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Wachsendes Interesse zum Jahresende

Sowohl im Photovoltaik- als auch im Stromspeicherbereich ist es ganz normal, dass im Laufe der Zeit die Nachfrage der Kunden nachlässt. Allerdings war es dieses Jahr so, dass das Nachfrage-Niveau deutlich geringer war als erwartet. Das Jahrestief lag im August. Umso besser ist dann die Nachricht, dass sich das Interesse zum Jahresende hin wieder normalisiert hat.

Die DAA Deutsche Auftragsagentur GmbH (Hamburg) berichtet dazu, dass sich das Online-Interesse an Solarstrom-Anlagen und –Speichern erholt hat und sich sogar gegen den vorherrschenden Trend der letzten 12 Monate verbessert hat. Gerade im Bereich Stromspeicher hat sich die Nachfrage in den Herbstmonaten gut entwickelt.

Die einzelnen Zahlen

Der für PV-Anlagen generierte so genannte SolarContact-Index stieg seit dem Frühjahr 2016 ab, was aber durchaus typisch ist für die Saison. Betrug die Nachfrage im März noch 140 Indexpunkte, so rutschte jedoch dieser Wert auf ein Jahrestief von 73 Indexpunkten im August. Dieser tiefe Fall ist nicht typisch und bereitete der Branche Sorgen. In den nächsten zwei Monaten aber erholte sich der Index wieder und hatte am Ende wieder 104 Punkte, was über dem Durchschnitt eines 12-Monats-Verlaufs liegt.

Auch im Bereich der Speichermöglichkeiten für Energie lag der Negativrekord im August 2016. Er betrug lediglich 64 Punkte. Erfreulich für die Branche waren dann der Septemberwert mit 97 Indexpunkten und der Oktoberwert mit 119 Punkten. Der niedrige Punktewert im August wurde vorher übrigens im Laufe von zwei Jahren nur ein einziges Mal unterschritten.

Die Ursachen für den schwankenden Markt und die sinkende Nachfrage

Laut DAA gibt es mehrere Ursachen dafür, dass die Nachfrage nach PV und Speicher so stark schwankt. Dazu gehören folgende:

•    Das begrenzte Förderbudget im PV-Speichermarkt. Dadurch könnten sich Vorzieheffekte ergeben haben. Um die Förderung zu bekommen, muss ein Angebot für einen Stromspeicher vorgelegt werden. Ist die Förderung zugesagt, hat der Antragsteller jedoch 18 Monate bis zur Fertigstellung.

•    Eine mögliche Ursache könnten auch Werbemaßnahmen großer Energieversorger und PV-Anbieter sein. In diesen Werbekampagnen geht es um Komplettanlagen oder auch Mietmodelle. Dadurch wird es dem Kunden erleichtert, eine PV-Anlage aus einer Hand installieren und betreiben zu lassen.

Der zugrunde liegende SolarContact-Index beruft sich auf Nachfragen im Internet nach allen Gewerken, die an PV-Anlagen beteiligt sind und wird von der DAA Deutsche Auftragsagentur erhoben.