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Wirtschaftlichkeit auf lange Sicht gedacht: Nachhaltigkeit ist mehr als ein Schlagwort

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Nachhaltigkeit ist das Schlagwort dieser Tage. Alles muss Mehrwert haben, ökologisch sein, nachhaltig sein. Der Modebegriff hat aber auch Inhalt, und zwar ganz ordentlich: Nachhaltigkeit meint, dass etwas von bleibendem Wert ist oder seinen Wert dauerhaft entfaltet. In diesem Sinne, sollte man meine, passt Nachhaltigkeit doch ganz wunderbar mit Wirtschaftlichkeit zusammen.

Nachhaltigkeit aus dem privaten Bereich in den Geschäftsbereich übertragen

Produkte aus nachhaltiger Produktion gelten als die besseren Produkte, weil sie suggerieren, dass der Käufer die Verantwortung für den Produktionsprozess mit übernimmt, und im Zweifelsfall auch für die Entsorgung. Denn Nachhaltigkeit meint, dass etwas nicht nur ressourcenschonend, sondern auch sozialverträglich unter fairen Arbeits- und Handelsbedingungen geschaffen wurde, und zwar in einer Art und Weise, die Mensch und Umwelt schont.

Es lässt sich immer so leicht über die Nachhaltigkeit schreiben - die Umsetzung in den Unternehmen ist aber manchmal recht schwierig. Denn es müssen doch letztendlich viele Komponenten eingerechnet und Vor- und Nachteile gegeneinander aufgewogen werden.

Den eigenen Weg finden – und sich an bekannten Systemen orientieren

Erste Schritte in die Richtung einer nachhaltigen Unternehmenskultur können indes vorsichtig angegangen werden: Wer nur noch das ausdruckt, was wirklich auf Papier benötigt wird, spart nicht nur Papiermüll, sondern auch Druckerkosten. Wenn Maschinen ersetzt werden müssen, sollten sie durch energiesparende, neue Modelle ersetzt werden. Und das gilt auch für den Fuhrpark von Unternehmen: Strombetriebene Fahrzeuge sind sinnvoll. Ortsansässige Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen können mit Dienstfahrrädern anstelle von Autos mobilisiert werden. Warentransporte sollten von der Straße weg auf die Schiene gelegt werden, wo dies möglich ist, und die Verwendung lokaler Rohstoffe und Produkte spart ebenfalls Energie im Bereich der Logistik.

Im Rahmen des Qualitätsmanagements können Unternehmen verschiedene Zertifizierungen anstreben, um durch externe Dritte prüfen zu lassen, ob gewisse Energie- und Umweltstandard eingehalten werden. Die Einführung eines Energiemanagementsystems nach ISO 50001 garantiert die kontinuierliche Verbesserung der energiebezogenen Leistungen eines Unternehmens. Ziel dieses Systems und der Zertifizierung ist, Transparenz über alle Energieströme im Unternehmen zu schaffen, Kosteneinsparpotenziale aufzudecken, sowie Energieeinsatz, -verbrauch und –effizienz zu verbessern. So sollen Prozesse optimiert und CO2-Emissionen reduziert werden.

Ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Nachhaltigkeit kann ein unternehmensweites Umweltmanagementsystem sein. Hier ist es wichtig, die Umweltpolitik der Firma schriftlich zu fixieren und sicherzustellen, dass sie alle Mitarbeiter erreicht – und auch umgesetzt wird.

Um einen Überblick zu erhalten, wo das eigene Unternehmen in Sachen Energie und Umwelt steht, kann eine Klimabilanz nach ISO-Standard 14064-1 erstellt werden. Das Versandhandelsunternehmen KAISER+KRAFT war dabei so konsequent und hat nicht nur den eigenen CO2-Ausstoß entlang der Werschöpfungskette erhoben, sondern auch den von externen Dienstleistern wie Druckereien oder Speditionen. Denn auch bei der Wahl der Partner besteht für Unternehmen in Sachen Nachhaltigkeit oft Verbesserungspotential.

Wer sich nicht ganz sicher ist, wo in der Produktion genau Energie eingespart werden kann, sollte sich mit einem Energieberater oder einer -beraterin in Verbindung setzen. Diese Profis schauen sich die Produktionsstätten genau an und können feststellen, ob beispielsweise bei der Beleuchtung, bei Druckluft, Pumpen, Motoren oder den Lüftungsanlagen Energie eingespart werden kann.

Transparenz ist wichtig

Wenn ein Unternehmen sich Nachhaltigkeit auf die Fahnen schreibt, muss diese Nachhaltigkeit auch irgendwie nachvollziehbar sein. Transparenz ist also wichtig. Die fängt bei dem Einkauf von Rohstoffen und Zulieferketten an, zieht sich durch die gesamte Produktion und die Unternehmensführung und hört beim Transport der Endprodukte noch lange nicht auf. Nachhaltigkeit heißt, soziale Verantwortung übernehmen: Für die eigenen Mitarbeiter/-innen ebenso wie für die Menschen, die indirekt am Unternehmenserfolg beteiligt sind. Es lohnt also, weitläufig auf Transparenz und Fairness zu achten.