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Bewegungsfreiheit im Bad

In den meisten Fällen sind es ältere Menschen, die sich Komfort im Badezimmer wünschen. Deshalb suchen sie Handwerker, die sich damit auskennen und die auch die zukünftigen Wünsche der Kunden nicht aus den Augen verlieren.

Dabei sind altersgerechte Einrichtungen genauso wichtig, wie die Wohlfühlatmosphäre und das moderne Design. Aber was gehört in ein solches Bad und was ist dabei zu beachten?

1.    Die Dusche

Die Dusche ist wohl eines der wichtigsten Elemente im Badezimmer. Heutzutage wird sie meist als bodeneben eingebaut, was mehrere Vorteile bietet. So spart sie nicht nur Platz, sondern ist auch leichter zu reinigen und bei ausreichender Größe sogar mit dem Rollstuhl befahrbar. Erhältlich sind Duschen für alle Anforderungen, so gibt es Duschelemente mit Wandablauf, Bodenabläufe und Duschrinnen bis hin zu Duschflächen. Aus Edelstahl sind Duschrinnen zudem besonders hygienisch. Die Duschen sind gut zugänglich, haben keine versteckten Bereiche, die schwer zu säubern sind und sie sind außerdem in jedes Bad individuell integrierbar. Die Montage ist an der Wand ebenso möglich wie frei im Raum. In den bodenebenen Duschen kann der Kunde einen Hocker aufstellen, es ist auch möglich, eine Verstärkung im Vorwandsystem zu berücksichtigen oder eine Reling mit einzuplanen. Die passenden Duscharmaturen können außerdem so positioniert werden, dass sie auch im Sitzen bedienbar sind. Hier empfiehlt sich Duschbrausen-Set mit Einhebelmischer, da sich Temperatur und Wasserfluss mit nur einem Griff regulieren lassen.

2.    Der Waschplatz

Wichtig bei der Planung und Umsetzung des Waschplatzes ist die uneingeschränkte Nutzbarkeit. Diese Nutzbarkeit sollte auch im Sitzen gegeben sein. Für einen eventuellen Rollstuhl sollte der Waschtisch unterfahrbar sein und ausreichend Beinfreiheit bieten. Auf die vorhandenen Kosmetikartikel muss der Kunde bequem zugreifen können. Eine attraktive Lösung in einem altersgerechten Badezimmer sind spezielle Unterschränke, die zum einen Platz für Kosmetikartikel bieten und zum anderen bei geöffnetem Zustand bequem unterfahrbar sind. Alle Badezimmermöbel müssen so konzipiert werden, dass man sie schnell und bequem erreicht. Auf Hochschränke kann man zum Beispiel verzichten, wenn zwei Seitenschränke integriert werden. Breite Griffe und Funktionen wie Push-to-open oder Soft-closing erleichtern zudem das Öffnen und Schließen.

3.    Der Spiegel

Der Spiegel muss in einem altersgerechten Bad ausreichend groß sein, denn er soll im Stehen und Sitzen gleichermaßen genutzt werden. Zusätzlich empfiehlt sich ausreichend Licht. Ein großes Lichtspiegelelement beispielsweise kann bis zum Waschtischrand runtergezogen werden. Um eine ausreichende Ausleuchtung zu gewährleisten, empfehlen sich LED-Lichtleisten, die an beiden Seiten des Spiegels von oben bis unten für genügend Licht sorgen. Wenn der Kunde lieber einen Spiegelschrank haben möchte, dann könnte man innen und außen verspiegelte Türen  nutzen oder auch Lichtleisten, die unter dem Schrank montiert sind.

4.    Das WC

Da Hygiene und Reinigungsfreundlichkeit der Sanitärobjekte eine große Rolle spielen, empfiehlt sich grundsätzlich eine WC-Keramik ohne Spülrand. Hier sind keine schwer zugänglichen Stellen vorhanden, was das Reinigen erschweren könnten. Der Handel hält WCs bereit, die zudem besonders für ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen geeignet sind. Sie sind breiter als die Standardvarianten. Ebenso erhältlich sind höhere Stand-WCs, die das Setzen und Aufstehen deutlich erleichtern. Auch auf die WC-Betätigungen sollte geachtet werden, diese müssen bequem erreichbar und leicht zu nutzen sein. Aber auch hier gibt es genügend Auswahl, angefangen von einer Fernbedienung bis hin zu besonders stylischen Elementen. Dusch-WCs sind eine gute Alternative zu Standard-WCs. Damit kann der Intimbereich wird mit einem sanften, körperwarmen Wasserstrahl gereinigt und anschließend trocken geföhnt werden. Mit dieser Variante entfällt mitunter die fremde Hilfe bei der Nutzung einer Toilette. Toiletten können außerdem automatisch öffnende und schließende Deckel und Orientierungslichter für die Nacht haben.

Das altersgerechte Badezimmer muss also nicht wie ein Krankenzimmer aussehen, sondern kann stylische, moderne Elemente haben, die zudem die Benutzung erleichtern und ein schnelles Reinigen ermöglichen. Die integrierten Hilfsmittel, die bei einer körperlichen Beeinträchtigung notwendig sind, sind geschickt verborgen.