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Sinkende Ölnachfrage

Die Nachfrage nach fossilen Brennstoffen ist durch Corona abermals gesunken. Schiffe fahren nicht, Flugzeuge fliegen kaum und außerdem will die Welt ohnehin schon auf Erneuerbare Energien umsteigen.

Das bekommen nun auch die Öl-Giganten, wie Royal Dutch Shell zu spüren. Hier werden in den nächsten zwei Jahren etwa 9.000 der vorhandenen 83.000 Stellen für Mitarbeiter gestrichen. Durch die erwähnte nachlassende Nachfrage nach fossilen Brennstoffen war ein aufwendiger Umbau angesagt, der mit einem harten Sparkurs einhergeht, wie der Konzern mitteilt. Außerdem gibt Shell bekannt, in Zukunft mehr auf erneuerbare Energien zu setzen.

Carsten Fritsch ist Rohstoffanalyst bei der Commerzbank und er sagt gegenüber pressetext: „Die Ölnachfrage ist durch die Corona-Krise stark gesunken. Das liegt vor allem am Einbruch des Flugverkehrs, speziell Kerosin wird gerade kaum benötigt. Zusätzlich zu dieser Belastung findet ein struktureller Wandel zugunsten erneuerbarer Energien statt. Energiekonzerne sollten hier jetzt schon Fuß fassen.“

Bei Shell soll der Personalabbau bis Ende 2022 vollzogen sein. Durch den Umbau will der Konzern die jährlichen Kosten um etwa 2,1 Mrd. Euro senken, was wiederum der Umstellung auf umweltfreundlichere Energien zugutekommen soll. Dem CEO Ben van Beurden nach sollen fossile Brennstoffe bis zum Jahr 2050 nur noch eine untergeordnete Rolle für den Konzern spielen. Man möchte hier umdenken und umlenken und in Zukunft soll der Hauptfokus auf nachhaltigem Strom, Biokraftstoffen und Wasserstoff liegen.

Fritsch schätzt die Aussichten für fossile Brennstoffe düster ein. „Die Nachfrage wird, falls überhaupt, für lange Zeit das Vorkrisenniveau nicht mehr erreichen. Besonders Dienstreisen werden auch nach der Pandemie aufgrund der Etablierung von Videokonferenzen und Home-Office eingeschränkt bleiben.“