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BHKW-Brummtönen vorbeugen

Gibt es niederfrequente Brummgeräusche in der unmittelbaren Nachbarschaft, dann kann das zu Streitigkeiten und Krankheiten führen. Gerade die tiefen Brummtöne werden von vielen Menschen als äußerst unangenehm empfunden und können dazu führen, dass Körper und Psyche leiden. Blockheizkraftwerke sind eines der auslösenden Geräte. Das Brummen, das hier erzeugt wird, verbreitet sich schnell und ist schwer zu lokalisieren. Es gibt aber passende Abgas-Schalldämpfer, die dafür sorgen, dass es gar nicht erst zu Konflikten kommt.

Der Reflexions-Schalldämpfer „RXS“ von ATEC dämpft tiefe Frequenzen von 50 Hz um bis zu 20 dB(A). Das aus dem Kunststoff Polypropylen gefertigte Bauteil wird individuell auf das BHKW abgestimmt, um Brummtoneffekten vorzubeugen. Bild: Remeha

Blockheizkraftwerke werden wegen ihrer hohen Energieeffizienz gern in den Ausbau der dezentralen Energieversorgung integriert. Sie sorgen zudem für eine effektive Brennstoffnutzung und einen hohen Wirkungsgrad. Das schont insgesamt die Ressourcen und die CO<sub>2</sub>-Emissionen werden minimiert. Das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) basiert auf der Stromerzeugung mit Verbrennungsmotoren. Hierbei wird dann der Kühlmittelkreislauf zur Wärmegewinnung genutzt. Die Vorteile sind zahlreich und nicht zuletzt ist die Bauweise so kompakt, dass die Anlagen zunehmend Einzug in Wohngebäude und Wohngebiete halten.

Tatsache ist aber auch, dass beim Betrieb der Geräte und Anlagen Geräusche entstehen, die nicht bei jedem Menschen gut ankommen. Gerade die tieffrequenten Brummtöne verursachen Unwohlsein und Konflikte. Durch immer mehr gleichartige Geräte in der Nachbarschaft steigen diese negativen Folgen natürlich auch an. Aber es gibt Möglichkeiten, dem vorzubeugen. So kann eine systematische Vorsorge mit passend ausgelegten Schalldämpfern dazu führen, dass unangenehme Geräuschemissionen gar nicht erst entstehen.

Der Abgasschall bei Blockheizkraftwerken wird überwiegend durch die Geräuschentwicklungen der Zündfrequenzen verursacht. Je nachdem, welcher Motor eingesetzt ist und welche Leistung dieser hat, ist auch der entstehende Schall unterschiedlich. Entstehen höhere Frequenzen ab 400 Hz, dann entweichen diese nach oben gerichtet. Entstehen tiefe Töne, dann verbreiten sich diese pilzförmig in der Umgebung. Bei den tiefen Tönen kommt es dann zur unangenehmen Geräuschemission. Bei der Schallentstehung spielen außerdem der Durchmesser und die Höhe der Abgasanlage eine entscheidende Rolle.

Um den Geräuschen den Garaus zu machen muss die Abgasanlage zunächst einmal strömungstechnisch optimiert werden. Darüber hinaus gibt es Schalldämpfer, die dafür sorgen, dass die Brummtöne gar nicht erst entstehen. Diese Schalldämpfer sind speziell entwickelt und dämpfen die unangenehmen Frequenzen. Ein Beispiel dafür sind die Reflexions-Schalldämpfer. Der entstehende Schall wird hier durch mehrere Kammern geleitet und verliert somit bereits an Intensität. Die weitere Schallenergie verliert sich dann durch die Reflexionen an den Kammerwänden. Die Schalldämpfer werden unmittelbar am Motor positioniert. Sie passen genau zur Motorserie und zu den Geräuschen, die der jeweilige Motor verursacht. Möglich ist auch eine Schalldämpfer-Kombination von Reflexions- und Absorptions-Schalldämpfern, wenn das Geräuschspektrum das verlangt.