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Heizen mit Pellets ohne Störungen

Holzpelletheizungen gehören zu den Techniken, die finanziell vom Staat gefördert werden, nicht zuletzt auch, weil derartige umweltfreundliche Maßnahmen gesetzlich gefordert werden. Durch die Förderung verringern sich die Anschaffungskosten. Das könnte der Betreiber beispielsweise nutzen, um erneut zu investieren, wie zum Beispiel in einen unterirdischen Speicher für die Pellets. Allerdings gilt es hier, schon während der Planung die typischen Fehlerquellen auszuschließen.

Um die Holzpellets richtig zu lagern, sind verschiedene Punkte wichtig. Zunächst einmal muss man sich aus der Vielzahl der Varianten eine aussuchen. Es gibt frei aufstellbare Behälter, geschlossene Bunker oder auch in den Erdboden eingelassene Speicher. Folgende Punkte spielen bei der Auswahl eine Rolle:
•    erforderliches Volumen
•    Statik
•    Geräuschbelastung
•    Anlieferung des Brennstoffs
•    Entnahmetechnik

Bei der Entnahmetechnik gibt es beispielsweise Rührwerke, Saugsonden und Schnecken, die den Brennstoff von unten aus dem Lager nehmen oder auch bestimmte Saugsysteme, die die Pellets von oben holen. Sind die Lager im Keller untergebracht, dann spielen die Geräusche eine große Rolle. Diese sollten so weit wie möglich schon in der Planungsphase ausgeschlossen werden. Die Geräuschentwicklung entfällt hingegen bei Fertigteilspeichern in der Erde. Diese brauchen außerdem keinen Raum, was wiederum die Baukosten verringert. Wichtig ist natürlich, dass die jeweilige Anlage funktioniert und von vornherein Fehler minimiert werden. Nachfolgend aufgezählt sind einige typische Fehlerquellen, denen man mit Bedacht aus dem Weg gehen kann.

Die Baugrubensohle

Unterirdische Pelletspeicher aus Betonfertigteilen benötigen kein Fundament. Ausreichend ist hier eine Basis aus Kiessand mit ca. 10 bis 25 cm Höhe. Das ist nebenbei auch günstiger als eine Platte aus Beton. Der Kies gewährleistet außerdem eine bessere Lastverteilung. Fertigteilspeicher bestehen aus Stahlbewehrung und hochfestem Beton, darum muss das Auflager aus statischen Gründen weich und flächig sein. Nicht vergessen darf man aber, dass der Baugrund rundherum tragfähig sein muss und die Baugrube mit Sorgfalt verfüllt wird.

Die Zufahrt

Vorteilhafter ist es immer, wenn das Pelletlager nicht zu weit vom Heizraum entfernt ist. Aber auch eine Zufahrt sollte immer dicht dabei sein. Das ist sowohl für die Anlieferung des Speichers als auch für die spätere Befüllung wichtig. Solch ein Pelletbehälter stellt keine besonderen Anforderungen an den Schutz. Wichtig ist nur, dass lageweise sorgfältig verdichtet wird, um Setzungen des Oberbelags zu vermeiden.

Die Schachtabdeckung

Die Abdeckungen der unterirdischen Pelletlager müssen passend zur Belastungsklasse ausgewählt werden. Beton ist ein beständiger Werkstoff, also ist die volle Befahrbarkeit eines Speichers gegeben. Unter Umständen ist es auch möglich, den Deckel im Nachhinein noch zu tauschen. Die so genannten Schachtabdeckungen gibt es für den begehbaren oder aber für den befahrbaren Bereich. Falls eine Befahrbarkeit gegeben sein muss, empfiehlt sich eine Abdeckung Klasse B. Zum einen können hierauf Feuerwehrfahrzeuge und große LKW fahren und zum anderen kann die Abdeckung zur Befüllung leicht geöffnet werden. In jedem Fall sollte solch eine Abdeckung tagwasserdicht sein.

Die Kesselsteuerung

Wichtig ist, dass das Entnahmesystem mit dem Pelletkessel zusammenpasst. Hierzu empfiehlt sich eine jeweilige Freigabe des Kesselherstellers. Anderenfalls liegt die Verantwortung beim Planer und Installateur. Beim Speicherhersteller kann man in Erfahrung bringen, welche Kessel in Bezug auf die Steuerung zu einem Entnahmesystem passen. Empfehlenswert ist ein pneumatisches Saugsystem zur Entnahme des Brennstoffs von oben, um einen störungsfreien Betrieb zu erreichen. Außerdem kann damit die Entnahmetechnik bequem gewartet oder repariert werden.

Die Antragsstellung für eine Förderung

Gefördert werden neben Holzfeuerungen und wasserführenden Pelletöfen auch Einzelmaßnahmen zur Heizungsoptimierung. Hierzu zählt beispielsweise der Einbau eines Pelletlagers inklusive Tiefbau- und Anschlussarbeiten. So kann der Betreiber für einen unterirdischen Pelletspeicher 10 % der Investitionssumme, jedoch max. 50 % der Marktanreizprogramm-Basisförderung erhalten. Wichtig dabei ist aber, dass sich das auf den Bestand und Heizkesselleistungen bis 100 kW bezieht. Bei Anlagen über 100 kW gibt es die Förderung aus dem KfW-Teil des Marktanreizprogramms. In jedem Fall sollte man darauf achten, dass man den Förderantrag vor der schriftlichen Auftragsvergabe an den Installateur online beim BAFA stellt. Eine Ausnahme sind Planungsleistungen, die auch schon vor der Antragstellung zulässig sind.