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Kalkschutz-Großgeräte im Einsatz

Der Wohnpark „Em Parkveedel“ befindet sich in Köln-Nippes. Hier arbeiten zwei chemiefreie Kalkschutz-Großgeräte, die in das vorhandene Brandschutzkonzept integriert werden mussten, was sich als große Herausforderung darstellte. Das Wasser im Stadtgebiet ist mit 20° d. H. hart.

Der betreffende Wohnpark hatte im Ergebnis regelmäßig Kalkschäden und Ausfälle der Warmwasserbereitung zu beklagen. Diesen Problemen wollte man entgegenwirken und installierte zum Ende des letzten Jahres zwei Kalkschutzgeräte.

 

Die Installation und Integration dieser Kalkschutzgeräte war aber keine einfache Aufgabe. So musste die Trinkwasseraufbereitung für den Wohnblock 2 in das Brandschutzkonzept integriert werden. Insgesamt gibt es hier acht Mehrfamilienhäuser und alles in allem 20 Gebäude. Alle Gebäude werden über ein Nahwärmenetz mit Wasser und Wärme versorgt. Die Rheinenergie ist hier gleichzeitig Wärmelieferant und Wasserversorger. Dieses Unternehmen war es auch, das die beiden Kalkschutzgeräte in Auftrag gegeben hat. Genutzt werden sollten „Biocat“-Kalkschutzgeräte von Watercryst. Das große Ziel war es, die Probleme in der Trinkwasser-Installation endlich zu beenden.

 

Die Kalkschutzgeräte wurden zentral am Hauswassereingang installiert und sind nun für insgesamt 230 Wohneinheiten zuständig, und zwar zum Schutz der Kaltwasser- und auch der Warmwasserseite. Watercryst-Berater Torsten Schmidt sagt dazu: „Die zentrale Anordnung war notwendig, weil eine Dezentralisierung – also die ­Aufstellung in den einzelnen Unterstationen zur ausschließlichen Aufbereitung des erwärmten Trinkwassers nach den Vorgaben der DIN 1988-200 – in diesem Fall unzureichend und außerdem deutlich teurer gewesen wäre.“

 

Zu den einzelnen Details der Anlage: Die kleinere Anlage vom Typ „KS 11 000“ schützt die Trinkwasser-Installation im ersten Block des Wohnparks. Versorgt werden hier 55 Wohneinheiten mit Wasser und Wärme. Die zweite Kalkschutzanlage ist vom Typ „KS 5 D“ versorgt sieben Mehrfamilienhäuser im Block 2 mit 175 Wohneinheiten. Diese zweite Anlage hat noch eine weitere Aufgabe, nämlich die Bereitstellung von 96 m³/h Löschwasser für die Feuerwehr für den Fall eines Brandes. Hintergrund ist die Tatsache, dass die Trinkwasserversorgung der acht angeschlossenen MFH-Gebäude über eine erdverlegte DN-100-Feuerlöschleitung gewährleistet wird, die wiederum aus dem Hauswassereingang gespeist wird. Beide installierte Kalkschutzgeräte sind DVGW-zertifiziert.

 

Um nun den Brandschutzvorkehrungen auch gerecht zu werden, wurde eine „Biocat“-Sonderanfertigung mit einem speziellen Bypass installiert. Kommt es zu einem Feuer, dann gelangt das Trinkwasser über diesen Bypass direkt in die DN-100-Feuerlöschleitung. Der Weg über die Kalkschutzanlage wird dann vermieden. Der erwähnte Bypass hat keinerlei hygienische Auswirkungen auf das Gesamtsystem. Die Hygiene wird auch durch regelmäßige Zwangsdurchströmungen, automatische thermische Desinfektionsmaßnahmen und interne Spülungen gesichert. Auch ein Stagnationswasser im Bypass gibt es deshalb nicht. Watercryst-Berater Torsten Schmidt sagt: Durch die chemiefreie Kalkschutztechnik der „Biocat“-Geräte wird die Wasserqualität nicht negativ beeinflusst. Und auch wenn es sich um zwei größere Anlagen handelt: Der Betriebsaufwand reduziert sich auf eine jährliche Inspektion und den Austausch des Katalysator-Granulats und aller im Trinkwasser verbauten Kunststoffteile alle 5 Jahre.“ Günter Sprünker von der Heinz Geberzahn GmbH & Co. KG fügt hinzu: „Der geringe Wartungsaufwand war dem Betreiber wichtig, und auch, dass das Trinkwasser nicht verändert wird.“

 

Die erwähnte Heinz Geberzahn GmbH & Co. KG ist ein in Köln ansässiges Handwerksunternehmen, das schon seit vielen Jahren für die Rheinenergie tätig ist und die beiden Anlagen im Wohnpark installiert hat. Es war auch nicht die erste „Biocat“-Anlage, die das Unternehmen installiert hat. Torsten Schmidt von Watercryst hat schon weitere Pläne für Großprojekte. In Köln-Merheim und in Pullheim sollen zwei weitere „Biocat“-Anlagen für einen chemiefreien Kalkschutz in der Trinkwasser-Installation entstehen.

 

Für weiterführende Informationen steht das Unternehmen jederzeit zur Verfügung: WATERCryst ­Wassertechnik GmbH & Co. KG, Elsa-Brandström-Straße 31, 42781 Haan, Tel.: 02129 3475-755, office[at]watercryst.com, www.watercryst.com