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Elektroautos aus Dresden

Schon ab April 2017 will VW in der Gläsernen Manufaktur Dresden Elektromobile herstellen. Das wurde auf einer Tagung des Automobilkongresses in Zwickau bekannt gegeben. Welches Fahrzeug das genau sein wird, steht aber noch nicht fest, auch wenn zunächst vom „eGolf“ die Rede war. Carsten Krebs äußerte sich dazu wie folgt: „Eine finale Entscheidung, welches Fahrzeug hier montiert wird, ist noch nicht gefallen.“ Lange dauert es offenbar aber nicht mehr bis zur Entscheidung, denn die soll es bis Ende November geben.

 

Hintergrund dazu ist zum einen die Tatsache, dass die Phaeton - Produktion im Frühling dieses Jahres ausgelaufen war und natürlich der Drang, auch in Sachen Elektromobilität mitzumischen. Daher soll in Dresden das Zentrum für Elektromobilität der Marke VW entstehen. Die Zukunftsvision ist nicht ohne, denn VW hat sich vorgenommen, dass jeder vierte VW - Neuwagen einen Elektroantrieb haben soll, und zwar bis zum Jahr 2025. Zu diesem Zweck soll im November ein weiteres Tochterunternehmen gegründet werden, das sich dann in Zukunft nur mit dem Thema neue Mobilität beschäftigen soll.

Das vorherrschende Thema auf dem Zwickauer Automobilkongress war ohne Zweifel die Elektromobilität. Es ging dabei auch um die aktuellen Veränderungen in der Branche. Dirk Vogel vom Netzwerk Automobilzulieferer (AMZ) Sachsen ist sehr zuversichtlich, dass die Veränderungen nur einen Schritt nach vorne bedeuten und nicht aufzuhalten sind: „Aber die Mehrheit der sächsischen Zulieferer wird diesen Wandel schaffen.“ Wenn die Pläne in Sachsen in die Tat umgesetzt werden, dann könnte sich hier ein bedeutender Entwicklungsstandort für neue Mobilitätslösungen entwickeln.

Es ist aber auch Tatsache, dass in Sachsen ca. 18.000 Arbeitsplätze in der Autoindustrie am Verbrennungsmotor hängen. Was passiert mit den Menschen, wenn Elektro das große Wort der Zukunft ist? Experten sind sich einig, dass diese Jobs nicht von heute auf morgen wegbrechen werden, weil man auch den Verbrennungsmotor noch nicht aussortiert, sondern es einen Mix der Antriebe geben werde. Außerdem werden danach neue Jobs in anderen Bereichen entstehen.

Es bleibt also spannend, das sieht auch Ronald Gerschewski, Chef eines Sonderfahrzeugbauers aus der Nähe von Zwickau so: „Bei der Dynamik, die wir aktuell erleben, kann niemand von uns sagen, wo genau es hinläuft.“