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Nachwuchsgewinnung in der SHK-Branche

Die Nachwuchsgewinnung im SHK-Handwerk ist ein großes Thema. Da müssen die richtigen Knöpfe gedrückt werden, wenn man Azubis begeistern, gewinnen und behalten will. Bernd Seeger ist Geschäftsführer des Berufsbildungswerks der Innung Hamburg und er hat sich zu diesem Thema einmal geäußert. Sein Steckenpferd ist es, sich um die Rekrutierung von Auszubildenden im SHK-Handwerk zu kümmern.

Die Nachwuchsgewinnung im SHK-Handwerk ist ein großes Thema. Da müssen die richtigen Knöpfe gedrückt werden, wenn man Azubis begeistern, gewinnen und behalten will. Bernd Seeger ist Geschäftsführer des Berufsbildungswerks der Innung Hamburg und er hat sich zu diesem Thema einmal geäußert. Sein Steckenpferd ist es, sich um die Nach Meinung von Seeger geht die Rekrutierung schon in der Schule los. Zu diesem Zweck gibt es engen Kontakt zu den Schulen, Berufsorientierungslehrer und Praktika in den Mitgliedsbetrieben. Eine Aktion war beispielsweise „Wenn Handwerk, dann Innung“. Außerdem werden Tage der offenen Türen angeboten und mit der BildungsGmbH, die vor über 10 Jahren gegründet wurde, werden weitere Aktivitäten genutzt.

Auf die Frage, wie er den Wettbewerb zu anderen Gewerken einschätzt, sagt Seeger: „Unsere Zahlen sprechen für sich. Vor 3 Jahren haben wir die Marke von 300 Azubis im SHK-Handwerk in Hamburg überschritten. Damit sind wir zahlenmäßig gleichauf mit dem Elektrohandwerk und kommen direkt nach dem Kfz Gewerbe.“

Auch im Bereich Migration und Flüchtlinge ist Seeger aktiv. Er nennt hier zum Beispiel das Projekt mit dem Namen „Hin zum Handwerk“. Im Rahmen dieses Projektes werden zweimal im Jahr Geflüchtete auf den Beruf vorbereitet. Hier erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit anderen Innungen. Die jungen Leute durchlaufen hier verschiedene Bildungswerkstätten. Zusätzlich werden Sozialberatungen und Deutschunterricht organisiert. Bernd Seeger sagt zum Projekt: „Das Projekt geht jetzt ins 3. Jahr. Die Vermittlungsquote liegt bei 65 %. Die Teilnehmer sind häufig sehr motiviert. Betriebe fragen an und wollen sich am Projekt beteiligen. Man kann schon sagen, dass der Erfolg uns hier Recht gibt.“

Auf die Frage nach guten Ratschlägen in Sachen Nachwuchsgewinnung, nennt Seeger drei wichtige Sachen: „Erstens: aufhören zu schimpfen. Zweitens: Akzeptieren, dass es nur die gibt, die da sind und keine anderen. Und drittens: lieber 10 Leute gut betreuen als 1.000 Schülern nur einen Zettel in die Hand zu drücken. Wir sind kein klassischer Bildungsträger. Wir müssen Handwerk zeigen. Nur wenige Menschen wissen z. B., was ein Anlagenmechaniker SHK wirklich macht. Deshalb meine Empfehlung: zeigen, zeigen, zeigen. Und man muss sich die Zeit nehmen. Auch der Chef selber sollte aufklären, anstatt zu jammern. Wir haben viele tolle Betriebe, die das genauso vormachen. Begeistern heißt begeistert sein. Wie cool ist es, nach Hause zu gehen und etwas mit den Händen geschaffen zu haben.“

Die Kampagne ZEIT ZU STARTEN kann Seeger nur empfehlen. Das dort bereitgestellte Material nutzt er voll und ganz und setzt zum Beispiel die RollUps für Messen ein. Auf www.zeitzustarten. De werden die Interessierten auf die Betriebssuche gelenkt, die dann wiederum auf die Suche der Arbeitsagentur verweist. Zu diesem Thema sagt Seeger: „Wir weisen regelmäßig darauf hin, dass der Betrieb sich bei der Arbeitsagentur gemeldet haben muss, will er über unsere Aktivitäten von Schülern gefunden werden. Das habe ich bestimmt schon 20mal getan und wiederhole das bei jeder Gelegenheit. Sei es im Führungsseminar mit 80 Betrieben, im Damen oder Bezirksmeisterseminar, alle wissen das. Ich mache übrigens gerne eine Live Vorführung auf Veranstaltungen mit einem Beispielbetrieb, der nicht da drin ist. Am nächsten Tag ist er dabei.“

Wenn es um junge Menschen geht, dann darf das Thema Social Media natürlich nicht fehlen. Hier wird laut Seeger aber noch zu wenig getan. Er sagt: „Es gibt zwar einen InnungsAccount für Facebook und Instagram, den wir aber eigentlich nicht nutzen. Wir hatten bisher andere Schwerpunkte, das war noch nicht so sehr Thema.“ Dieses Thema soll aber verstärkt aufgegriffen werden: „Wenn es etwas gäbe, wo wir vergleichbar wie im Internet auch in den sozialen Medien regional aufsatteln könnten, wäre das großartig. Also im Grunde ein regionaler Account für die sozialen Medien.“
Rekrutierung von Auszubildenden im SHK-Handwerk zu kümmern.