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Smart Living im Heizungsmarkt

Smart Living im Heizungsmarkt – das war das Motto im November des letzten Jahres, als es die erste Veranstaltung ihrer Art für Innungsbetriebe gab. Schwerpunkt waren digitale Lösungen für die Heizung und für die Gebäudetechnik im weiteren Rahmen. Dem Beispiel sollen bald Infotreffen von mehreren SHK-Landesverbänden folgen.

Für die Innungsbetriebe aus Berlin und Brandenburg war es am 14. November 2019 soweit. Das SHK-Kompetenzzentrum Berlin bot die Pilot-Veranstaltung eines halbtägigen Infotreffens an. Das Motto war „Smart Living im Heizungsmarkt“, und das Angebot umfasste eine Reihe digitaler Möglichkeiten für Heizungsfachbetriebe, die ihren Kunden die intelligente Haustechnik näherbringen wollen.

Hintergrund dessen ist der Wunsch der SHK-Organisation, die Mitgliedsbetriebe fit zu machen für eine zeitgemäße Visualisierung und eine Aktivierung moderner Heizsysteme. Fakt ist, dass digitale Assistenten wie Alexa, Siri oder Google Assistant im Zusammenspiel mit Smartphones auch in der Gebäudetechnik immer mehr Fuß fassen. Auf dieser Veranstaltung und den geplanten weiteren sollen Fragen beantwortet werden, die sich mit folgenden Punkten befassen:
•    das Bedienen von handwerklich erstellten Heizungsanlagen über das Internet
•    Verdienste an den neuen Dienstleistungen
•    Realisierbare und sinnvolle Fortschritte, die im Einklang mit einer effizienten Heizungsanlage stehen

In Berlin gab es zu diesen Themen kurze Vorträge und auch der fachliche Austausch mit Spezialisten einiger Hersteller wurde angeboten. Im ersten Schritt ging es um die Nutzung einfacher Hersteller-Apps, die eine Insellösung rund um den häuslichen Wärmeerzeuger darstellen.

Etwas weiter geht die digitale Technik beim Energiemanagement, das mit dem Standard EEBUS einhergeht und weit mehr Möglichkeiten bietet. Hier besteht die Chance, die Haus- und Gebäudetechnik noch effizienter zu machen. Durch die Einrichtung von verschiedenen Kompetenzbereichen für Nutzer und Fachbetrieb ist es möglich, jede Anlage möglichst energiesparend und sicher betreiben zu können. Ein Beispiel dafür wäre die Kommunikation zwischen Brennstoffzelle und Elektroauto, die ein Laden immer dann ermöglicht, wenn es nötig wird.

Dr.-Ing. Matthias Wagnitz, Referent für Heizungstechnik im ZVSHK, sieht in den Einsatzbereichen für das Bussystem KNX eine „Große Lösung“. Hiermit lassen sich Steuer- und Regelsysteme für Wärme, Licht, Beschattung und etliches mehr kombinieren. Diese Technik bietet als integriertes Gebäudeenergiemanagement deutlich erweiterte Möglichkeiten. Er sagt: „Das wird ohne Kompetenzen im Bereich Elektro nicht gehen, denn dazu sind Netzwerktechnik und darüberhinausgehende Spezialkenntnisse erforderlich.“ Das wiederum bedarf dann einer laufenden Fortbildung und einer engen Zusammenarbeit mit dem Elektrofachbetrieb.

Das Energiemanagement der Zukunft ist das große Thema der Veranstaltungsreihe. Das fängt an bei dem Einsatz von Brennstoffzellengeräten in Kombination mit Spitzenlastkessel, geht über intelligente Lastverteilungen und hört bei E-Mobilität noch lange nicht auf. Auch die Betriebssicherheit in der Gebäudetechnik spielt eine Rolle, denn es geht schlussendlich auch um den Datenschutz in Steuergeräten, in Clouds und beim Fachbetrieb selbst.

Einige SHK-Landesverbände beginnen ihrerseits mit den Infoveranstaltungen bereits im ersten Quartal dieses Jahres. Begleitet werden die Meetings von einer kleinen Produktausstellung. Weitere Informationen und die ersten Termine finden Mitgliedsbetriebe unter www.zvshk.de (im Suchfeld den Quicklink QL78123584 eingeben).