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Zahlen im Solarmarkt

Es tut sich was am Solarmarkt. Sowohl Solarthermie als auch PV sind im Aufwind. Die Solarbranche erwartet für dieses Jahr einen enormen Nachfragesprung bei Solarheizungen, begründet mit Ereignissen wie dem Klimaschutzgesetz und der neuen BAFA-Förderung. In Sachen Photovoltaik geht man auch weiterhin von einem steigenden Markt aus, was nicht zuletzt mit steigenden Strompreisen und sinkenden Anlagekosten begründet werden kann.

Nach vorläufigen Erkenntnissen legte der PV-Markt in Deutschland im vergangenen Jahr um 30 Prozent zu. Die Solarbranche fordert nun, den 52-GW-PV-Deckel dringlichst abzuschaffen, sonst drohe bereits im Frühjahr ein Zubaustopp. Bild: IBC Solar

Solarwärme – Nachfrage steigt
 Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) rechnet damit, dass die Nachfrage nach Solarwärme deutlich steigt. Schon allein der Anstieg der Heizkosten, der für die nächsten Jahre zu erwarten ist, wird dafür sorgen. Der Anstieg der Kosten hat nicht zuletzt auch mit der von der Politik Ende Dezember beschlossenen CO<sub>2</sub>-Bepreisung zu tun. Der BSW schätzt, dass die Verbraucher mit einem Anstieg der Kosten von rund 20 bis 30 Prozent rechnen müssen.

Neue BAFA-Förderung
Die Bundesregierung hat, um den Modernisierungsstau im Bereich der deutschen Heizungen zu entspannen, neue Förderungen in petto. So wird der Austausch alter Heizungen durch ein effizientes, solar unterstütztes Gas-Brennwertsystem mit 30 Prozent der Kosten gefördert. Wird der Ölkessel getauscht, dann gibt es sogar 40 Prozent. Bezuschusst werden die Maßnahmen über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Wer die Kosten, die er für eine solare Heizungsmodernisierung aufbringen muss, lieber von der Steuer absetzen will, kann über drei Jahre 20 Prozent der Kosten von der Steuerschuld abziehen.

PV-Markt wächst weiter
Im Jahr 2019 gab es auch eine steigende Nachfrage nach Photovoltaiksystemen, nach einer ersten Bilanz des BSW von rund 30 Prozent. Hierfür verantwortlich sind laut Einschätzung des BSW vor allen Dingen die sinkenden Preise für Solaranlagen und die steigenden Strompreise. Auch Themen wie die Klimadebatte und Elektromobilität treiben den PV-Markt weiter an. Was jetzt hier am wichtigsten ist, ist die gesetzliche Umsetzung der von der Koalition im Rahmen des Klimaschutzprogramms 2030 ursprünglich bereits zum Jahreswechsel zugesagten Streichung des 52-GW-Förderdeckels für Photovoltaik im Erneuerbare-Energien-Gesetz. Der BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig sagt: „Die Abschaffung des Solardeckels muss im Januar abgeschlossen werden.“ Anderenfalls könnte es zu einem Ausbaustopp neuer PV-Dächer kommen, und zwar schon im Frühjahr.