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Regelungen bei Trinkwasserinstallationen

Es gibt in Deutschland strenge Vorgaben, was die Trinkwasser-Installationen angeht. Trotzdem kommt es immer wieder zum Legionellenbefall. Aus diesem Grund hat sich vor kurzem ein Verein gegründet mit dem Namen: „Deutscher Verein der qualifizierten Sachverständigen für Trinkwasserhygiene – DVQST e.V.“.

Der Verein will nun Qualität bei Planung, Bau und Betrieb von Trinkwasserinstallationen sichern und fördern. Der Vorsitzende ist Arnd Bürschgens. Ziel ist es, dass verkommene Regelwerks- und Interpretationslücken geschlossen werden.

Auf die Frage nach den konkreten Zielen des Vereins antwortet Arnd Bürschgens: „Uns geht es in erster Linie darum, Aufklärung von Verbrauchern und Fachleuten durch Publikationen in den sozialen Medien und der Fachpresse zu erreichen. Außerdem möchten wir Regelwerks- und Interpretationslücken hinsichtlich der hygienisch/technischen Anforderungen durch fachliche Stellungnahmen, Klarstellungen und Kommentierungen zu Regelwerken, Regelwerksentwürfen oder spezifischen Fragestellungen schließen. Last but not least möchten wir eine Verbreitung der Regelwerksanforderungen sowie eine Erhöhung der Akzeptanz bei allen an Planung, Bau, Betrieb und Überwachung von Trinkwasser-Installationen Beteiligten durch Fort- und Weiterbildungen erreichen.“

Um diese Ziele auch umzusetzen, will der Verein unter anderem Synergien bilden mit Politik, Justiz, Verwaltung, Kammern sowie Berufsverbänden und Vereinigungen zur unmittelbaren oder mittelbaren Mitwirkung in der allgemeinen und fachlichen Gesetzgebung. Außerdem sollen Verbände und Vereine aktiv am Regelsetzungsverfahren teilnehmen. Erste Gespräche dahingehend hat es bereits gegeben und sie sind vielversprechend.

Um welche Installationen es sich dabei konkret handelt, fasst Bürschgens wie folgt zusammen: „Grundsätzlich alle, aus denen Trinkwasser an Verbraucher abgegeben wird, d.h. gewerbliche und öffentliche Trinkwasser-Installationen, Installationen in Hochrisikobereichen, Krankenhäusern und medizinischen Einrichtungen, Installationen in Arbeitsstätten…“

Wie die Arbeit nun konkret aussehen soll, beantwortet Bürschgens unter anderem mit folgenden wichtigen Punkten:
•    der Verein wird zukünftig als sachverständige Stelle für Behörden, Untersuchungsstellen, Gerichte, Planer, Ausführende, Betreiber und Nutzer in der Funktion als außergerichtliche Schieds- und Schlichtungsstelle zur Verfügung zu stehen
•    es soll außerdem ein umfangreiches Wissensforum geben
•    geplant sind auch Fort- und Weiterbildungsangebote für alle im Bereich der Trinkwasserhygiene Beteiligten
•    außerdem hilft der Verein bei Fragestellungen von Regelwerksauslegung, Streitfragen oder der Vermittlung qualifizierter Gutachter
•    wichtig ist ein konstruktiver und fachlicher Austausch der Mitglieder untereinander
•    eine schnelle Information über Neuerungen und Änderungen im Bereich der Regelwerke und Anforderungen ist ebenso ein Hauptpunkt der Vereinsarbeit

Möchte man nun Mitglied im Verein werden, so ist laut Bürschgens folgendes zu beachten: „Zunächst einmal erfolgt die persönliche Mitgliedschaft als ordentliches oder Fördermitglied auf Antrag nach Prüfung der Voraussetzungen oder auf Einladung durch den Vorstand. Anerkannt als Sachverständige im DVQST können versierte Fachleute werden, die über entsprechende Nachweise der besonderen Sachkunde und Qualifikation im Bereich der Trinkwasserhygiene verfügen. Ordentliche Mitglieder müssen zudem unabhängig sein, d.h. sie können nicht als Vertreter juristischer Personen, Vereinigungen oder Unternehmen Mitglied sein und dürfen keine Interessen Dritter vertreten.“