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Vernetzte Technik

Im Mindener DLRG-Vereinsheim findet der neueste Stand der Technik Anwendung. Hier sind Heizungs- und Lichtanlage über das Smart-Home-System von Coqon miteinander vernetzt. Damit ist es möglich, die Heizkörper aus der Ferne anzuschalten und auch das Licht mittels App zu bedienen.

An der Mindener Weserpromenade gelegen findet sich der örtliche DLRG. Daniel Westermann ist der Geschäftsführer der Ortsgruppe Minden und er sagt: „Wir haben uns auf die Fahnen geschrieben, ein nachhaltig energetisches Vereinsheim auf die Beine zu stellen.“ Das Ziel der umfangreichen Sanierungsarbeiten war, die Kosten für die Heizung und den Stromverbrauch zu senken. Und deshalb hat der DLRG zusammen mit der Stadt, Eigentümerin von Grundstück und Haus, ein Sanierungskonzept erarbeitet. Dieses Konzept wird nun Schritt für Schritt umgesetzt.

Die Heizungsanlage im Gebäude wurde in Zusammenarbeit mit den Mindener Stadtwerken erneuert. Installiert wurde hier ein Gas-Brennwertkessel, der deutlich weniger Energie verbraucht als sein Vorgänger. Verantwortlich für die Installation der Anlage war das Unternehmen Heizung Sanitär Fegel GmbH & Co. KG aus dem benachbarten Espelkamp. Der Chef Ivan Sawatzki ist selbst langjähriges Mitglied im DLRG. Nach diversen Berechnungen wurde entschieden, einen Gasanschluss zu schaffen und die erwähnte Gasbrennwerttechnik dort zu installieren, wo vorher eine Elektroheizung war. Volker Zoerb ist der stellvertretende Vorsitzende der Mindener DLRG und er sagt dazu: „Die Kosten allein für den Strom beliefen sich im Jahr auf mehr als 4.000 Euro. Da war Handlungsbedarf zwingend notwendig.“ Mit der neuen Anlage läuft jetzt alles besser. Sawatzki sagt: „In nur 45 Minuten wird der 140 m2 große Seminarraum angenehm warm. Möglich machen dies sechs Heizkörper, je drei auf der einen Seite, drei auf der anderen Seite parallel gegenüber.“

Auch ein Smart-Home-System wurde gesucht. Der Chef von der Heizung Sanitär Fegel GmbH & Co. KG Sawatzki wurde nach langem Suchen beim Anbieter Coqon fündig. Er meint: „Allein beim Licht haben wir verschiedene Einzellösungen getestet, sind aber nicht wirklich zufrieden gewesen. Bis wir auf Coqon gestoßen sind – für uns die All-inclusive-Lösung.“ Coqon hat nämlich den Vorteil, dass die App auf seine Nutzer individuell zugeschnitten ist. Im Moment sind es 15 Mitglieder des DLRG, die jeweils einen Zugriff auf ihre entsprechenden, freigegebenen Teilbereiche haben.

Die Heizungsanlage im Gebäude ist ebenfalls in das Smart Home System eingebunden. Durch die Tatsache, dass die einzelnen Räume jetzt unabhängig voneinander gesteuert werden können, haben sich die Heizkosten auf ein Drittel senken lassen. Installiert sind zu diesem Zweck Coqon-Raumthermostate, die auf die elektrischen Stellantriebe der Heizkörper wirken. Robert Daumoser ist der Geschäftsführer von Coqon und er sagt: „Etwa drei Viertel der Energie, die in Haushalten verbraucht wird, ist auf die Raumwärme zurückzuführen.“ Wird nun die Heizung smart gesteuert, so lassen sich die Energiekosten um bis zu 30 % senken. Wenn früher DLRG-Schulungen anstanden, dann wurde die gesamte Heizanlage einen Tag früher angeschaltet. Das ist nicht mehr nötig, heute kann man die Heizung pünktlich zum Termin anschalten und es ist bei Schulungsbeginn angenehm warm.

Auch die Lichtanlage im Vereinsheim lässt sich smart steuern. Über kurz oder lang soll hier mit der Integration von IFTTT auch das Internet mit einbezogen werden. In der Praxis sieht es dann so aus, dass, wenn sich ein DLRG-Mitglied mit eingeschalteter GPS-Funktion auf dem Smartphone nähert, schalten sich bei Dunkelheit nach und nach alle Außenlampen ein. Im Gebäude wurden die vorhandenen Lichtschalter mit Unterputzaktoren ergänzt. Somit ist das Licht – je nach Wunsch - per Schalter, per Taster oder per App möglich.

In Punkto Sicherheit gibt es im Vereinsheim jetzt vier HD-Außenkameras mit Snap-shot-Funktion. Dadurch sollen eventuelle Schäden durch Vandalismus oder Einbrüche etc. aufgezeichnet werden. Die entstandenen Bilder werden umgehend aufs Smartphone geschickt. Außerdem wurden elektronische Türschlösser und Fensterkontakte installiert. Für die Zukunft ist noch geplant, die Tür auch aus der Ferne öffnen zu können, beispielsweise für Paketdienstleister. Die gesamte Vernetzung läuft über die Komponenten von Coqon.

Die gesamte Vernetzung hat ein Herzstück, nämlich die „Qbox“ von Coqon. Mittels Router ist die „Qbox“ in der Lage, Befehle von unterwegs zu empfangen. Außerdem laufen hier alle Komponenten zusammen. Das wird mit offenen Schnittstellen und durch die Unterstützung verschiedener Funkprotokolle realisiert.