handwerks-Ausbildungsmarkt allgemein sind derzeit etwas angespannt. Im Mai wurde ein Rückgang bei den Bewerbungen von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnet. Im August war das Defizit etwas kleiner und betrug noch -10 Prozent, im September dann -8,1 Prozent. Fakt ist, das SHK-Handwerk sucht ständig nach motivierten Jugendlichen und wird dafür auch aktiv.

Wie genau funktioniert die Kampagne und wie werden die Jugendlichen erreicht? Die Kampagne agiert bundesweit und es wird auf Gleichaltrige gesetzt. Das bedeutet, die Jugendlichen werden am meisten angesprochen, wenn eine Handwerkerin oder ein Handwerker in ähnlichem Alter wie die Jugendlichen Einblick in ihren Alltag gewähren. Influencer mit Vorbildfunktion haben großen Einfluss. Ob ein Erfolg vorliegt, wird anhand der Klicks bzw. der Verweildauer eines Zuschauers auf der jeweiligen Seite gemessen. Außerdem wird Werbung platziert, überall dort, wo sich auf Facebook und Instagram Jugendliche zu ihren Vorstellungen in der Berufswahl austauschen. Die Werbung führt durch Anklicken dann auf entsprechende nachgeschaltete Seiten, wie zum Beispiel zum Berufefinder in der SHK-Welt. Hier werden dem Interessenten je nach eingegebenen Daten einer der vier SHK-Berufe vorgeschlagen und in einem Kurzfilm porträtiert. An dieser Stelle ist dann auch eine erste Kontaktaufnahme möglich.

Ein Beispiel für die funktionierende Kampagne ist Sandra Hunke. Schon seit längerem lässt sie andere an ihrem Alltag teilhaben. Ihr Job ist Anlagenmechanikerin SHK. In Filmen und Formaten stellt sie dar, warum dieser Beruf für sie richtig ist und wie viel Spaß sie an der Arbeit hat. Sie gibt Ratschläge für andere Jugendliche. Sie hat mittlerweile mehr als 37.000 Follower, die ihr mit Interesse folgen. Das Ganze ist keine Werbung, sondern authentische Berichterstattung. „Zeit zu starten“ arbeitet mit Sandra Hunke und weiteren Influencer/innen zusammen. Es werden zum Beispiel Botschaften übernommen und weiterverbreitet – in der Fachsprache heißt dies „user generated content“. Das verhilft der Nachwuchswerbung zu deutlich mehr Reichweite.

Ziel ist es, den Zuschauer emotional zu erreichen. Die Kampagne mit dem Titel „Wie fühlt es sich an... ...Ofen- und Luftheizungsbauer zu sein?“ ist darauf angelegt, den Betrachter mit einzubeziehen. Es sollen Vorbehalte überwunden und der Weg ins Praktikum geebnet werden. Eine weitere Kampagne ist „Du fehlst“. Eine Szene in einem Film sieht so aus: Der Meister im Transporter unterhält sich während der Anfahrt zum Kunden mit „seinem“ Azubi über den jetzt anstehenden Einsatz – aber der Schwenk der Kamera macht klar, dass der Beifahrer fehlt. Die Botschaft: Der Azubi hat seinen Weg noch nicht gefunden und ist eingeladen, sich zu melden.

Somit verfügt Nachwuchswerbung über alle nötigen Komponenten, die als erfolgversprechend angesehen werden. Reicht das Werbebudget auch in den kommenden Jahren aus, dann bleibt „Zeit zu starten“ immer am Puls der Zeit und versucht, Jugendliche für das SHK-Handwerk zu begeistern.